Wortwolken: Wie und Warum

Wortwolken sind visuelle Darstellungen von Texten oder Schlagwortlisten. Deswegen werden sie auch gelegentlich als Schlagwortwolken bezeichnet. Wortwolken dienen zur Veranschaulichung von bestimmten Themen oder Begriffen. Das kann gerade bei abstrakten Themen hilfreich sein, für deren Visualisierung man sonst nur schwer Bildmaterial findet.

Erstellt mit wortwolke.com

Wortwolken kann man kostenlos im Internet mit sogenannten Wortwolkengeneratoren erstellen:

  • WordSift.org  sehr einfach in der Bedienung, aber auch sehr eingeschränkter Funktionsumfang
  • Tagxedo.com benötigt Silverlight, funktioniert nicht auf dem Smartphone
  • Wortwolken.com erfordert ein paar Minuten Einarbeitungszeit, dafür aber sehr umfangreiche Funktionen (Favorit!)

Die Erstellung einer Wortwolke ist üblicherweise sehr einfach. Dazu benötigt man zunächst einen Text, z.B. in Form einer Stichwortliste, aber auch ein Fließtext funktioniert. Dieser Text kann dann entweder über Copy/Paste oder durch einen Dateiupload in den Wortwolkengenerator eingefügt werden. Im Anschluss daran hat man oft noch verschiedene Einstellungsmöglichkeiten, wie Textfarbe, Hintergrundfarbe, Form der Wortwolke, etc. Zum Schluss kann die Wortwolke einfach als Bilddatei heruntergeladen werden.

Gewichtete Wortwolken

Üblicherweise werden in Wortwolken Begriffe entsprechend der Häufigkeit ihrer Verwendung im Vorlagen-Text größer oder kleiner dargestellt. Das kann man nutzen, um zu zeigen, welche Begriffe besonders wichtig, bzw. weniger wichtig sind. Aus diesem Grund eignen sich solche gewichteten Schlagwortwolken zum Einstieg, aber auch zur Wiederholung in Schulungen oder Präsentationen.

Von TN erstellte Wortwolken

Für Teilnehmer*innen (TN) von Schulungen oder Fortbildungen kann es reizvoll sein, ihren eigenen Input oder ihre Fragen nicht nur in Form einer Liste, sondern als Wortwolke zu sehen. Da es in diesem Fall normalerweise keine völligen Übereinstimmungen der Begriffe und Formulierungen gibt, kann keine automatische Gewichtung nach der Häufigkeit erfolgen. Soll die Wortwolke direkt in der Live Veranstaltung (egal ob online oder in Präsenz) gezeigt werden kann man Umfrage-Tools wie Mentimeter oder TEDME verwenden.

Soll die Wortwolke erst im Nachgang an die TN gehen, kann man den Input der TN auch händisch entsprechend der inhaltlichen Übereinstimmung sortieren/gewichten und anschließend mit einem der Wortwolkengeneratoren erzeugen.

Visualisierung von Texten

Wortwolken sind auch eine einfache und schnelle Möglichkeit, um einen Text – sei es in einem Flyer oder auf einer Homepage – mit einem dazu passenden Bild zu versehen. Das hat allerdings den Nachteil, dass grammatikalische Formen, z.B. Singular und Plural, nicht erkannt werden und damit auch nicht in die Wertung nach der Verwendungshäufigkeit einfließen. Legt man darauf Wert, muss hier also wieder eine händische Sortierung erfolgen.

Ob Wortwolken nur eine nette Spielerei oder ein hilfreiches Visualisierungstool sind, hängt stark von der Umsetzung, dem Einsatz und den Rezipienten ab. Menschen, die nur wenig Erfahrung mit Wortwolken haben, sind davon häufig ein wenig erschlagen, während Menschen, die Wortwolken schon häufig selbst genutzt haben, die Blickführung aufgrund der inhaltlichen Gewichtung nützlich finden. Deswegen muss gerade bei der Verwendung von Wortwolken darauf geachtet werden, diese auf die eigene Zielgruppe zuzuschneiden und gegebenenfalls entsprechend einzuführen.

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