Unser derzeitiges Motto bei der AEEB: Zusammenhalten und zusammen hoffen – mit Abstand!

Unser derzeitiges Motto bei der AEEB: Zusammenhalten und zusammen hoffen – mit Abstand!

Liebe Mitglieder, Kursteilnehmer/innen und sonstige Geschäftspartner/innen,

in Zeiten von Corona haben wir von der AEEB uns ein klares Motto bzw. Ziel gesetzt: “Zusammenhalten und zusammen hoffen – mit Abstand!” – Deshalb wurde zum einen unser gesamtes Veranstaltungsprogramm – vorerst bis 19. April 2020 – eingestellt, zum anderen hat der Vorstand der AEEB die für den 16. Mai 2020 geplante Mitgliederversammlung auf Samstag, den 14. November 2020 verschoben. Ein weiterer aktiver Beitrag zum gesundheitlichen Schutz ist, das unser gesamtes Team bis einschließlich zum 19. April 2020 im Homeoffice arbeitet. Konkret für Sie heißt das:

  1. Alle unsere Mitarbeiter/-innen sind von 9.00 – 15.00 Uhr weiterhin als Ansprechpartner per Mail für Sie erreichbar.
  2. Telefonisch haben wir einen „Notfallservice“ eingerichtet, den Sie unter allen bisher geltenden Telefonnummern von 9.00 – 12.30 Uhr und von 14.00 bis 15.00 Uhr erreichen können.
  3. In dringenden Fällen (Geschäftsführungs- und Finanzbereich) bitten wir Sie – wenn möglich – sich per Mail bei uns zu melden. Wir versuchen diese schnellstmöglich zu bearbeiten.
  4. Geplante Gremiensitzungen, Arbeitsgruppen oder kleine Besprechungen werden – soweit nicht anders kommuniziert – stattfinden, allerdings als Telefon- oder Videokonferenz.
  5. Wie es ab dem 20. April 2020 bei uns in der Landesstelle weitergeht, werden wir Ihnen rechtzeitig ebenfalls auf unserer Homepage mitteilen.

Was unser theologischer Leiter und Kirchenrat Christian Düfel bei den all´ den Einschränkungen, Problemen und Sorgen, mit denen wir Menschen dieser Tage zu kämpfen haben, nicht vergessen möchte, ist aber auch das Thema Hoffnung. Lesen Sie selbst….

„Je ungünstiger die Situation ist, in der wir unsere Hoffnung bewahren, desto tiefer ist diese Hoffnung!“ Mit diesem Satz hat der tschechische Autor, Menschenrechtler und Politiker Václav Havel (1936-2011) einmal Gedanken zum Thema Hoffnung begonnen. – Hoffen wir gerade noch und auf was?

Fakt ist: Derzeit sind wir alle irritiert von den Ereignissen, wie ein bisher unbekannter Virus namens Covid19 die Welt verändern und auch lahmlegen kann. Ein Exit liegt in weiter Ferne und weiterhin ist Abstand halten angesagt – völlig zurecht!  Zugleich jedoch fehlt uns die Nähe, der Händedruck und die Umarmung, einfach die tägliche gesellschaftliche Normalität. Vor allem alleinlebende Menschen trifft die aktuelle Situation, dass die alltägliche Kommunikation auf der Straße, im Cafe oder auch in Kneipen wegfällt, oft besonders hart. Zu Hause bleiben bis einem die Decke auf den Kopf fällt? Lediglich hoffen, dass der Spuk irgendwann vorübergeht? – Das allein ist mir zu wenig.

Christinnen und Christen leben aus der Hoffnung – aus der Hoffnung, dass das Leben in guten wie in schlechten Zeiten einen Sinn, ein Ziel und eine Basis hat. Lassen wir uns die Hoffnung nicht durch ein winziges, unsinniges Virus nehmen. Beten wir darum, dass die Menschen, die jetzt bis an den Rand der Erschöpfung kämpfen, pflegen oder an der Grundversorgung arbeiten, ihre Hoffnung bewahren und dass besonders denen, die krank an Leib und Seele sind, geholfen werden kann.

Versuchen wir trotz zahlreicher Schwierigkeiten die Situation zu nutzen, engagieren wir uns und werden kreativ. Neben aller Problematik – es liegen auch Chancen in der Krise!

Menschen kommen – wenn auch nicht gerade freiwillig – heraus aus ihrem täglichen Hamsterrad und haben Zeit für Dinge, die schon lange nicht durchdacht werden konnten. Natürlich haben gleichzeitig viele Angst, sind Existenzen bedroht und gesteckte Ziele gefährdet.

Doch gerade in Krisenzeiten entwickeln Menschen auch neue Ideen, fragen sich, was wirklich wichtig ist für eine Gesellschaft und denken über mögliche Alternativen nach: Sind „immer höher, immer schneller, immer weiter“ wirklich die richtigen Ziele? Eine beinahe naheliegende Debatte „Wie geht es weiter nach Corona?” beginnt. Gibt es Hoffnung für positive Veränderungen? Wie wird sich unsere Gesellschaft verändern? Denken und diskutieren wir mit!

(Anmerk. d. Red.: Einen interessanten Artikel bzw. eine mögliche Antwort von Zukunftsforscher Matthias Horx auf diese Fragen finden Sie hier. Text frei abdruckbar mit dem Hinweis: www.horx.com und www.zukunftsinstitut.de.)

Keine Frage, viele nutzen jetzt intensivst die Möglichkeiten digitaler Kommunikation (z.B. Skypen oder Videokonferenzen über Zoom), andere greifen auf altbewährtes –  schreiben sich wieder Briefe oder telefonieren über´s Festnetz – zurück. Und auch die Natur atmet derweil auf: Der Verkehr ist weniger, der Himmel – ohne die Kondensstreifen der Flugzeuge – ist blauer und die meist trüben Kanäle Venedigs werden plötzlich wieder klarer und fischreich – ist das alles nicht eine Chance zum Umdenken?

In der Quarantäne querdenken empfinde ich als legitim. Das bedeutet für mich die Situation einerseits ernst zu nehmen und alles zu tun, was nötig ist, andererseits sich aber nicht davon unterkriegen zu  lassen und weiterzudenken.  – Tun wir das zusammen. Bewahren wir in allem unsere Hoffnung  gemeinsam.  Halten und hoffen wir in Zeiten von Corona zusammen – mit Abstand!

Gott segne und begleite uns dabei! Ihr AEEB-Team

Text: Christian Düfel

 

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