Infopoint Ukraine-Krieg

AEEB Infopoint: Aktuelle Infos, Fördermöglichkeiten, Bildungsangebote usw. rund um den Ukraine-Krieg

Als weitere Eskalation des seit 2014 schwelenden russisch-ukrainischen Krieges marschierten am 24. Februar 2022 russische Militärtruppen aus verschiedenen Richtungen in die souveräne Ukraine ein, um das gesamte Staatsgebiet unter die Herrschaft von Präsident Wladimir Putin zu bringen. Seither tobt in der Ukraine ein von Grausamkeit und Härte geprägter Angriffskrieg, der weltweit und auch bei uns in Deutschland zu weitreichenden Folgen geführt hat und führen wird: Menschliche Tragödien vor Ort und Millionen Kriegsflüchtlinge unterwegs in Europa, wirtschaftliche Konsequenzen für den internationalen Handel und die Finanzmärkte sowie politische Folgen u.a. in den Bereichen Energieversorgung und militärische Aufrüstung – das alles macht der Krieg, das alles macht betroffen und traurig! Der Wunsch, die Menschen aus der Ukraine zu unterstützen und ihnen zu helfen, ist auch innerhalb der Evangelischen Erwachsenenbildung groß und fast täglich erreichen uns in der AEEB Landesstelle Informationen rund um den Ukraine-Krieg. Einige davon möchten wir auf dieser Homepageseite mit Ihnen teilen bzw. Ihnen zur Verfügung stellen.

Inhalt

  1. Fördermöglichkeiten/ finanzielle Unterstützung/rechtliche Grundlagen
  2. Pädagogische Unterstützung/ Angebote für Familien und Frauen
  3. Weitere Informationen rund um den Ukraine-Krieg
  4. Veranstaltungen der (Evangelischen) Erwachsenenbildung

1. Fördermöglichkeiten/ finanzielle Unterstützung/ rechtliche Grundlagen

Fördermöglichkeiten Integrationsmaßnahmen über das Projekt Herberge 2.0 der ELKB

Auf der Seite https://www.herberge-fuer-gefluechtete.de finden Sie Informationen über die Unterstützungsfonds für Geflüchtete der ELKB.  

Die Frühjahrssynode der ELKB hat 10 Mio. € für Hilfs- und Unterstützungsleistungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine beschlossen. Davon stehen 8 Mio. € für die Beratung, Begleitung, Unterstützung Geflüchteter in Bayern zur Verfügung.

Die AG „Herberge 2.0“ fördert Projekte kirchlicher und diakonischer Träger sowie assoziierter Partner (dazu gehören auch die Evangelischen Bildungswerke), bei denen die Begleitung, Förderung und Integration geflüchteter Menschen im Vordergrund steht.

Gefördert werden u.a.

  • Bildungs- und Ausbildungsangebote für die Zielgruppe, insb. niedrigschwellige Sprachkurse
  • Hilfe für Helfer
  • Maßnahmen, die der sozialen Integration der Zielgruppe im Allgemeinen dienlich sind.

Bevorzugt gefördert werden Projekte, Arbeitsbereiche und -strukturen, die eine Drittmittelförderung vorweisen sowie Projekte, Arbeitsbereiche und –strukturen, die bereits eingeführt sind und für die derzeitigen neuen Herausforderungen gestärkt werden sollen. Aber auch Projekte, Arbeitsbereiche und -strukturen, die in Kooperation und Vernetzung arbeiten – zwischen verschiedenen Trägern, zwischen Kirche und Diakonie oder mit assoziierten Partnern.

Förderzeitraum: maximal bis zum 31.12.2024.

Weitere Infos entnehmen Sie bitte der Förderrichtlinie und den Hinweisen zur Antragstellung.

 

Hilfe für die Ukraine – Wie dürfen deutsche gemeinnützigen Organisationen und die öffentliche Hand ihre Mittel steuerrechtlich einsetzen?

Ein Info-Schreiben zu den steuerrechtlichen Sonderregeln zur Ukraine-Hilfe des Bundesfinanzministeriums finden Sie hier

Möglichen Sozialleistungen für geflüchtete Menschen aus der Ukraine

Was brauchen diese Menschen aktuell? Kommen in Ihren Einrichtungen geflüchtete Menschen aus der Ukraine an? Was brauchen Sie oder Ihre Einrichtungen an Unterstützungsmöglichkeiten, die wir als Dachverband Ihnen bieten könnten?

  • Die Diakonie Deutschland hat eine Handreichung mit Informationen zu den aktuell möglichen Sozialleistungen für geflüchtete Menschen aus der Ukraine erstellt.

Einen Link zur Handreichung finden Sie hier

  • Aktion Mensch – “Sonderförderung Ukraine: Hilfe für geflüchtete Menschen” (pro Projekt bis 100.000 €)

Der Krieg in der Ukraine zwingt Millionen von Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen. Aktion Mensch will helfen Menschen mit Behinderung, Kindern und Jugendlichen sowie deren Begleitung ein sicheres Ankommen und den schnellen Zugang zu unterstützenden Angeboten zu ermöglichen und ihnen ein Gefühl der Sicherheit und der Wertschätzung zu vermitteln. Daher hat Aktion Mensch wir die “Sonderförderung Ukraine: Hilfe für geflüchtete Menschen” in Höhe von 20 Millionen Euro eingerichtet, um die Lage der Geflüchteten sowie die Möglichkeiten der Helfer*innen unbürokratisch und schnell zu verbessern

Nähere Infos finden Sie hier

 

Information für Fachkräfte

Das IFB (Institut für Familienforschung Bamberg) hat eine gute Übersicht wichtiger rechtlicher Grundlagen für die Arbeit mit ukrainischen Flüchtlingen herausgegeben. Einen Link zum PDF finden Sie hier

 

2. Pädagogische Unterstützung/ Angebote für Familien und Frauen

Wie mit Kindern über Krieg sprechen?

Orientierungshilfe für Eltern zum Ukraine-Krieg zusammengestellt von der Familienbildung be Erlangen. Einen Link dazu finden Sie hier

 

Krieg in der Ukraine – Medien und Materialien für Kinder, Eltern und Pädagog*innen

Wie lebten die Kinder der Ukraine vor dem Krieg und wie geht es ihnen heute? Warum bekämpfen sich Menschen gegenseitig und was kann man tun? Eine umfassende Mediensammlung zu Fragen wie diesen hat “Seitenstark” auf einer Sonder-Website zusammengestellt.

Seitenstark ist der bundesweite Zusammenschluss von 58 reaktionell betreuten Kinderwebseiten, darunter auch kirche-entdecken.de und religionen-entdecken.Link zur Website Seitenstark

  • Der Mai Newsletter der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft Familie ist gefüllt mit praktischen und nützlichen Hilfestellungen mit Blick auf das Gespräch mit Kindern und die Unterstützung der ankommenden geflüchteten Familien.

Link hier

Frauen helfen Frauen!

Die Fluchtbewegung durch den Krieg in der Ukraine ist so weiblich wie keine zuvor. Daher gilt es besonders sensibel zu sein für die speziellen Problemlagen von Frauen. Frauen und Mädchen, die auf der Flucht sind, sind nicht nur einem erhöhten Risiko geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt, sondern auch anfälliger für Ausbeutung und Missbrauch.

Wenn Sie Hilfsangebote suchen, Materialien und Informationen, so finden Sie diese kompakt zusammengestellt auf der Homepage des forum frauen unter: www.forum-frauen.de Darunter auch spezifische Frauenhilfsmöglichkeiten und z.B. auch Tipps, welche Überlegungen Hilfsbereite im Vorfeld einer Aufnahme von Geflüchteten anstellen sollten.

 

3. Weitere Informationen rund um den Ukraine-Krieg

  • Religionspädagogisches Zentrum Heilsbronn (RPZ) – einen Link zu Materialien zum Thema Krieg in derUkraine finden Sie hier
  •  
  • AEEB Newsletter: “Bildung im Angesicht des Ukraine-Krieges – und was ein Osterhase damit zu tun hat” . Einen Link zum Artikel von Prof. Dr. Hans Jürgen Luibl (AEEB Vorstand/ theologisch-inhaltliche strategische Leitung) finden Sie hier

 

„Um Gottes Willen: Frieden! Aber wie?“ –  #streettalk-Videoclip von BildungEvangelisch Erlangen zum Thema Waffenlieferungen in die Ukraine:

In Deutschland vollzieht sich eine Zeitenwende. Waffenlieferungen zur Unterstützung der Angegriffenen und viel mehr Mittel für die Bundeswehr. Frieden schaffen mit Waffen – kann das funktionieren? Schwierige Fragen in der neuen Ausgabe von streettalk. „Waffen werden keinen Frieden bringen“, betont die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann. Auch Claudia Kuchenbauer, die als ausgebildete Mediatorin die Arbeitsstelle zur konstruktiven Konfliktbearbeitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern leitet, ordnet die Streitfragen aus ihrer Perspektive ein. Gute Gespräche auf der Straße und engagierte Expert*innen, die den nötigen Background liefern…

Hier der Link zur neuesten Ausgabe des Erlanger Projektes #streettalk:

 

4. Veranstaltungsangebote der (Evangelischen) Erwachsenenbildung

PRÄSENZ + LIVESTREAM: Krieg und Frieden in der Ukraine

Termin: 27.04. bis 6. Juli 2022, Ringvorlesung – Sommersemester 2022

Inhalt: Wie kann der Umgang mit einem autokratischen Herrscher wie Putin aussehen? Wie sind Waffenlieferungen und strategische Kriegsentscheidungen zu beurteilen? Welche Auswirkungen werden der Krieg und die massiven Fluchtbewegungen haben? – Um diese und viele andere Fragen rund um das Thema “Krieg und Frieden in der Ukraine” zu erörtern, lädt die Theologische Fakultät der Friedrich-Schiller- Universität Jena zu einer interdisziplinären Ringvorlesung (insgesamt 10 Termine) ein. Im Sinne theologischer Zeitgenossenschaft sollen dabei universitäre Diskurse und fundierte Meinungsbildung befördert werden. Die Pluralität disziplinärer Perspektiven und Forschungsansätze werden für ein möglichst komplexes Verstehen fruchtbar gemacht.

Weitere Infos unter: https://www.theologie.uni-jena.de/ringvorlesung-krieg-und-frieden

Veranstalter: Theologische Fakultät der Friedrich Schiller Universität Jena

Kosten: Kostenfrei

 

ONLINE: Die NATO – Der Ukraine-Krieg zeigt die Bedeutung des Verteidigungsbündnisses für Europas

Termin: 05.05.2022, 18.00 – 20.00 Uhr

Inhalt: Putins Krieg markiert eine Zeitenwende in der europäischen Sicherheitspolitik und in den transatlantischen Beziehungen. Er hat nicht mit dem Zusammenhalt des Westens in dieser Form gerechnet. Und wohl auch nicht damit, dass Europa und Amerika wieder an einem Strang ziehen. Putin hat genau das Gegenteil von dem erreicht, was er wollte. Er spaltet Europa und das transatlantische Bündnis nicht, er führt es unfreiwillig zusammen. Die NATO erscheint plötzlich wieder als das, was sie immer schon war: Ein westliches Verteidigungsbündnis und eine Lebensversicherung für demokratische Staaten.

 

Veranstalter: Hanns Seidel Stiftung

Kosten: Kostenfrei

Weitere Infos und Anmeldung  hier

 

PRÄSENZ: Das lange Russland-Wochenende

Termin: 26. bis 29.05.2022

Inhalt: Am 24. Februar begann Russland einen großangelegten Überfall auf die Ukraine. Putins Krieg markiert eine Zeitenwende in der europäischen Sicherheitspolitik und in den transatlantischen Beziehungen. Er hat nicht mit dem Zusammenhalt des Westens in dieser Form gerechnet. Und wohl auch nicht damit, dass Europa und Amerika wieder an einem Strang ziehen. Putin hat genau das Gegenteil vor dem erreicht, was er wollte: Er spaltet Europa und das transatlantische Bündnis nicht, er führt es unfreiwillig zusammen. Das Vorgehen in der Ukraine ist nicht neu. Bereits in Tschetschenien (Grosny) und in Syrien (Aleppo) ist die russische Armee ebenso vorgegangen und hat die Städte nahezu dem Erdboden gleichgemacht. Nun also Charkiw und Mariupol. Die Referenten schildern Ihnen die Hintergründe dieses Krieges.

 

Veranstalter: Hanns Seidel Stiftung

Kosten: 120 €

Weitere Infos und Anmeldung  hier

Falls auch Sie interessante Informationen, Angebote, Kontakte etc. rund um den Ukraine-Krieg haben, die Sie auf unserer Homepage veröffentlichen möchten bzw. mit anderen teilen möchten, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf: landesstelle (ät) aeeb.de oder an Sabine Löcker (loecker (ät) aeeb.de)

Fotos: ChiaJo auf pixabay (Titel), Diakonie Bayern (1), ELG21 auf pixabay (1)

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