Newsletter Mai 2021

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Inhaltsverzeichnis:

Aktuelles:
1. Interview: Regionalisierung und Qualitätsmanagement - was bedeuten diese Prozesse für die Umsetzung von QVB?
2. Einführung QVB im Studienzentrum Josefstal - ein Bericht von Dr. Julia Bake
3. Netiquette: Über den Umgang mit Menschen im virtuellen Raum
4. Spotlight: QVB-Begleitung für kleine, ehrenamtlich geführte EBWs bringt Motivation für Alle - ein Erfahrungsbericht von Eva-Maria Hartmann (EBZ Würzbug)
5. News digital: Aktuelle Nachrichten aus den Bereichen digitale Erwachsenenbildung und Social Media
6. Wissenswert: Das war Sophie Scholl - keine Heilige, jedoch voller Tatendrang und Mut
7. Leih-Ausstellung: Rebellinnen - Frauen, die die Welt verändert haben
8. In eigener Sache: AEEB sucht eine*n pädagogische*n Mitarbeiter*in mit Freude an Erwachsenenbildung und Kommunikation
9. AEEB Einladung: Raus aus dem Hamsterrad, rein in die "Sekretär*innen-Tagung" 2021
10. Personalie: Fachfrau für QVB - Diplom-Theologin Mareike Peter
11. Personalie: Beauftragter für den Qualitätsverbund in der DEAE - Karl-Heinz Bührer

Bürokratisches "leicht gemacht":
1. Sicher serviert: Cookies - ein Rezept für datenschutzkonforme Website-Gestaltung
2. Corona-Update: Welche Regeln gelten in der Erwachsenenbildung?

Grußwort zu Pfingsten: "Sesam öffne dich!"

Veranstaltungen und Digitalangebote

Button: Mail an Landesstelle

Prozesslandschaft

Regionalisierung und Qualitätsmanagement - was bedeuten diese Prozesse für die Umsetzung von QVB?

Qualität an sich ist in der Evangelischen Erwachsenenbildung ja längst kein neues Thema mehr - seit Jahrzehnten wird ein breites Bildungsangebot auf inhaltlich und methodisch hohem Niveau durchgeführt. Mit der Einführung von QVB („Qualitätsentwicklung im Verbund von Bildungseinrichtungen“) hat die AEEB 2004 allerdings einen wichtigen und neutralen Qualitätsmaßstab gesetzt, der insbesondere Einrichtungen, die sich in einem Werteverbund zusammengeschlossen haben, viele Vorteile bringt. – Über Herausforderungen, Fragen und den praktischen Nutzen von QVB für die Umsetzung von Regionalisierungen, lesen Sie dazu ein Interview mit AEEB Beraterin Mareike Peter (EBW Freising) sowie der QVB Beauftragten bei BildungEvangelisch Erlangen Annika Hoppe-Seyler.


AEEB: Wo liegen in der Praxis die konkreten Herausforderungen von QVB?

Annika Hoppe-Seyler: Im EBW Erlangen befinden wir uns derzeit im Regionalisierungsprozess mit dem ehemaligen EBW Fränkische Schweiz, welches nun als BildungEvangelisch Fränkische Schweiz zu unserem Bildungswerk dazu gehört. Damit hat sich folglich der Geltungsbereich unseres Qualitätsmanagement-Systems erweitert, was sich nun natürlich auch im QVB-Handbuch entsprechend niederschlagen muss. 

Mareike Peter: QVB in der Stufe A beschreibt die Einrichtung in einer eher statischen Weise. Insbesondere kleine Einrichtungen mit nur einem Standort/ Dekanat können sich so in einem überschaubaren Zeitrahmen zertifizieren, staatlich förderberechtigt bleiben und dennoch ein gutes System zur Hand haben, um ihre Organisation zu reflektieren und strukturell weiterzuentwickeln. Insbesondere aber für große und regionalisierte Bildungseinrichtungen in mehreren Dekanaten und/oder Außenstellen ist die Betrachtungsweise der Einrichtung in Stufe A recht starr.

AEEB: Welche Fragen werden daraufhin aufgeworfen?
Peter: Wie kann QVB für einen Regionalisierungsprozess dennoch nützlich sein? - Die Antwort ist der Perspektivwechsel im QVB: in Kernprozessen denken!

Hoppe-Seyler: Für uns steht natürlich folgende Frage im Vordergrund: Wie führen wir die beiden bisher separaten QM-Systeme aus Erlangen und der Fränkischen Schweiz gut zusammen, so dass sowohl die gemeinsamen Strukturen festgelegt und nachhaltig gestaltet werden, als auch die Besonderheiten der jeweiligen Standorte gewahrt bleibt? Auf Anregung von Frau Peter haben wir beschlossen, im Zuge dieser Zusammenführung eine zunehmende Beschreibung von Prozessen in das Handbuch zu integrieren.

AEEB: Wo sehen Sie auf diesem Weg Probleme oder Risiken? 

Hoppe-Seyler: Nun ja, da wir uns erst am Anfang dieses Weges befinden, kann ich noch nicht wirklich absehen, an welchen Stellen eventuell Probleme auftreten. Ich schätze, dass es zunächst auf jeden Fall einen zeitlichen Mehraufwand und einige Schreibarbeit bedeutet. Dank der Unterstützung durch Frau Peter bin ich aber zuversichtlich, dass wir das alles gut hinbekommen. Und hoffe natürlich, dass wir anschließend von der Strukturiertheit und Praxisnähe der Prozessbeschreibungen profitieren.

AEEB: Ein Vorteil von QVB ist: Einrichtungen in der Erwachsenenbildung können ihre fachlichen Standards und qualitätssichernden Verfahren selbst festlegen – aber besteht darin nun die Mehrarbeit, diese in einer vergrößerten Einrichtung zu prüfen und ggf. anzupassen?

Peter: Gemeinsam unter einem Dach, aber dennoch regional verschieden, Das Denken in Prozessen ist eine Erleichterung. Eine Prozesslandkarte zeigt besser die übergeordneten, zentralen Aufgaben und dadurch auch die Gemeinsamkeiten an mehreren Standorten, die Verknüpfungen zu gemeinsamen Teilbereichen, aber dennoch darf es regionale Verschiedenheiten geben.

AEEB: Viel Arbeit – worin besteht der Nutzen in regionalisierten Einrichtungen und auch bei den Kund*innen?

Peter: QVB (egal in welcher Stufe) hilft Strukturen zu klären, Ziele zu setzen und den Prozess dorthin zu beschreiben. Wie soll in Zukunft gemeinsam gearbeitet werden? Wer kommuniziert im Alltag was an wen? Wer ist für was zuständig? - QVB schafft Klarheit!

AEEB: Welche Chancen sehen Sie speziell für das EBW Erlangen in dieser Prozessorientierung?

Hoppe-Seyler: Ich denke, dass uns die Beschreibung unserer Praxis in Form von Prozessen helfen kann, die Gemeinsamkeiten aller Einrichtungen - be Erlangen und be Fränkische Schweiz - herauszuarbeiten und gleichzeitig können Besonderheiten dargestellt werden. Denn die Ausarbeitung von Prozesslandschaften sieht vor, dass die gemeinsamen Kernprozesse in verschiedenen Unterprozessen flexibel ausgestaltet werden können, so dass das charakteristische Spezifikum bzw. das individuelle Vorgehen der jeweiligen Einzelstandorte bestehen bleibt. Das Ziel ist also, unter dem Dach „BildungEvanglisch“ einerseits mit einem übergreifenden QM-System zu arbeiten und damit die Fusion umzusetzen, andererseits aber auch eine gewisse Individualität zu ermöglichen.

AEEB: Welche Tipps möchten Sie Kolleg*innen mitgeben, die ebenfalls vor der Aufgabe stehen zwei oder gar mehr Qualitätsmanagementsysteme zu einem gültigen zu überführen?
Peter: Qualitätsmanagement gibt Werkzeuge in die Hand, um dies zu tun. Die Regionalisierung ist ein Entwicklungsprozess in der gesamten Einrichtung und geschieht nicht über Nacht. Ich kann mir aber keinen schöneren und spannenderen Auftrag vorstellen, als hinauszugehen und die Einrichtung als einen Lernort für Menschen zu gestalten und zu entwickeln – inhaltlich wie strukturell.

Annika Hoppe-Seyler: Ich bin gespannt, was der QVB-Prozess mit sich bringt und möchte an dieser Stelle empfehlen, sich bei allen Fragen an die AEEB zu wenden. Wir in Erlangen sind zuversichtlich mit der Hilfe von Frau Peter den Prozess gut gestalten zu können.  

AEEB: Vielen Dank für das interessante Gespräch!


Für eine konkrete Beratung zum Thema QVB steht Ihnen Dipl.-Theologin Mareike Peter gerne als Ansprechpartnerin unter: m.peter@ebw-freising.de  zur Verfügung.

Bei allgemeinen Fragen zu QVB oder für Rückmeldungen wenden Sie sich bitte an die AEEB Landesstelle (landestelle@aaeb.de)

Weitere Infos zum Thema QVB finden Sie auf unserer Homepage unter https://www.aeeb.de/qvb/ sowie im geschützten Mitgliederbereich der AEEB.


Text:
Mareike Peter, Annika Hoppe-Seyler, Vera Lohel, Sabine Löcker
Foto/ Grafik:
Karl Heinz Bührer für AEEB Landesstelle

QVB

Fast geschafft - Studienzentrum Josefstal steht kurz vor der Zertifizierung

Im kommenden Juli wird es für die Mitarbeiter des Studienzentrums für evangelische Jugendarbeit in Josefstal e.V. spannend: Das erste Audit für´s Qualitätsmanagement steht an und in Folge voraussichtlich die Zertifizierung nach Stufe B QVB. Ein wichtiger Meilenstein in einer Reise, die formal vor 18 Monaten begann und zugleich viel weiter zurückgeht.


Ein Bericht von Dr. Julika Bake (Fortbildungsreferentin, Qualitätsbeauftragte, Öffentlichkeitsarbeit www.josefstal.de)


Seit seiner Gründung 1961 versteht sich das Studienzentrum Josefstal als Impulsgeber und Werkstattraum für evangelische Jugend-, Bildungs- und Gemeindearbeit. Die Konzeption und Durchführung von Fort- und Weiterbildungen ist seither ein zentraler Teil unserer Arbeit, die Teilnehmenden – zum Großteil Hauptberufliche – kommen je zur Hälfte aus Bayern bzw. ganz Deutschland. 

Qualitätsmanagement und Evaluation haben dabei eine lange Tradition. 2003 haben wir unser Qualitätsverständnis erstmals formuliert und seither regelmäßig geprüft und überarbeitet. Es ist die Grundlage für die Evaluation unserer Kurse, die wir jährlich statistisch auswerten. 

Was also ist der Mehrwert eines formalen Qualitätsmanagements wie QVB und dann gleich der Stufe B? 

Wir möchten Teilnehmenden ermöglichen, bestimmte Fort- und Weiterbildungen im Rahmen von Bildungsurlaub zu besuchen. Ein Qualitätszertifikat ist dafür Voraussetzung. QVB passt sowohl vom Selbst- und Bildungsverständnis, als auch von der kooperativen Arbeitsweise gut zu uns; die Stufe B wiederum ist die Mindestanforderung für die Anerkennung als Träger von Bildungsurlaub.

Wir sind eine kleine, aber wachsende Organisation mit festen und freien Mitarbeitenden sowie einer Vielzahl an Referent*innen. QVB/Stufe B erfordert, dass wir unsere Arbeitsprozesse schriftlich festhalten inkl. einzelner Schritte, Zuständigkeiten, Kennzahlen. Neben der täglichen Arbeit kommen wir so auf einer Metaebene ins Gespräch, reflektieren Abläufe kritisch und verbessern sie weiter. Prozessbeschreibungen erleichtern zudem die Einarbeitung neuer Referent*innen und die gegenseitige Vertretung im Urlaubs- oder Krankheitsfall. 

Nicht zuletzt stellte sich heraus, dass das Timing genau richtig war. Schon im April 2020 startete unser erster Onlinekurs, seither folgten viele weitere. Unser Angebot hat sich deutlich vergrößert, viele neue Referent*innen sind dazu gekommen. Die zeitlichen Abläufe sind deutlich enger getaktet als bei Präsenzseminaren und erforderten eine gute, neue Abstimmung. Mit den QVB-Instrumenten konnten wir die richtigen Fragen stellen und schnell die wesentlichen Knackpunkte identifizieren – bei allem Aufwand, den es macht, erleichtert uns QVB die Arbeit sehr. 


Foto: Gert Altmann auf Pixabay

Netiquette NL

Netiquette - 7 goldene Regeln über den Umgang mit Menschen im virtuellen Raum

Im Hintergrund ein (Video-)Bild des Chaos, heimlich mitfilmen oder mal kurz zur Haustür abdriften - natürlich konnte Adolf Freiherr von Knigge (1752 - 1796) nicht ahnen, dass der Mensch eines Tages in virtuellen Räumen kommuniziert, doch die Intention seines Werkes "Über den Umgang mit Menschen" (kurz: Knigge) hat im grunde bis heute Bestand. Schließlich ging es schon dem Freiherrn anno dazumal weniger darum, seinen Zeitgenossen strenge Regeln aufzuzwingen, sondern auf die Bedürfnisse und Wünsche anderer einzugehen und diese zu respektieren - und so folgt auf die Etikette die Netiquette.

1. "Sei pünktlich, ordentlich, arbeitsam, fleißig in deinem Beruf!"
Ganz gleich, ob Gastgeber*in oder Teilnehmer*in eines Online-Meetings:

  • Unpünktlich zu sein, gilt gerade in Deutschland als grobe Unhöflichkeit, schließlich stiehlt man jemandem etwas, das man nicht mehr zurückgeben kann: Zeit. Deshalb: Lieber ein paar Minuten früher als zu spät einwählen,.
  • Und nichts ist peinlicher, als wenn man beim Start einer Online-Veranstaltung wahllos Fenster auf dem Desktop öffnet oder noch an grundsätzlich Einstellungen "rumfriemelt". Deshalb: Erst Testen (Ton, Video etc.), dann "Meeting öffnen"!
  • In punkto Ordnung gelten im virtuellen Raum die gleichen Regeln wie beim Gespräch im Büro. Heißt: Sauberer und aufgeräumter Schreibtisch, gutes Licht, dezenter Hintergrund sowie wichtige Unterlagen parat legen.
  • Extra-Tipp: Die Video-Kamera sollte so eingestellt sein, dass man direkt in die Linse schaut. Dann fühlen sich andere persönlich angesprochen

2. "Lerne den Ton der Gesellschaft anzunehmen, in welcher du dich befindest!"

Auch die Vermeidung unliebsamer Hintergrundgeräusche - Räuspern, Husten, Tassengeklapper, Hundegebell etc. - zeugt von Respekt und Höflichkeit. Deshalb: Das Mikrofon von Teilnehmer*innen ist sowohl beim Betreten des Onlineraumes, als auch während Vorträgen standardmäßig stummgeschaltet. Wichtig, wenn man das Wort ergreift: Sprechen Sie deutlich, nicht zu schnell und vor allem "Lassen Sie andere ausreden!"
3. "Man ist viel Wert in der Welt, wenn man sein Fach versteht!"

Eindeutig zum Fach des guten Gastgebers*in gehört - außer es handelt sich um einen festen, regelmäßigen Kreis: Stellen Sie Ihre Gäste zu Beginn einer Webkonferenz kurz vor - das schafft Awareness, schließlich interagiert man ja nicht persönlich.

4. "Sei, was du bist, immer ganz und immer derselbe!"

Aber auch bei Teilnehmenden und Dozent*innen ist Transparenz das A und O. Deshalb: Geben Sie auf der Videoanzeige immer Ihren richtigen Namen mit Vor- und Nachname plus Einrichtung/ Firma an. Und wer sich in einer offenen Gesprächrunde erstmals zu Wort meldet, sollte seinen Namen nennen.
5. "Man sollte nie vergessen, daß die Gesellschaft lieber unterhalten, als unterrichtet werden will!"

Mal kurz nebenher einige Mails abarbeiten, ein neues Garten-Set auf Ebay bestellen oder mit dem Gatten telefonieren? - Das alles kann ziemlich unangenehm werden und zeugt nicht gerade von professioneller Einstellung. Zwar fällt nicht jeder so genannte „Digital Drifter" - also Teilnehmer*innen, die sich während des Meetings anderen Dingen widmen - sofort auf, doch so mancher wird durch das Einstreuen von Feedback-Möglichkeiten entlarvt. Deshalb: Konzentration, meine Damen und Herren! Und sollten Sie wirklich mal kurzzeitig - zum Beispiel für den Paketboten - Ihren Platz verlassen müssen, melden Sie sich dezent über den Chat ab.
Extra-Tipp für Gastgeber im Sinne von "lieber unterhalten als unterrichten": Gestalten Sie Ihre Veranstaltungen möglichst interaktiv und spannend (mit Umfragen, Kommentarwerkzeugen, Chat etc.), so dass die Teilnehmer aktiv einbezogen werden.
6. "... setze Dich immer in Gedanken in andrer Leute Stelle!"

Möchten Sie sich plötzlich und ungewollt im Netz wiederfinden? - Wohl kaum und deshalb gilt: Das Anfertigen von Mitschnitten, Aufzeichnungen oder Screenshots während einer Online-Veranstaltung ist generell weder Gastgebern*innen noch Teilnehmenden erlaubt. Sollten ausnahmsweise doch mal Aufnahmen vorgesehen sein, bedarf es einer vorherigen Information sowie einer gesonderten Zustimmung aller Beteiligten.
7. "Schrecke, zerre, beunruhige und necke niemand!"

Auch wenn im Schulunterricht mehr oder weniger lustige "Störenfriede"- siehe Youtube - den Corona-Alltag erheitern, in der Geschäftswelt sind ungebetene sowie unhöfliche Gäste ein No-Go. Kommt es bei einer Veranstaltung dennoch zu Störungen oder einer unangemessenen Nutzung des Chats, so hat der Gastgeber das uneingeschränkte Recht, einzelne Teilnehmende von der Chatnutzung/ Veranstaltung auszuschließen oder den Chat abzuschalten.


Text: Sabine Löcker; Zitate aus: "Über den Umgang mit Menschen", erschienen 1788 im Schmidt Verlag, Hannover

Fotos: Shafin Al Asad Protic auf pixabay (1), wikimedia commons (1)

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„Keiner bleibt allein!“ - Begleitung für kleine, ehrenamtlich geführte EBWs bringt Motivation für Alle

Wer macht was? Wann verwende ich welches Dokument? Wie sind die Prozesse bei uns geordnet? Welche Bildung geschieht wie und von wem? - Wer für ein kleines Bildungswerk aktiv ist, und all´ die Fragen auf einmal bekommt, könnte sich schnell wie vor einen unüberwindlichen Berg gestellt fühlen und die Flucht ergreifen wollen. Damit das nicht passiert, gibt es in einigen Kirchenkreisen Begleitmodelle zur Implementierung und Sicherung von QVB. Eines stellen wir Ihnen hiermit vor:


Kirchenkreis Ansbach-Würzburg - ein Bericht von der Kirchenkreisbeauftragten Eva-Maria Hartmann:

Als die Zertifizierung mit QVB vor Jahren startete, waren vor allem größere Einrichtungen im ersten Projektdurchgang mit dabei. Schnell war klar, dass kleinere, ehrenamtlich geführte Einrichtungen für die Arbeit mit QVB Unterstützung brauchen werden, um sie mit den Themen rund um Verwaltung, Beschreibung der Einrichtung und Entwicklungsprojekte nicht allein zu lassen oder zu überfordern.

Daher beschloss die AEEB, eine dauerhafte Begleitung für ehrenamtlich geführte und kleine Bildungswerke einzurichten. Eva-Maria Hartmann betreut seitdem hierfür den Kirchenkreis Ansbach-Würzburg und hat eine verlässliche Struktur entwickelt:

  • Kleine Einrichtungen werden in der Region durch Fortbildungen zu QVB, Beratung und Begleitung von der Erstellung des Handbuches bis zu (Re-)Zertifizierungen Schritt für Schritt begleitet. Aufgrund von Regionalisierungsprozessen ergaben sich in den letzten Jahren immer neue Konstellationen.
  • Das jährliche Audit hat auch die Funktion eines „Qualitätszirkels“. So können neue Themen bzw. nächste Schritte in der Weiterentwicklung von QVB deutlich und mit Unterstützung angegangen werden.

Und in Corona-Zeiten? - Erfreulicherweise konnte Corona dem Blick auf Qualität, Handbuch und Entwicklungsprojekte nicht im Wege stehen. 2020 traf man sich mit Hygieneregeln in Präsenz. 2021 konnte der Zirkel online stattfinden. Themen wie Rezertifizierung und Regionalisierung waren oben auf. Trotz aller Verwaltungsthemen, die hinter QVB stecken, spürt man bei Eva-Maria Hartmann, dass sie die Begleitung überzeugt und von Herzen macht. Warum? „Es macht Freude mit den Mitarbeiter*innen die Schritte zu gehen und zu erleben wie mehr Klarheit über die eigene Einrichtung und ihre Strukturen Mut macht, auf weitere Herausforderungen einzugehen. Die erfolgreichen Zertifizierungen zeigen, dass gerade auch kleine EBWs von QVB profitieren und der Stolz über jedes neue Zertifikat berechtigt ist.“ Mit Frau Hartmann wird sich nicht nur um QVB gekümmert, sondern ebenso um selbstsichere, motivierte Mitarbeiter*innen in den EBWs in Unter- und Mittelfranken.


Kontakt: Eva-Maria Hartmann (Dipl.-Pädagogin, Pädagogische Leiterin, Geschäftsführerin EBZ Würzburg): hartmann@schroeder-haus.de


Wenn auch Sie Interesse haben, eines Ihrer "Vorzeige-Projekte" zu präsentieren, melden Sie sich gerne bei unserer Kollegin Ulla Knauer (knauer@aeeb.de)!

Text:
Ulla Knauer
Foto:
pixabay

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News Digital - unsere Kurzinfos rund um das Thema "Digitale Erwachsenenbildung"

Von Videoclips über innovative Netzwerk-Projekte bis hin zu besonderen Digital-Services und Online-Veranstaltungen - hier unsere Neuigkeiten rund um das Thema "Digitale Erwachsenenbildung".

Alexa kann evangelisch beten
Echt cool! - durch den Befehl "Alexa, evangelische Kirche!" kann die Sprachassistentin von Amazon jetzt auch Gebete sprechen, Bibelverse vortragen oder eine Meditation starten. Zu den Anwendungen („Skills“) von Alexa gehören nun auch evangelische Inhalte, teilte der Evangelische Medienverband in Deutschland (EMVD) kürzlich in Frankfurt am Main mit.
Wir sehen diese Skills als große Chance, digital affine Menschen zu erreichen und ihnen auf spielerische Weise Antworten auf Glaubensfragen zu geben und eine geistliche Begleitung für den Alltag anzubieten“, erklärt Projektleiterin Birgit Arndt (Geschäftsführerin im Medienhaus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau in Frankfurt).

Bis Juni soll „Alexa“ sogar noch schlauer werden und Fragen nach Begriffen wie „protestantisch“, „evangelisch“ oder „reformiert“ sowie nach Personen der Bibel und Kirchengeschichte beantworten können. Finanziert mit 60.000 Euro wurde das Projekt nach Angaben von Arndt vom Digitalfond der EKD.

LEARNTEC 2021 in Präsenz abgesagt - als Ersatz: die zweite LEARNTEC xChange

Eigentlich findet die LEARNTEC - Europas größte Veranstaltung für digitale Bildung - jedes Jahr im Januar oder Februar statt. Dieses Jahr wurden Messe und Kongress erst auf den 22. bis 24. Juni verschoben und jetzt leider komplett abgesagt. Als Ersatz wird an diesem Termin stattdessen wieder die kostenlose LEARNTEC xChange stattfinden.

Zum ersten Mal fand die LEARNTEC xChange diesen Februar, am ursprünglichen Termin der LEARNTEC 2021, statt und diente dort als Plattform zum Networking und zur Weiterbildung. Auch dieses Mal wird es wieder zahlreiche Online-Vorträge und virtuelle Diskussionsforen geben.

Kostenlose Tickets können Sie hier buchen:

https://osc.kmkg.de/osc/servlet/rubin.osc.LeiKatServlet?spr=D&act=showLeiGru&leiGruID=%3F&ishop_id=LT21M_ETICKET_V40_OL&vs=q4kKC&t=0404115927

Nähere Infos unter: https://www.evhn.de/fort-weiterbildung/e-fit


Nächste "Virtuelle Kaffeepause" - Thema: Social Media
Termin: 29. Juni von 10:00 bis 11:00 Uhr
Thema: Social Media
Im Rahmen der "Virtuellen Kaffeepause" hält Dr. Jürgen Pelzer, der im Diakonie Kolleg unter anderem für das Thema Digitalisierung zuständig ist, einen Vortrag zum Thema
"Megatrend Konnektivität - Social Media neu entdecken".
Eine An- oder Abmeldung ist nicht erforderlich. Kommen Sie einfach vorbei, wenn Sie gerade Zeit und Lust auf eine gemeinsame Tasse Kaffee oder Tee in virtueller Gesellschaft haben!

Die Einwahldaten zum Zoom-Meeting finden Sie hier


Texte: Alexandra Kohle (Kohle@aeeb.de), Sabine Löcker

Foto: Gert Altmann auf pixabay

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Das war Sophie Scholl - keine Heilige, jedoch voller Tatendrang und Mut

Anfang Mai wäre Sophie Scholl 100 geworden, doch sie starb mit nur 21. - Bekannt geworden durch ihr politisches Engagement sowie als Mitbegründerin der "Weißen Rose" steht der Name Sophie Scholl bis heute für außergewöhnliche Zivilcourage und natürlich haben zahlreiche Medien das Jubiläum aufgegriffen. Ein Projekt sticht dieser Tage aber besonders hervor: die Instagram-Serie "@ichbinsophiescholl" von SWR und BR. Via Live-Stream sowie mit täglichen Fotos und Podcasts gewährt der neue Social-Media-Kanal seinen User*innen Einblicke in das Leben der jungen Studentin - 10 Monate lang in Echtzeit bis zu der Stunde, in der Sophie verhaftet wird.

Aus der Widerstandskämpferin im 2. Weltkrieg wird so eine moderne Influencerin - mit diesem ganz neuen Format will Regisseur Tom Lass vor allem jüngeren Generationen deutsche Geschichte näher bringen und erntet dafür viel Lob und Anerkennung. Die am 4. Mai gestartete Instagram-Story ist ein spannneder Mix aus Fiktion und Dokumentation: Anhand von Archivmaterialien (Tagebücher, Fotos, Flugblätter etc.) hat das Produktionsteam den letzten Lebensmonat von Sophie Scholl akribisch unter die Lupe genommen und vor der Kamera umgesetzt. Typische Insta-Aktionen wie Selfies oder einige Selbstaussagen hingegen entspringen der filmischen Phantasie. 1,7 Millionen Klicks hatte das Anfangsvideo und löste einen regelrechten"@ichbinsophiescholl"-Hype aus.
Doch es gibt auch kritische Stimmen: So schrieb beispielsweise die FAZ in einem ihrer Internetartikel, ob es in punkto Geschichtsvermittlung nicht eher um faktenbasierte Darstellung, als um Instagram-konforme Drehbücher und Follower-Zahlen gehen sollte. Andere Veröffentlichungen warfen im Netz die Frage auf: Ist eine derartige Würdigung wirklich seriös und einer historischen Figur wie Sophie Scholl angemessen? - Schnell kann also ein neuartiger Plot auch zum ethischen Thema werden, letztendlich aber obliegt es allein dem Konsumenten*in über Annahme oder Ablehnung zu entscheiden.
Der Instagram-Account jedenfalls schließt am 18. Februar 2022 mit der Verhaftung von Sophie - realistisch, denn im Gefängnis sind Handys verboten.

Ebenso interessant wie die mediale Berichterstattung anlässlich des Jubiläums, ist gerade für die Evangelische Erwachsenbildung aber auch ein Blick auf das Elternhaus von Sophie Scholl. Wie wurde sie erzogen? Welche Rolle spielte ihr persönlicher Glaube? - Fakten sind: Sophia Magdalena Scholl, kurz Sophie, wird am 9. Mai 1921 geboren und wächst zusammen mit sechs Geschwistern im schwäbischen Forchtenberg und Ulm auf. Die Mutter, Magdalene Scholl, ist vor ihrer Heirat als Diakonissin tätig. Sie ist tiefgläubig und vom pietistisch orientierten Protestantismus geprägt. Sophies Vater Robert hingegen ist nicht religiös, jedoch politisch sehr engagiert. Als Bürgermeister und späterer Inhaber einer Steuerkanzlei hat er sich dem Pazifismus verschrieben, lehnt Hitler sowie die NSDAP von Grund auf ab. - Mit diesem Hintergrund führen die Scholls ein religiös wie politisch sehr liberales Haus und erziehen ihren Nachwuchs für damalige Zeiten in ungewöhnlich offenem Stil: Sie fördern die Talente jedes Kindes individuell, tolerieren und diskutieren diverse Meinungen - eigene Erfahrungen sammeln und daraus Schlussfolgerungen ziehen, ist erwünscht. Auch die junge Sophie profitiert von der Bildung und der freigeistigen Pädagogik ihrer Eltern. Sie spielt Klavier, trägt kurze Haare und liest bereits als Teenager Rilke, Georges Bernanos und die Schriften von Augustinus, welche ihr persönliche Orientierung geben. Selbst als sich Sophie mit Begeisterung und gegen den Willen des Vaters dem "Bund deutscher Mädel" anschließt, lässt man sie gewähren. - Wahrscheinlich sind es gerade diese Offenheit und die Erlaubnis eigenständig zu denken, die bei dem Mädchen nach Hitlers Überfall auf Polen Zweifel am NS-Regime auslösen und den konsequenten Weg in die Opposition ermöglichen.
Inzwischen Studentin in München gründet Sophie 1942 gemeinsam mit ihrem Bruder Hans und weiteren Kommilitonen die bekannte Widerstandsgruppe "Weiße Rose".

Dass in Sophies Leben und bei ihren politischen Aktivitäten stets auch ihr persönlicher Glaube eine große Rolle spielt, lässt sich in Tagebucheinträgen und Briefen erkennen. Hierin stellt sie zum Beispiel die Liebe Gottes über die menschlich-körperliche Liebe, wodurch sie ihre turbulente Liebesbeziehung zu Fritz Hartnagel immer wieder auf Distanz hält. Und auch bei ihrer Festnahme wird Sophies christliche Haltung deutlich: „Ich kann nur wiederholen, dass dieses Mädel … eine Haltung bewahrt hat, die sich nur erklären lässt mit Charakterstärke, ausgeprägter Geschwisterliebe und einer selten tiefen Gläubigkeit,“ lässt SS-Obersturmführer und Kriminalobersekretär Robert Mohr im Protokoll vermerken.

Am 22. Februar 1943 wird Sophie Scholl wegen Hochverrats hingerichtet. Warum es so wichtig ist, an sie zu erinnern? - Weil Gerechtigkeitssinn und Zivilcourage, aber auch eigenständiges Denken, Toleranz und Bildung in allen Zeiten die Basis für eine friedliche, charaktervolle Gesellschaft sind!


Buchtipp:

Robert M. Zoske: „Sophie Scholl. Es reut mich nichts. Porträt einer Widerständigen“;
erschienen im Propyläen Verlag, 448 Seiten; Preis: 24 Euro.


Text:
Ulla Knauer; Sabine Löcker

Foto: SWR, ©SWR/BR/Sommerhaus/Rebecca Rütten

sophie scholl ausstellung

Rebellinnen - Frauen, die die Welt verändert haben

Von Widerstandskämpferin Sophie Scholl (siehe dazu unsere Rubrik Wissenswert) über Reformatorin Argula von Grumbach und Rockröhre Nina Hagen bis hin zu Bundeskanzlerin Angela Merkel - in allen Epochen gab es im deutschsprachigen Raum starke Frauen, die die Welt beeinflusst und verändert haben. Nun werden sie vom Evangelischen Presseverband (EPV) gekonnt in Szene gesetzt.

Mit der Leih-Ausstellung “Rebellinnen - Frauen, die die Welt verändert haben” würdigt der EPV die Aktivitäten und Errungenschaften von Mädchen und Frauen verschiedener Epochen. Viele sind berühmt, einige von ihnen weniger bekannt - eines aber vereint sie alle: Ihr Leben und ihre Taten in Politik, Religion, Sozialwesen oder Wissenschaft haben unsere Gesellschaft geprägt und verändert. Ihre Lebenswege ermutigen uns dazu, unseren eigenen Weg zu gehen und unsere Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.
Die Leihausstellung, die noch in diesem Jahr an den Start gehen soll, umfasst hochwertige Alu-Tafeln inklusive Hängevorrichtung, kostenloses Werbematerial sowie ein digitales medienpädagogisches Paket. Damit eignet sie sich sowohl für Bildungseinrichtungen und Kommunen, als auch für Kirchengemeinden und Museen. 

Weitere Infos unter: www.ausstellung-leihen.de

Haben Sie Lust bei der Ausstellung mitzumachen oder eine Idee, welche Frau auf keinen Fall fehlen sollte?

Dann schreiben Sie Kuratorin Rieke Harmsen eine Mail: rharmsen@epv.de

Oder möchten Sie Partner werden und sich die Ausstellung jetzt schon sichern?
Dann kontaktieren Sie das EPV-Team unter: cme@epv.de

Foto: epv

Die AEEB sucht: pädagogische*n Mitarbeiter*in mit Freude an Erwachsenenbildung und Kommunikation

Wir – die Arbeitsgemeinschaft für Ev. Erwachsenenbildung in Bayern e.V. – suchen: Pädagogische*n Mitarbeiter*in für die Evangelische Erwachsenenbildung mit Schwerpunkt Kommunikation, Vernetzung, Gremienarbeit und Social Media (w/m/d) in Teilzeit.

(20 Stunden/Woche, zunächst befristet bis 31.12.2022 mit Verlängerungsoption)

Sind Sie auf der Suche nach einer flexiblen pädagogischen Tätigkeit im Bereich Erwachsenenbildung, haben Erfahrungen in Verbands- und Vereinsarbeit, lieben Vernetzungsarbeit, haben Ihre Stärken im Bereich Kommunikation, Prozess- und Projektbegleitung und sind Social Media erfahren?

Dann bewerben Sie sich bis zum 31. Mai 2021 bei: Frau Vera Lohel (Geschäftsführung)

Mailto: lohel@aeeb.de oder landesstelle@aeeb.de


Wir freuen uns auf Sie!
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Arbeitsgemeinschaft für Evangelische Erwachsenenbildung in Bayern (AEEB) e.V., Herzog-Wilhelm-Str. 24, 80331 München; Tel: (089) 5434477 – 0; Web: www.aeeb.de


Nähere Infos zur aktuellen Stellenausschreibung finden Sie hier

Raus aus dem Hamsterrad, rein in die "Sekretär*innen-Fachtagung" 2021

Endlich ist es wieder soweit: Aufgrund der aktuell recht positiven Corona-Entwicklung planen wir für Juni eine erste gemeinsame Veranstaltung in Präsenz. - Hiermit laden wir Sie deshalb ganz herzlich zur Teilnahme an unserer alljährlichen "Fachtagung für Sekretär*innen und Mitarbeiter*innen mit Verwaltungsaufgaben" ein.

Motto der diesjährigen Fortbildung: "Leichtigkeit, Selbstfürsorge und Stärkung des Selbstwertgefühls." - In spielerischen Einheiten werden GFK-Trainerin Nathalie Gremme sowie Yogalehrerin Sabine Rosenlehner mit Ihnen in das Thema "„Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) methodisch unterstützt durch Yoga Elemente“ eintauchen und dabei auch aktive Körper- und Atemübungen einsetzen. Ziel ist das Erlernen kleiner umsetzbarer Techniken zur Integration von mehr Achtsamkeit und Wohlfühlmomenten im Alltag und im Büro.
Weiterer Programmpunkt der dreitägigen Veranstaltung wird ein Vortrag unserer AEEB Kollegin Alexandra Kohle (Projektleiterin Digitale Professionalisierung) sein. Hier geht es u.a. um Tipps und Tricks, wie Sie den digitalen Arbeitsalltag besser bewältigen.
Und natürlich bleibt auch dieses Mal wieder Zeit für "Oben auf Themen", gemütliche Austauschrunden und mehr...

Termin: 28. bis 30. Juni 2021
Ort:
Kloster Bernried am Starnberger See


Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung hier

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Mareike Peter NL

Neue Mitarbeiterin für Qualitätsmanagement: Mareike Peter

Seit über neun Jahren ist Diplom-Theologin Mareike Peter im Evangelischen Bildungswerk Freising e.V. als Geschäftsführerin, theologische Leiterin und Qualitätsbeauftragte tätig. Bereits während ihres berufsbegleitenden Studiums im Sozialmanagement lernte sie Qualitätsmanagement als ein ausgezeichnetes Instrumentarium für die Entwicklung von Strukturen in einer Einrichtung neu kennen und lieben.

Im Juni 2021 wird die 39-jährige jetzt eine Ausbildung als Auditorin bei der "Deutschen Gesellschaft für Qualität" (DGQ) beginnen, parallel dazu hat sie  eine damit verbundene neue Tätigkeit in der AEEB im Bereich Qualitätsmanagement. Ziel der Fortbildung bei der DGQ für die Zukunft: Mareike Peter wird den Mitgliedseinrichtungen der AEEB sowohl beratend, als auch begleitend rund um das Thema QVB zur Seite stehen. "Für mich ist QVB ein tolles Reflektionsinstrument, das man unbedingt nutzen sollte. Deshalb freue ich mich sehr auf meine neuen Aufgaben und begleite auch Sie gerne!"

Kontakt: m.peter@ebw-freising.de


Foto: privat

NL Karlheinz Bührer

Beauftragter für den Qualitätsverbund in der DEAE: Karl-Heinz Bührer

Einige kennen ihn sicherlich noch aus früheren Zeiten: Bereits vor ca. zehn Jahren war Karlheinz Bührer als Auditor der Firma procumCert GmbH u.a. in Bayern unterwegs und hat dabei auch einige Mitgliedseinrichtungen der AEEB zertifiziert. Heute ist der studierte Diplom-Pädagoge Beauftragter für den Qualitätsverbund in der DEAE und wirkt dort zum einen an der strukturellen QVB-Weiterentwicklung mit, zum anderen vertritt er den Qualitätsverbund nach innen und außen, ist Ansprechpartner für die Mitglieder und für die inhaltliche Vorbereitung der QVB-Jahrestagung zuständig.

Karlheinz Bührer ist auch als Leadauditor für ISO 9001 und Managementbeauftragter tätig. Erst kürzlich hat er für die AEEB einen Online-Workshop zum Thema "QVB in der Praxis- Prozessmanagement" geleitet. Genau in diesem Thema nämlich liegt einer seiner derzeitigen Schwerpunkte (siehe dazu „forum erwachsenenbildung“ Ausgabe 3/20): „Neue Wege anbahnen statt Analyseschleife pflegen: gezieltes Qualitätsmanagement mit QVB“). 
Ein so verstandenes Qualitätsmanagement“, erklärt QVB-Fachmann Bührer, „ist im Kern der Organisation angekommen und unterstützt eine effektive Steuerung der Prozesse und damit eine Organisationsentwicklung!“


Foto:
privat

Cookies - ein Rezept für datenschutzkonforme Website-Gestaltung

Ist die Datenschutzerklärung Ihrer Website noch aktuell? Brauchen Sie überhaupt eine Zustimmung zur Nutzung von Cookies? - Im folgenden Beitrag erhalten Sie ein "Rezept", mit dem Sie überprüfen können, ob und inwiefern für Ihre Website Handlungsbedarf besteht.

Die meisten haben sich inzwischen daran gewöhnt, dass beim Betreten einer Website ein Hinweis auf die Verwendung von Cookies erscheint. Die Details dazu sollten vom Gesetzgeber in der "ePrivacy-Verordnung" geregelt werden, diese ist allerdings noch nicht in Kraft getreten. Dennoch empfiehlt es sich, nicht weiter abzuwarten, sondern vorsichtshalber auf die Nutzung von Cookies hinzuweisen. Wenn lediglich technisch notwendige Cookies eingesetzt werden, genügt ein so genannter „Cookie-Banner“-Hinweis, bei weiteren Cookies wird ein „Cookie-Consent-Tool“ eingesetzt, bei dem der Nutzer dem Einsatz von Cookies ausdrücklich zustimmen muss.
Es gibt eine Vielzahl von Anbietern für diese Tools, von denen etliche kostenfrei sind. Manche dieser Tools erzeugen auch eine (Teil-) Datenschutzerklärung, daher lohnt es sich, einen kritischen Blick auf solche Texte zu werfen.

Zum Betreiben einer Website ist es unumgänglich, dass die IP-Adressen der Besucher gespeichert werden. Damit verarbeitet jede Website automatisch personenbezogene/ personenbeziehbare Daten. Die Besucher haben das Recht, dass ihnen Informationen zur Verarbeitung ihrer Daten in präziser, transparenter, verständlicher und leicht zugänglicher Form zur Verfügung gestellt werden. Meist werden Einwilligungserklärungen kopiert oder automatisch erzeugt und enthalten dann oft nicht die korrekten oder unvollständige Angaben.

Die Datenschutzerklärung sollte daher folgende Informationen enthalten:

1. Abschnitt:

  • Verantwortliche Stelle
  • Geltendes Datenschutzgesetz (DSG-EKD, nicht DSGVO!)
  • Rechte der Besucher der Homepage
  • Zuständige Aufsichtsbehörde
  • Gesetzlich zu bestellende(r) Datenschutzbeauftragte(r) (wenn in der Regel mindestens zehn Personen ständig mit der Verarbeitung personenbezogener Daten betraut sind bzw. eine umfangreiche Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten stattfindet). Wenn kein Datenschutzbeauftragter bestellt werden muss, ist die Leitung der Einrichtung verantwortlich.
  • Umgang mit der IP-Adresse der Besucher (inkl. Adresse des Providers der Homepage)
  • Umgang mit Cookies
  • Umgang mit Analyse-Tools

2. Abschnitt:

  • Elemente der Homepage, die identifizierende Angaben verlangen (z.B. Newsletter)

3. Abschnitt:

  • Elemente der Homepage, die eine Übermittlung der IP-Adresse an Dritte nach sich ziehen (z.B. Google Maps, Link zu Facebook)

4. Abschnitt:

Zu den einzelnen Elementen der Homepage werden - falls erforderlich - dann folgende Angaben gemacht:

  • Name des Elements (z.B. Newsletter)
  • Zweck des Elements und damit verarbeitete personenbezogene Daten
  • Rechtsgrundlage
  • Informationen zu den damit verbundenen Risiken für die Besucher der Homepage

Zusätzliche Tipps:

1. Automatisch erstellte Datenschutzerklärungen beschreiben oft Funktionen, die gar nicht vorhanden sind. Bitte löschen sie diese, es wirkt sonst schnell unseriös.

2. „Wir nehmen den Schutz Ihrer Daten sehr ernst.“ - Diese Formulierung sollte vermieden werden: es handelt sich um eine gesetzliche Verpflichtung und keinen freiwilligen Service.

3. Es ist nicht nötig, Begriffe zu erklären (Sie können notfalls verlinken). Dies macht die Datenschutzerklärung ansonsten lang und schwer lesbar – es könnte als Versuch gesehen werden über fehlende Angaben hinwegzutäuschen.


Quellen: Vortrag von Hr. Dr. Gutenkunst, Datenschutzregion Süd der EKD, beim Datenschutz-Erfa-Kreis am 04. Mai 2021

https://www.e-recht24.de/artikel/datenschutz/8451-hinweispflicht-fuer-cookies.html#

Text: Beate Gundelach (AEEB Landesstelle)

Welche Regelungen gelten für die Erwachsenenbildung?

Welche Corona-Regelungen gelten für die Erwachsenenbildung? - Diese Frage wird häufig an die AEEB Landesstelle gerichtet, vor allem wenn neue Beschlüsse in Bund und Ländern getroffen werden.

Über unsere Serviceseite www.aeeb.de/corona und die dazugehörige Detailseite informieren wir über die aktuell geltenden Bestimmungen. Dort ist nun auch die konsolidierte 12. Bayrische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 15.05.2021 zu finden, die noch bis 6.6.2021 gültig ist und jüngste Öffnungsschritte enthält, die das Kabinett am 10.5.2021 beschlossen hat.

Allgemein gilt: Erwachsenenbildungsveranstaltungen sind bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 100 in Präsenz zulässig (Vgl. § 20 der BayISMV). Besondere Regelungen gelten u.a. für Sport, Führungen bzw. Erkundungen im Freien sowie für Beherbergungen und touristische Busreisen. Für die letztgenannten sind ab dem 21.5.2021 weitere Öffnungsschritte – abhängig von der 7-Tage-Inzidenz – möglich.

Die konkreten Regelungen sind in § 27 der 12. BayIfSMV nachzulesen und auf unserer  „Corona Detailinfoseite“ unter: https://www.aeeb.de/corona-2-2/ zu finden!

Text: Vera Lohel (AEEB Landesstelle)

Sesam öffne dich

Sesam, öffne dich!

Sesam, öffne dich!“ - An diese geisterhafte Zauberformel aus der Märchenwelt von 1001 Nacht musste ich dieser Tage denken. Bei Alibaba geht es um ein hohes, verschlossenes Felsentor, dahinter ein Schatz und die Hoffnung auf ein wunderbares Leben.
Auch hier und jetzt höre ich die Forderung „Öffne dich!“, höre sie aus dem Fernseher, aus meiner Seele und aus den Mündern meiner Kinder.

Öffne dich!“ - Eingang zum Schwimmbad, fordert meine Mittlere.

Öffne dich!“ - Tür zum Kleiderladen - am besten ohne Termin und Test, damit ich sehen kann, ob der Anorak für meinen Sohn passt.

Öffne dich!“ - auf Hebräisch „Hephata!“ - rief auch Jesus einst einem Taubstummen zu (Markus 7,34). Das Wunder geschieht: Die Ohren öffnen sich. Der Kranke ist geheilt, er kann hören und reden!

Der Unterschied zu heute? - Die Öffnung, das Auftun bei Jesus beginnt im Menschen selbst. Und vielleicht ist genau das der notwendige Fingerzeig: Was ist es tief in mir, in meiner Seele, das Wege nach draußen - eben die Öffnung - sucht? Und wie kann ich meiner Seele helfen, das „Tor“ zu finden?

Spannend bei der Überlieferung des Markus-Evangeliums ist, dass der Kranke nicht auf sich selbst gestellt Jesus aufsucht. Er wird begleitet und gebracht, seine Freunde unterstützen ihn. Scheinbar brauchen wir Menschen wohl immer wieder den Ansporn von außen, um auf richtige oder neue Wege gebracht zu werden. Der Impuls kann aus der Familie kommen, von Nachbarn oder Freunden, aus einer Gemeinschaft oder von einem guten Lehrer*in.

Wenn Bildung den Menschen und seine Bedürfnisse sieht, schenkt sie den Mut zu neuen, heilsamen Begegnungen. So kann sich auch die Evangelische Erwachsenenbildung einreihen in das „Hephata!“ Jesu. Aus Teilnehmersicht kann bereits die Anmeldung zu einer Veranstaltung, einer Reihe oder einem Ausflug, der erste besondere Schritt sein:
Die Bereitschaft für neue Denkanstöße - sie beginnt in uns selbst.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen schöne, erholsame Pfingstfeiertage und ein stetiges "Sesam öffne dich!"


Ihre Ulla Knauer (AEEB-Landesstelle)


Foto
: pexels auf pixabay

Juni

ONLINE: TextWerkstatt - Storytelling

08.06.2021; 9.00 - 12.30 Uhr

Wie lassen sich Social-Media-Kanäle spannender gestalten? Wie können Sie über Veranstaltungsankündigungen hinaus für mehr Unterhaltung und Likes sorgen? - Das Zauberwort heißt Storytelling - und die gute Nachricht ist: Storytelling (zu deutsch: Geschichten erzählen) geht leichter als gedacht.

Unter dem Motto "Statt Werbung für Veranstaltungen >> Stories für Zielgruppen!" stellt Ihnen Medienexperte Günter Frosch die neuesten Online-Trends und Hintergründe in Sachen Storytelling vor und zeigt Ihnen anhand praktischer Übungen wie dieses aussieht und funktioniert.

Referent: Günter Frosch
Kosten: 60 Euro

Anmeldungen hier 

Veranstalter: AEEB
Juni

Tool Time: TEDME

17.06.2021; 9.00 - 10.00 Uhr

In unserer neuen Veranstaltungsreihe "Tool Time" wird jeweils ein anderes E-Learning Tool im Rahmen einer kleinen Gruppe (max. 6 TN) getestet und hinsichtlich seines Nutzens diskutiert. Dieses Mal: TEDME - mit diesem Tool können Sie interaktive Präsentationen und Umfragen (auch für den hybriden Kontext) gestalten. Deswegen empfehlenswert: Bitte halten Sie zusätzlich ein Smartphone parat.
Wenn Sie die Gelegenheit nutzen wollen und im geschützten Rahmen selbst die Einführung des Tools übernehmen oder ein Tool für einen weiteren Termin vorschlagen möchten, nehmen Sie bitte mit der Referentin Kontakt auf: kohle(at)aeeb.de


Referentin: Alexandra Kohle
Kosten: kostenfrei


Anmeldungen hier


Veranstalter: AEEB


Juni
ONLINE: Marketing - ein Mix aus Online und Print

22.06.2021; 9.00 - 10.00 Uhr

Alles online, oder was? - Keinesfalls, meint Medienexperte Günter Frosch und stellt Ihnen im Rahmen seiner bereits etablierten Textwerkstatt unterschiedlichste Werbeinstrumente (Newsletter, Radiowerbung , Flyer, Facebook, Instagramm, Events etc.) vor. - Um keine Zielgruppen/ Kunden zu verlieren, ist auch weiterhin ein Mix aus Print und Online notwendig!
In Übungen werden darüber hinaus verschiedene Textsorten "durchdekliniert".


Referent:
Günter Frosch
Kosten: 60 €


Anmeldungen hier


Veranstalter: AEEB

Juni

Fortbildung für Mitarbeiter*innen in der Verwaltung/ Sekretariat

28.6. - 30.06.2021 in Bernried

Diese Tagung gehört zum festen Forbildungsrepertoire der AEEB. Jährlich laden wir im Sommer Mitarbeitende aus den Sekretariaten bzw. der Verwaltung der Erwachsenenbildungseinrichtungen in Bayern ein, besondere Themen aus dem Berufsalltag gemeinsam "unter die Lupe" zu nehmen.
Themen der diesjährigen Fortbildung:
1. „Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) methodisch unterstützt durch Yoga Elemente“
2. "Digitale Arbeitswelt"

Referent*innen: GFK-Trainerin Nathalie Gremme, Yogalehrerin Sabine Rosenlehner und Alexandra Kohle (AEEB Projektleiterin Digitale Professionalisierung)

Kosten: 130 €


Anmeldungen hier


Veranstalter: AEEB

Ohne Termin

Weitere Online-Angebote

Digitale Angebote von verschiedenen Veranstaltern finden Sie auf unserer AEEB-Homepage unter "Service / Bildung Digital".


Veranstalter: diverse