Newsletter März 2021

Button: Mail an Landesstelle
auf_einen_klick_1

Inhaltsverzeichnis:

Aktuelles:
1. Kirchliche Trauerarbeit in Zeiten von Corona - ein Bericht von Dr. Bernd Rother aus dem EBW Rosenheim-Ebersberg
2. Professionalität und Herzlichkeit - in memoriam Dorathea Strichau
3. Ostern, die Zukunftskategorie einer vulnerablen Gesellschaft - ein Kommentar von Prof. Dr. Hans Jürgen Luibl + Buchtipp
4. Engagement mit * - bewerben Sie sich jetzt für den ELKB Ehrenamtspreis 2021
5. Regionalisierung 2021 - Startschuss für das neue EBW NAH
6. Gratulation - Dr. Tatjana Schnütgen (EBW Regensburg) erhält den Hanns-Lilje-Stiftungspreis 2021
7. Spotlight: Gemeinsam trauern und Abschied nehmen - zwei Erfahrungsberichte aus dem EBW München und dem EBW Tauber und Aisch
8. News digital: Aktuelle Nachrichten aus den Bereichen digitale Erwachsenenbildung und Social Media
9. Wissenswert: Chai - 1700 Jahre Judentum und jüdisches Leben in Deutschland
10. Verstärkt die Bildungsarbeit im Dekanat Hof/ Naila: Kristin Möckel
11. Abschied vom EBW Neumarkt: Klaus Eifler geht in den Ruhestand

Bürokratisches "leicht gemacht":
1. Mitgliederversammlung 2021: Die AEEB sucht freiwillige Kandidaten für einen Wahlausschuss 


Grußwort: Auf der Suche nach dem Leben...

Veranstaltungen und Digitalangebote

trauer NL

Wohin mit der Trauer? - Kirchliche Trauerarbeit in Zeiten von Corona

So wie der Tod zum Leben, so gehört auch die Trauerarbeit zu den fundamentalen  Aufgaben evangelischer Erwachsenenbildung. - Doch was passiert mit dieser wichtigen Säule unserer Arbeit in Zeiten von Corona? - Ist würdiges Abschied nehmen dieser Tage überhaupt noch möglich, und wie geht es den Hinterbliebenen der Toten angesichts von Kontaktbeschränkungen und Hygienevorschriften? - Über seine Erfahrungen mit Trauer im pandemischen Alltag sowie die Möglichkeiten kirchlicher Angebote, hier ein Bericht von Dr. Bernd Rother, Gemeindepfarrer und Referent für religiöse Bildung im EBW Rosenheim-Ebersberg.

 

Wer einen Menschen verloren hat, der lieb und wertvoll war, merkt das meist mitten im Alltag. Kein Anruf, kein Besuch, kein Rat mehr, den man bei nunmehr Verstorbenen einholen könnte. Das tut weh und macht schmerzhaft bewusst, dass die gemeinsame Wegstrecke zu Ende gegangen ist. Gerade bei diesen kleinen alltäglichen Anlässen nagt die Frage: wohin mit meiner Trauer?

Als Pfarrer stehe ich öfter am Grab. Trauergesellschaften sind jetzt deutlich kleiner. Das ist den Corona-Auflagen geschuldet - und ich halte das auch für sehr sinnvoll. Gerade in dem Moment, wenn Sarg oder Urne beigesetzt werden, ist der Abschied quasi mit Händen zu greifen. Dieser Augenblick schmerzt so sehr, dass viele sich nach Nähe sehnen. Distanz hygienegerecht zu wahren, ist kaum auszuhalten. Da macht eine geringe Zahl an Kontakten bei der Bestattung Sinn.

Zugleich fehlen deshalb oft genug am Grab gerade diejenigen, die einen auf dem letzten gemeinsamen Wegstück unterstützt haben. Mit der Beisetzung fehlt dann ein ganz wesentliches gemeinsames Erlebnis, das unter normalen Umständen verbinden und helfen kann, gemeinsam in die Trauer hineinzufinden. In Zeiten wie diesen die zweite Verlusterfahrung, wenn man etwa seinen Verstorbenen in Pflegeheim oder Krankenhaus kaum besuchen konnte.

Trauer kann heutzutage ganz unterschiedlich aussehen. Schon immer gab es die, die das nur für eine Familienangelegenheit halten. Immer mehr Menschen suchen sich allerdings Unterstützung im Freundeskreis oder gar in professionellen Angeboten der Trauerbegleitung, einzeln oder in einer Gruppe, die die Abschiedserfahrung eint. - Hier ist auch unter Pandemiebedingungen so einiges möglich (siehe dazu auch unsere Rubrik "Spotlight"):

Die Zahl der Zoom-Erfahrenen nimmt stetig zu und auch im Rahmen theologischer oder philosophischer Online-Kurse kommt es zu existentiellen Gesprächen. Wer gespürt hat, dass ein Beerdigungsgespräch per Telefon ebenso Kraft und Halt geben kann, kann sich leichter auf Online-Trauerarbeit einlassen. Außerdem können, wenn es Inzidenz und Witterung zulassen, Spaziergänge und Treffen unter freiem Himmel eine gute Möglichkeit sein. - Evangelische Erwachsenenbildung hat die Chance, kreativ der österlichen Hoffnung Ausdruck zu verleihen: dass das Leben über den Tod siegt!


Foto: EnriqueMeseguez auf pixabay

The Azalea flowering trees in public park in Palermo district in Buenos Aires city.

Professionalität und Herzlichkeit - in memoriam
Dorathea Strichau (22.4.1952 - 2.3.2021)

Die Familie, Freunde, Kollegen und andere Weggefährten, sie alle trauern dieser Tage um die so plötzlich und unerwartet verstorbene Dorathea Strichau, die über 20 Jahre als pädagogische Leiterin bei uns in der AEEB-Landesstelle tätig war. - Ein Memorandum von Andreas Seiverth, ehemaliger Bundesgeschäftsführer der DEAE, enger Kollege und Freund der Toten.

Nach 23 Jahren Berufstätigkeit in Bayern kehrte Thea Strichau in den Norden zurück, wo sie am 22. April 1952 in Neubörn geboren wurde. Auch im sogenannten Ruhestand hat sie im Fortbildungskurs des Evangelischen Bildungswerks Bremen „Basisqualifikation Erwachsenenbildung“ mitgearbeitet. In diesem Engagement zeigte sich noch einmal, was ihr Berufs- und Lebensthema war: Die Professionalisierung der ev. Erwachsenenbildung voranzubringen und insbesondere der Gruppe der nicht hauptberuflichen Mitarbeiter/-innen ein professionelles Selbstbewusstsein zu vermitteln.
Was Thea auszeichnete, war ihr ebenso reflektiertes wie klar artikulierbares Rollenverständnis als „pädagogische Leiterin“ der AEEB, wo sie ab dem 1. Juni 1994 tätig war. Die lebensgeschichtliche Voraussetzung für dieses professionelle Selbstverständnis war ein Bildungs- und Berufsweg, der mit einem Studium an der Kieler FH für Sozialwesen sowie einem anschließenden Sozialpädagogik-Studium (Schwerpunkt Jugend- und Erwachsenenbildung) begonnen hatte. Nach ihrer nebenberuflichen Mitarbeit im Landesjugendpfarramt der nordelbischen Kirche und einem Jahr projektbezogener Mitarbeit an diversen Volkshochschulen wurde sie stellvertretende Leiterin des Jugendhofes Steinkimmen.  

Für ihre Arbeit als pädagogische Leiterin der AEEB waren zwei Zielvorstellungen leitend: Zum einen galt es durch Fortbildungsarbeit bei den nicht hauptamtlichen Mitarbeitenden ein Fach- und „Identitätsbewusstsein als Erwachsenenbildner/-innen“ zu verankern. Zum anderen verfolgte sie die programmatische Idee, Programmentwicklung mit Organisationsentwicklung zu verbinden. Besonders eindrucksvoll gelang ihr dies in ihrem letzten großen Projekt, dem Elternkurs „Auf eigenen Beinen stehen“. Zuvor setze sie ihre ganze Kompetenz sowie ihre vorbehaltlose Lern- und Kooperationsbereitschaft dafür ein, das Qualitätsmanagementsystem (QVB) erfolgreich in der AEEB einzuführen.      

Doch den Herzschlag ihres beruflichen Selbstverständnisses und ihrer Idee einer stärkend-lebensdienlichen Persönlichkeitsbildung konnte man vor allem spüren, wenn man sie als Kursleiterin - beispielsweise im Seminar „Biographisches Lernen“  - erleben durfte. Sie beherrschte die Kunst, eine didaktisch präzise Planung des Seminarverlaufs auch in unvorhersehbaren Situationen durch kreative Spontanität in der Balance zu halten und dabei noch ungezwungen zu lachen. In ihr wurde das Bild einer Erwachsenbildnerin lebendig, die lebte, was sie lehrte.
Am 2. März ist Thea Strichau völlig unerwartet gestorben. Als Kollegin und Freundin, die in unnachahmlicher Weise fachliche und menschliche Kompetenz verkörperte, wird sie uns in lebendiger Erinnerung bleiben – und uns schmerzlich fehlen!"

Den vollständigen Nachruf von Andreas Seiverth für "Forum Erwachsenenbildung" finden Sie ab dem 27. April 2021 hier.

Foto: Natalia SO für i-stock

Achilles Text NL

Ostern - die Zukunftskategorie einer vulnarabelen Gesellschaft

Verwundbarkeit, lateinisch Vulnerabilität, ist ein Wort des öffentlichen Diskurses geworden. Zuerst schleichend steht es mittlerweile als ein zentraler Begriff für gesellschaftliche Entwicklungen und individuelle Wahrnehmungen – und auch als ein Schlüsselbegriff für die und in der Coronakrise.

Ein Kommentar von Prof. Dr. Hans Jürgen Luibl

An Fahrt aufgenommen und ins Zentrum globalen gesellschaftspolitischen Handelns gerückt ist das Wort Verwundbarkeit durch Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrer Rede auf dem Weltwirtschaftsforum 2021: „Uns wurde unsere Verwundbarkeit aufgezeigt. Trotz aller Technik und allem was wir können, bleiben wir von der Natur abhängig.“ Es ist eine doppelte Abhängigkeit, die Merkel sieht - die von natürlichen Ressourcen und die in globalen Lieferketten. „Die Krise hat uns gezeigt, wie fest wir auf der gesamten Welt voneinander abhängen und miteinander verbunden sind!

Risikosteigerung - von 9/11 zum Coronavirus
Allerdings darf und sollte Verwundbarkeit nicht nur auf die aktuelle Epidemie reduziert werden, sie ist auch Signum einer längerfristigen, weltweiten Entwicklung: nämlich die Anfälligkeit des Menschen und ja, auch der Menschheit in Zeiten steigender globaler und zunehmend individualisierter Risiken. Aus der Risikogesellschaft - ein 1986 vom deutschen Soziologen Ulrich Beck geprägtes Schlagwort - ist mittlerweile die Risikowelt oder neuerdings die Weltrisikogesellschaft geworden. Ist mit dem Begriff Risiko dann noch die Idee von Einsatz und möglichem Gewinn - ökonomisch und/oder militärisch - verbunden, so verweist Verwundbarkeit auf eine andere, unterbelichtete Seite dieses Spiels - als da sind Verluste und Verlierer, Wunden und Niederlagen. Oder zugespitzt: Risiko, das ist das Spiel des Lebens, das wir seit Jahrzehnten wie eine Art globales, russisches Roulette vollführen - und bei dem wir nun erst merken, dass der nächste Schuss jene Patrone ist, die uns umbringt.

Die Idee der globalen Verwundbarkeit zeigte sich am 11. September 2001 par excellence - beim Terroranschlag des politischen Islamismus auf die USA, auf die Wahrzeichen einer starken und beherrschenden Großmacht. Die Botschaft der Bilder war und ist klar: Amerika ist angreifbar, verwundbar und am Ende besiegbar. Denn wie gut auch immer eine technische, militärisch-ökonomische Vorherrschaft sei, sie kann unterlaufen werden. Das Mittel dafür heißt Terror, der bis heute geblieben ist und sich verstärkt bis hin zum Staatsterrorismus zeigt - dafür stehen nicht zuletzt Vergiftungsaktionen wie im Fall Nawalny oder Drohneneinsätze.

Prägen Geschehnisse wie 9/11 die Wahrnehmung einer Generation? - Zumindest entfallen gewohnte Sicherheitsvorstellungen. Es ist etwas Neues für eine europäische Generation, die in Friedenszeiten groß geworden ist. Zumal zu der Erkenntnis der Verwundbarkeit noch eine andere, nicht weniger irritierende hinzukommt: dass moderne Wirtschaftssysteme selber angriffig sind und verwunden - von der Ausbeutung der Natur über durch Kinderhände erarbeitete Billigwaren bis hin zu einer immer stärkeren Ausdifferenzierung von arm und reich (siehe 6.  Armuts- und Reichtumsbericht). - Das Ende der Unschuld ist gekommen: wir sind verwundbar und verwunden, sind potentielle Opfer und zugleich das Messer …


WEITERLESEN hier

Foto: Oberholster Venita auf pixabay

comic-NL

"Unfollow" - Cooler Comic über den Social-Media-Star und Umwelt-Messias Earthboi

Noch auf der Suche nach einem kleinen Ostergeschenk? - Der im oben stehenden Kommentar erwähnte Comic "Unfollow" über den medienaffinen Umwelt-Messias Earthboi ist sowohl inhaltlich, als auch optisch eine freudige Überraschung.

Inhalt: Comics lieben es den Anfang ihrer Story ans Ende der Welt zusetzen - so auch die Graphic Novel  „Unfollow“ von Lukas Jüliger. Doch dann tritt der jugendliche Waisenknabe Earthboi, der auf rätselhafte Weise menschgewordene Erdgeschichte ist, in Erscheinung. Entsetzt über die verheerenden, unwiderruflichen Auswirkungen des Anthropozäns auf die Natur, flieht er aus dem Heim in den Wald, um die Erde zu heilen und eine bessere Welt zu erschaffen. Fernab der Zivilisation, jedoch verbunden über Laptop und Internet, teilt Earthboi via Posts und Videos sein Wissen und wird für die globale Gemeinde seiner Follower zu einer Art Umwelt-Messias...
Aus ungewöhnlicher, anonymer Perspektive – es erzählen die fanatischen Follower der Hauptfigur –inszeniert Lukas Jüliger eine moderne Fabel über alternative Lebensentwürfe, die Klimakrise und die bizarren Auswüchse der Influencer-Kultur…


Titel: Unfollow

Autor: Lukas Jüliger

Verlag: erschienen 2020 als Taschenbuch im Reprodukt Verlag , Berlin

ISBN 978-3-95640-217-3
Preis: 18 €

Fotos: Reprodukt Verlag, Berlin

Engagement mit * - jetzt bewerben für den ELKB Ehrenamtspreis 2021

Bereits zum elften Mal schreibt die Evang. - Luth. Kirche in Bayern (ELKB) 2021 einen Ehrenamtspreis  aus, um vorbildliche ehrenamtliche Projekte zu fördern. Doch gerade der diesjährige Ehrenamtspreis, so erklärt der zuständige ELKB-Fachbeirat, bedarf angesichts von Corona einer ganz besonderen Würdigung und trägt deshalb das Motto „Engagement mit * - Ehrenamt in besonderer Zeit“.


Denn auch wenn sie manchmal nicht in der ersten Reihe sichtbar waren, hat Ehrenamtliches Engagement – von der (Mit-)Entwicklung neuer Gottesdienstformate über digitales Kontakt halten bis hin zu vollen Geschenktüten an Zäunen und Wäscheleinen - die vergangenen Monate an vielen Stellen heller und bunter gemacht. - Der ELKB- Fachbeirat sucht deshalb inspirierende Projekte, die von Ehrenamtlichen getragen sind und die dieses besondere Pandemiejahr auf ihre Weise beschreiben.


Wichtig für Bewerber:

  • Die Projekte müssen (überwiegend) ehrenamtlich getragen sein,
  • berücksichtigt werden Projekte / Formate / realisierte Ideen (keine Einzelpersonen) aus Gemeinden, Dekanaten, Kirchenkreisen, landesweiten Diensten und Einrichtungen der ELKB aus dem Zeitraum März 2020 bis Mai 2021,
  • es ist unerheblich, ob Sie ein Ihnen bekanntes oder Ihr eigenes Projekt / Format / Idee vorschlagen,
  • eine Kooperation mit der Diakonie ist dabei möglich.


Einsendeschluss: 10. Juni 2021


Krönendes Finale:

Insgesamt werden 12 Projekte prämiert und mit einem Preisgeld von je 1000 Euro belohnt. Die Preisverleihung ist für Dezember 2021 geplant (je nach Corona-Lage live oder digital) und soll im Rahmen einer öffentlichen Würdigung im Kirchenkreis Ansbach-Würzburg (Kloster Heidenheim) stattfinden.


Die vollständige Ausschreibung zum Ehrenamtspreis 2021 finden Sie hier


Für weitere Fragen steht Ihnen der ELKB Fachbeirat Ehrenamt gerne per Mail unter ehrenamt@afg-elkb.de zur Verfügung.

Text: Sabine Löcker

Regionalisierung 2021 - das neue EBW NAH

Am 18. März 2021 stimmte die Mitgliederversammlung des EBW Neumarkt e.V. mit überwältigender Mehrheit einer Satzungsänderung zu. Diese ermöglicht in Zukunft den Kirchengemeinden aus den Dekanatsbezirken Altdorf und Hersbruck den Beitritt zu dem dann neuen EBW NAH (Neumarkt, Altdorf, Hersbruck) - NAH an den Menschen. Dies ist ein wichtiger Schritt für eine gemeinsame Entwicklung der Erwachsenenbildung in der Region, sind sich die Vorsitzenden, Dekanin Christiane Murner, Geschäftsführer Diakon Klaus Eifler und Projektmanager Pfarrer Martin Hoepfner einig.
Der Entscheidung sind intensive Gespräche mit Dekanen und Beauftragten für die Erwachsenenbildung vorausgegangen. Fachlich begleitet wurde der Prozess von der AEEB.

Text: Klaus Eifel (Geschäftsführung EBW Neumarkt)

Gratulation - Dr. Tatjana Schnütgen erhält einen der Hanns-Lilje-Stiftungspreise 2021

Wie soeben aus einer Pressemitteilung bekannt wurde, gehört Dr. Tatjana Schnütgen zu den Gewinnern des begehrten Hans-Lilje-Stiftungspreises 2021. - Passend zum diesjährigen Thementitel „Die bildende Kraft von Kunst und Kultur“ überzeugte die Theologin und Fachbereichsleiterin im EBW Regensburg mit ihrer Dissertation „Tanz zwischen Ästhetik und Spiritualität. Theoretische und empirische Annäherungen, Göttingen 2019 “.


Wir zeichnen 2021 eine Wissenschaftlerin und Künstler/-innen aus, die mit ihren hochgradig innovativen Beiträgen aktuelle Debatten in der Begegnung von Kunst und Kultur mit Kirche und Theologie anstoßen. Sie leisten damit einen beispielgebenden Beitrag, die Diversität unserer Gesellschaft und Kirche produktiv zu gestalten", lobt Prof. Dr. Christoph Dahling-Sander, Sekretär der Hanns-Lilje-Stiftung, die diesjährigen Preisträger.

Gewinnerin in der Kategorie "Wissenschaftspreis" (10.000 €): Dr. Tatjana Schnütgen.

"Mit ihrer innovativen Dissertation zu Tanz und Spiritualität auf höchstem Niveau", so das Urteil der Jury, "eröffnet Tatjana Schnütgen neue Perspektiven und stößt fällige Debatten an. Sie reflektiert exzellent zeitgenössische Tanzkunst als ästhetische Erfahrung, die spirituelle Räume eröffnen kann, ohne dass diese Erfahrungen theologisch vereinnahmt werden."

Des Weiteren ausgezeichnet wurde das hannoversche „Asambura-Ensemble“ („Initiativiativpreis“, 10.000 €) sowie die bildenden Künstlerinnen Susan Donath und Nikola Sarić  ("Sonderpreise", 5000 €).


Die AEEB-Landestelle sagt: herzlichen Glückwunsch!

(Der Hanns-Lilje-Stiftungspreis wird alle zwei Jahre zu wechselnden Themen verliehen wird und gilt als höchstdotierter Preis einer kirchlichen Stiftung. Weitere Infos unter: www.lilje-stiftung.de; www.facebook.com/liljestiftung; www.twitter.com/liljestiftung)


Text:
Sabine Löcker

spotlight 1

Gemeinsam trauern und Abschied nehmen - wertvolle Angebote der Evangelischen Erwachsenbildung

Während einer Tasse Kaffee über den persönlichen Verlust reden, sich über die notwendige Bürokratie austauschen oder den Kummer gemeinsam von der Seele laufen - erfahrene Erwachsenenbildner, die vor Ort und ganz praktisch Trauerarbeit leisten, wissen, wie wichtig solche Dinge für trauernde Angehörige sind. Um diese Menschen auch weiterhin unterstützen zu können, sind viele Einrichtungen kreativ geworden. Hier zwei tolle, coronakonforme Trauerarbeits-Angebote.


"Café für die Seele" gibt´s jetzt im Online-Format - es berichtet Karin Wolf aus dem EBW München:

"Treffpunkt für Menschen, die Abschied nehmen mussten von einem lieben Menschen oder die aus einem anderen Grund eine Lücke in ihrem Leben auszuhalten haben" - Bereits seit 2008 lädt das EBW München mit diesen Worten auf seiner Homepage zum so genannten "Café für die Seele" ein. Highlight des offenen Angebotes: Bei jedem Treffen präsentieren ein oder mehrere Referenten/-innen Impulse, die im weitesten Sinne auf die Trauer der Teilnehmer eingehen. Doch mit dem ersten Lockdown kam leider auch das Aus für diese "vor Ort"-Veranstaltung. Zwar wurde das Trauercafé im Sommer - unter strenger Einhaltung eines Hygienekonzeptes, das heißt mit persönlicher Anmeldung und stark eingeschränkter Teilnehmerzahl - kurzzeitig wiedereröffnet, aber die Anmeldungen überstiegen stets die zur Verfügung stehenden Plätze. Hinzu kam, dass viele Menschen während der Corona-Pandemie nur noch ungern ihr Zuhause verließen. Deshalb hat das Leitende Team in Rücksprache mit dem EBW entschieden, das "Café für die Seele" ab Dezember 2020 online anzubieten. "Aktuell schalten sich 20 bis 30 Besucher/-innen online zu, die sehr dankbar für den Austausch sind - auch wenn ein digitales Gespräch als weniger direkt und weniger sinnlich empfunden wird als die beliebten Live-Veranstaltungen", erzählt Karin Wolf. Und deshalb soll das neue Online-Angebot, das aus Mitteln des Dekanats München, der Georg-Mörtl-Stiftung, dem Rotary Club Blutenburg und direkten Spenden gefördert wird, bis Ende 2021 bestehen bleiben.


Nächstes Online-Trauercafé: 26. April, ab 15.00 Uhr

Weiter Infos finden Sie hier
"Cafe für die Seele" - Videoclip hier

Pilgertage auf dem fränkischen Jakobsweg - es berichtet Maria Rummel aus dem EBW Zwischen Tauber und Aisch:

Coronakonform und damit auch nicht mit der üblichen Übernachtung lädt "Bildung evangelisch zwischen Tauber und Aisch" Trauernde auch weiterhin zur einem zweitägigen Pilger-Angebot ein. Zu Fuß, mit Austausch- und Schweigephasen geht es von Uffenheim nach Rothenburg o.d.T., wobei sich die Teilnehmer am Ende des ersten Tages verabschieden und sich erst am nächsten Morgen wieder treffen.
Bei der Pilgertour für Trauernde fällt mir immer wieder auf, wie entspannt und selbstverständlich die Teilnehmenden einander erzählen, miteinander weinen und lachen", berichtet Maria Rummel, die als qualifizierte Trauer- und Pilgerbegleiterin im EBW arbeitet. "Die Trauernden fühlen sich „unter Ihres Gleichen“ und haben weniger Hemmungen als im Alltag, sich auch mal wieder zu freuen. Natürlich fließen hier mehr Tränen als bei Touren zu anderen Themen, aber die Tränen werden wertschätzend aufgefangen und geteilt. Gerade bei Trauernden habe ich oft gehört, dass es ihnen gut getan hat, körperlich an ihre Grenzen zu kommen, weil ihnen genau das Mut gemacht hat, auch Anderes bewältigen zu können.


Nächste geplante Pilgertour: 17. - 18. April 2021

Weitere Infos finden Sie hier

Wenn auch Sie Interesse haben, eines Ihrer "Vorzeige-Projekte" zu präsentieren, melden Sie sich gerne bei unserer Kollegin Ulla Knauer (knauer@aeeb.de)!

Texte:
Karin Wolf (ebw München), Pfrin Dr. Iris Geyer und  Pfr. Martin Stählin (Leitungs-Team); Maria Rummel
Foto:
pixabay

news-4027678_640
News Digital - unsere Kurzinfos rund um das Thema "Digitale Erwachsenenbildung"

Von Videoclips über innovative Netzwerk-Projekte bis hin zu besonderen Digital-Services und Online-Veranstaltungen - hier unsere Neuigkeiten rund um das Thema "Digitale Erwachsenenbildung".

Virtueller Friedhof der bayrischen Landeskirche
Erinnerungen pflegen, Mitgefühl zeigen und dankbar auf die Zeit mit einem geschätzten Menschen zurückblicken - was während der Corona-Pandemie auf dem Friedhof vielen Trauernden versagt bleibt, ermöglicht die bayerische Landeskirche jetzt zumindest online.
Unter www.gedenkenswert.de haben Angehörige, Freunde oder auch Kollegen die Möglichkeit eine Gedenkseite zu erstellen und mit einem Foto, einem kurzen Text und/ oder einer angezündeten Kerze ihnen nahestehende Verstorbene zu würdigen.

"Corona hat auch mit Blick auf die Abschiedskultur einen Digitalisierungsschub ausgelöst" teilte der Projektverantwortliche Rainer Liepold am Sonntag dem Evangelischen Pressedienst (epd) mit.
Er sei sich aber sicher, dass das Bedürfnis nach einem Online-Friedhof unabhängig von den aktuellen Beschränkungen bestehe. "Gerade bei unseren Abschieden brauchen wir ein soziales Netz" betonte er. Aufgrund der zunehmenden Mobilität und hoher Arbeitsbelastung verlören viele Menschen die Pflege eines Grabes aus dem Auge, obwohl ihnen die Erinnerungen an den Verstorbenen eigentlich wichtig wären. An dieser Stelle sei die digitale Vernetzung eine große Chance.

Quelle: epd


AEEB intern: Neue Veranstaltungsplattform Bildung Evangelisch Digital sowie Relaunch der Homepage-Startseite
Nicht nur die Landeskirche, sondern auch die AEEB vollzieht weitere, wichtige Schritte in Richtung Digitalisierung und damit in die Zukunft:
  • Die Entwicklung der Lern- und Veranstaltungsplattform „Bildung Evangelisch Digital“ geht stetig voran und wir freuen uns sehr, dass sich schon bald jeder unser neues Online-Portal - mit Veranstaltungen, Videoplaylist und Podcastreihen - genauer ansehen kann.
  • Wer Interesse daran hat, die neue Plattform bereits jetzt zu testen oder selbst produzierte Video- und/ oder Podcast-Reihen einstellen möchte, wird gebeten mit Projektleiterin Alexandra Kohle (kohle@aeeb.de) Kontakt aufzunehmen.
    (Bereits fertige Videos oder Podcasts dürfen Sie gerne einfach per Link sowie mit einem Bild (400 x 600 px) mitschicken.)
  • Lebendiger, übersichtlicher und mit einer Mediathek - parallel zur neuen Veranstaltungsplattform haben wir auch die Startseite unserer AEEB-Homepage umgestaltet. - Einen Blick darauf werfen, können Sie hier

Nächste "Virtuelle Kaffeepause" - Thema: hybride Veranstaltungen
Am 19. April von 10:00 bis 11:00 Uhr wird Herr Gunter Wissel, der einen "Think Tank" zu hybriden Veranstaltungen leitet, einen Vortrag zu genau diesem Thema halten.
Eine Anmeldung ist wie immer nicht nötig - Kommen Sie einfach vorbei, wenn Sie Zeit und Lust auf eine gemeinsame Tasse Kaffee oder Tee in virtueller Gesellschaft haben!

Die Einwahldaten zum Zoom-Meeting finden Sie hier


Texte: Alexandra Kohle (Kohle@aeeb.de); Sabine Löcker

Foto: Gert Altmann auf pixabay

Briefmarke

Chai - 1700 Jahre Judentum und jüdisches Leben in Deutschland

1700 Jahre Judentum und jüdisches Leben in Deutschland - was mit einem kaiserlichen Dekret anno 321 begann, wird in diesem Jahr zu einem großen, bundesweiten Festakt. Unter dem Namen #2021JLID und unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier werden über 1000 Veranstaltungen (Konzerte, Ausstellungen, Musik, ein Podcast, Video-Projekte, Theater Filme etc.) dafür sorgen, jüdisches Leben sichtbar und erlebbar zu machen. 

Warum 1700 Jahre? - Als historische Grundlage gilt ein Edikt des Kaisers Konstantin aus dem Jahr 321 n.Chr.. Damals stellte die Stadt Köln in Rom einen Antrag, ob ein jüdischer Stadtbürger ein Amt in Kurie und Stadtverwaltung haben dürfe. Der Kaiser antwortete daraufhin nicht singulär für Köln, sondern erließ eine Regelung für das gesamte römische Reich, beginnend mit den Worten: „Durch reichsweit gültiges Gesetz erlauben wir allen Stadträten, dass Juden in den Stadtrat berufen werden!“ - Das heute im Vatikan konservierte Dokument gilt als früheste erhaltene schriftliche Quelle zur Existenz von Juden nördlich der Alpen und als Beleg dafür, dass Jüdinnen und Juden nachweislich seit mindestens 1700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands leben.

Ein Jude als Stadtrat in der Spätantike? Klingt positiv! - Befasst man sich jedoch näher mit dem Kölner Gesuch und der Rolle von Ehrenbürgern in altertümlichen Stadträten, so wird ein „zweischneidiges Schwert“ deutlich. Vordergründig waren es nämlich wohl eher wirtschaftliche Interessen und weniger der freundschaftliche Umgang mit dem Judentum, die die Stadt zu einem solchen Schritt veranlasste. Ein Ehrenstadtrat war damals eine Person, die eigenes Vermögen für die Stadt einbringen konnte. Und jene jüdische Person, um die es im Edikt ging, hatte wohl entsprechende, für die Stadt Köln sehr interessante finanzielle Mittel.
Fakt ist: Das jüdische Leben in Europa und auch in Deutschland war in den vergangenen 1700 Jahre mehr von Leid, Verfolgung und Benachteiligung als von Gutmenschentum geprägt. Beispiele dafür finden sich im Laufe der Geschichte viele. Eine Herabwürdigung jüdischen Lebens verrät bereits der so genannte, 100 Jahre nach dem Edikt verfasste Codex Theodosianus - eine Gesetzessammlung, die das Christentum zur strikten Staatsreligion erklärte und durch die die Juden massiv an Bürgerrechten verloren: kein Recht zum Synagogenbau, Verbot von jüdisch-christlichen Ehen, Übergriffe auf Juden und jüdisches Eigentum blieb ungeahndet, Grundstücke durften entwendet werden und Juden wurden schrittweise von öffentlichen Ämtern und Ehren ausgeschlossen.  Auch im Mittelalter setzte sich diese Art der Diskriminierung fort: So wurden zum Beispiel den Juden die Schuld am Ausbruch der Pest gegeben und während der Kreuzzüge gehörten sie neben den Muslimen zum allgemein erklärten Feindbild. Der Höhepunkt antisemitischen Handelns in Europa ist uns allen bekannt: Holocaust - der furchtbare, nationalsozialistische Völkermord im zweiten Weltkrieg an über 6 Millionen Juden.
Umso schöner, dass das diesjährige Jubiläum nun zu einem neuen, wertschätzenden Miteinander einlädt. Als klares Zeichen geschichtlicher Anerkennung und Würdigung ist deshalb auch die oben abgebildete Jubiläums-Briefmarke, die der Kölner Designer Detlef Behr im Auftrag des Bundesfinanzministeriums entworfen hat, zu werten.  Beim Layout des Sonderpostwertzeichens konzentrierte er sich auf das lebensbejahende „Chai!“ - dem hebräischen Zuruf „Auf das Leben!“. Auch die Farben sind bewusst gewählt: Gold für das göttliche Licht, Rot für das Blut und damit das Leben, sowie Blau für Gott im Himmel. Das Zusammenspiel versinnbildlicht Identität und einen positiven, mutigen Blick in die Zukunft. Und angesichts der schmerzvollen Vergangenheit des jüdischen Lebens in Europa ein bewusster Schritt für einen neuen Blick...

„Chai!“ (Auf das Leben!) - Wir alle sind eingeladen mitzumachen! 


Weitere Infos unter:

https://2021jlid.de/
https://2021jlid.de/das-kleinste-wirkungsvolle-plakat-des-festjahres

Buchtipp:
"Der König der Gaukler" (Historischer Mittelalter-Roman, der auf das jüdisch-deutsche Leben unter Einfluss der Pest eingeht); Autor: Andreas Otter; erschienen bei Books on Demand, 2018.


Text:
Ulla Knauer; Sabine Löcker (beide AEEB-Landesstelle)

Foto: Bundesministerium für Finanzen

Möckel Kristin

Verstärkt die Bildungsarbeit im Dekanat Hof/ Naila: Kristin Möckel

Die evangelischen Dekanate Hof und Naila wollen ihre Bildungsarbeit verstärken und haben im Zuge dessen auch eine neue Personalie bekannt gegeben: Am 1. März 2021 hat Kristin Möckel die Arbeit auf einer neu geschaffenen halben Stelle als Referentin für Erwachsenenbildung aufgenommen. Bisher war die studierte Religionspädagogin als Lehrerin an Grund-und Mittelschulen im Dekanat Münchberg tätig. In ihrem neuen Job wird sie die Erwachsenenbildung in Kirchengemeinden inhaltlich und organisatorisch fördern, kirchliche Angebote am Bildungsstandort Hof ausbauen und Modellprojekte für die evangelische Bildungsarbeit entwickeln. Außerdem trägt sie Verantwortung für die so genannnten "Willkommenstage für neue Mitarbeitende" in den Dekanatsbezirken Hof und Naila.
Die gebürtige Marktschorgasterin freut sich über ihre neue Aufgaben und erklärt dazu: „Insbesondere freue ich mich darauf, Veranstaltungen für Erwachsene zu planen und durchzuführen sowie auf einen interessanten und bereichernden Austausch in ungezwungener Atmosphäre.“ Dabei sei es für sie, so Kristin Möckel, nicht von Bedeutung, ob das zunächst digital sein werde oder später auch wieder vor Ort.

Foto: privat

Klaus Eifel

Leerer Raum statt Rentnerloch: Klaus Eifler

Bereits in der Konfirmandenzeit reifte in mir der Wunsch, eines Tages in der kirchlichen Jugendarbeit tätig zu sein", erzählt Klaus Eifler, der am 1. April in den wohlverdienten Ruhestand geht. - Ein Jugendtraum, der sich schon bald erfüllte: Bereits 1982 erhielt Eifler, nachdem er Sozialpädagogik studiert und eine diakonische Ausbildung absolviert hatte, eine erste Anstellung als Jugenddiakon in Schwabach. Es folgten eine Tätigkeit als Dekanatsjugendreferent in Regensburg und - nach Weiterbildungen zum Supervisor und Systemischen Berater - zehn wunderbare Jahre als Begleiter für Diakone/-innen in den ersten drei Dienstjahren. Seit November 2009 ist Klaus Eifler nun als Gemeindediakon im EBW Neumarkt tätig, wo er neben der Geschäftsführung für die Senioren- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist. „Für mich standen immer die Menschen im Mittelpunkt“, erklärt der Diakon und Familienvater mit Rückschau auf seinen beruflichen Werdegang. Die soeben beschlossene Regionalisierung "seines" EBW sieht er ebenso positiv wie den in wenigen Tagen bevorstehenden Ruhestand. Seine haupt- und ehrenamtlichen Aufgaben gibt Klaus Eifler deshalb gerne an die jüngere Generation weiter und freut sich darauf, zukünftig mehr Zeit zum Fotografieren und Radeln zu haben. „Ich sehe kein Loch, das viele Rentner fürchten, sondern  einen leeren Raum. Und dem will ich mich ganz bewusst stellen!


Foto: privat

Freiwillige vor: AEEB sucht Kandidaten/-innen für den neuen Wahlauschuss

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe AEEB-Mitglieder,

wie bereits seit längerem angekündigt, stehen bei der nächsten AEEB-Mitgliederversammlung (MV) am 24. April 2021 weitreichende (Ver-)Änderungen an: Satzungsneufassung, veränderte Strukturen und natürlich auch Wahlen.
So werden nicht nur die Mitglieder für den neuen Aufsichtsrat gewählt, sondern auch ein neuer Wahlausschuss. Dieser wird in Zukunft ein wichtiger (indirekter) Mitbestimmungs- und Mitgestaltungsausschuss sein und hat die Aufgabe, geeignete Kandidaten/-innen für den Aufsichtsrat zu selektieren und diese der MV in Form eines Wahlvorschlages zu präsentieren. Zudem wird es künftig möglich sein, auch Personen über die Mitgliedseinrichtungen bei entsprechender Eignung und Kompetenz vorzuschlagen.


Aus diesem Grund suchen wir für die Wahl im Rahmen der MV 2021 mindestens sechs Personen aus den Reihen der AEEB-Mitglieder, die sich gerne engagieren und an dieser Stelle für die nächsten vier Jahre mitwirken wollen.

Also Freiwillige vor - wir freuen uns auf Ihr Interesse!

Für weitere Fragen rund um das Engagement im Wahlausschuss (der zeitliche Umfang ist überschaubar, wenige Online-Sitzungen zur Vorbereitung der Aufsichtsratwahl!) wenden Sie sich bitte an: landesstelle@aeeb.de


Ihre Vera Lohel (Geschäftsführung AEEB)

Suche NL

Auf der Suche nach dem Leben...

„Auf der Suche nach dem Leben...“, so beginnt die erste Strophe eines Kinderliedes von Reinhard Bäcker und Detlev Jöcker. - Ja, auf der Suche fühlen sich momentan viele Menschen. Auf der Suche nach dem Wiederbeginn von Normalität, auf der Suche nach einer Zeit mit Festen, Konzerten, Gelassenheit, Restaurant- und Schwimmbadbesuchen ...

Wann meine Suche begonnen hat? Ich weiß es nicht (mehr). Vor einem Jahr? Im Sommer? Im Herbst? - Es fällt mir schwer zu planen, auch meinen Urlaub. Buchen, ja oder nein? Besuche, ja oder nein? Werde ich enttäuscht, ja oder nein? - Alles Fragen, die vielleicht auch Sie gerade beschäftigen.

Dankbar erlebe ich daher das Kirchenjahr, das mich herausnimmt aus Pflichten, Regeln und Zurückhaltung, hin zu Gottes Freiheit, die er uns im Glauben verheißt. Es „ostert“: Wenn ich aus dem Fenster blicke, entdecke ich beim Nachbarn Ostereier und die Natur erwacht - Bäume zeigen erste Knospen, zartgrüne Blätter sprießen und Frühlingsblüher trauen sich aus der Erde. Sie verstecken sich nicht.

Sich trauen, sich herauswagen - vor beinahe 2000 Jahren, an Ostern trauten sich Frauen in Jerusalem auch, trotz aller Unwägbarkeiten und Ängste, frühmorgens an ein Grab zu gehen. Ohne zu wissen, ob sie überhaupt etwas für Jesu Leichnam tun könnten, wollten sie ihn salben und die letzte Ehre zumindest nachträglich erweisen. Das gehört sich doch so. Gerade weil sie sich noch nicht einmal verabschieden konnten. Entrissen wurde er ihnen! - Erschreckende Parallelen zum vergangenen Jahr, in dem viele Menschen nicht persönlich Abschied nehmen konnten. Die einen sind allein gestorben, die anderen mussten in Ferne trauern, durften sich nicht versammeln.

Die Frauen trauen sich also, kommen an und werden überrascht: Der Stein ist weggerollt,  das Grab steht offen und Jesus lebt. Ein Neuanfang, unbändige Freude...

Wie wäre es sich hier und heute von dieser Osterfreude anstecken zu lassen? - Absolut wünschenswert! Denn die christliche Sehnsucht nach der Herrschaft Jesu und seinem beginnenden Friedensreich ist ungebrochen.

Ostern ist für mich Geheimnis, Staunen und Ermutigung. So wie es die Frauen von damals wagten, ohne Erfolgsversprechen loszuziehen und glücklich - wenn auch anders als erwartet - zurückzukehren, können auch wir unsere Wege beginnen. So wie die Akteure in der Evangelischen Erwachsenenbildung es bereits im letzten Jahr gemacht haben. Sie haben neue Techniken und Wege erprobt - ohne das Ergebnis vorher zu kennen. Sie haben neue Wege gewagt, gefunden und Erstaunliches erreicht.

Auf der Suche nach dem Leben“ - An Ostern suchen und finden wir die Macht Gottes. Im Alltag suchen und finden wir das Leben, wenn wir uns aufmachen! - Ich will mich auf die Suche machen...

Ihre Ulla Knauer (AEEB-Landesstelle)


Foto
: Oliver Kepka auf pixabay

April

ONLINE: QVB Einführung (2 Blöcke)

12.04.2021; 10.30 - 15.30 Uhr

Die Einführung in QVB - Qualitätsentwicklung im Verbund von Bildungseinrichtungen - ist gedacht für Einrichtungen, die QVB kennenlernen wollen sowie für neue Qualitätsbeauftragte, Stellvertreter/-innen und für die jeweiligen Einrichtungsleitungen.
1. Block (10.30 bis 12.30 Uhr): Grundlagen Qualitätsmanagement und Kurzvorstellung QVB
2. Block (14.00 bis 15.30 Uhr):
QVB - Materialien, Handbuch, Aufgaben

Es werden ausführlich Verfahren der Zertifizierung, Anforderungen an die Zertifizierung, Aufgaben von Qualitätsbeauftragten, Erstellung und Pflege des Qualitätshandbuchs und die Arbeit im Qualitätsverbund vorgestellt. Darüber hinaus bleibt auch Zeit für individuelle Fragen zu QVB.

Referentin: Vera Lohel
KOSTENFREI

Anmeldungen hier

Veranstalter: AEEB
April

ONLINE: 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung

13.04.2021; 13.45 - 16.30 Uhr

Der Online-Workshop dient als Einstieg dazu, die 17 Nachhaltigkeitsziele ("Agenda 2030"), ihre Historie und ihren Stellenwert für eine nachhaltige Entwicklung vorzustellen und in den Kontext der katholischen Erwachsenenbildung in Bayern zu stellen. Zudem werden Infos zu relevanten
Unterstützungsmöglichkeiten gegeben. Der Workshop richtet sind sowohl an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen der kirchlichen Erwachsenenbildung, als auch an Bildungsreferenten/-innen und Multiplikatoren.

Weitere Infos finden Sie hier

Referent:
Heike Molitor (Professorin für Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde)
KOSTENFREI

Anmeldungen bis 9. April 2021 an: aussenstelle.stuttgart@engagement-global.de

Veranstalter: Kooperation von Engagement Global GmbH und KEB

Mai

ONLINE: Das bisschen Haushalt (Teil 1+2)

06.05.2021; 9.00 - 12.30 Uhr

Alle Jahre wieder steht die Aufstellung des Haushaltes vor der Tür. Bekannte Begrifflichkeiten müssen erneut sortiert und aufbereitet werden. Dazu gehören u. a. Einnahmen und Ausgaben, Aufwendungen und Erträge, Kosten und Leistungen …
Neben den Grundlagen zur Systematik der Kameralistik beinhaltet das Seminar auch Tools zur wirtschaftlichen Steuerung Ihrer Einrichtung im laufenden Kalenderjahr, Einführung in das Liquiditätscontrolling und einen Ausblick auf Veränderungen der Haushaltsaufstellung bei Einführung der Rechnungslegung nach dem Handelsgesetzbuch. Das Seminar räumt nicht nur im Kochtopf der Begrifflichkeiten auf, sondern zeigt Ihnen mit verschiedenen praktischen Werkzeugen, wie sich das "bisschen Haushalt" beinahe von alleine macht.

"Das bisschen Haushalt" Teil 2 findet am 23.09.2021 statt!

Referent: Roland Andert
Kosten: 60 Euro; Externe: 150 Euro

Anmeldungen hier 

Veranstalter: AEEB
Mai

ONLINE: QVB in der Praxis - Prozessmanagement

12.05.2021; 10.00 - 16.00 Uhr

Die Prozessorientierung ist ein zentraler Bestandteil von Qualitätsmanagement und wird immer stärker auch in QVB Stufe A als Hilfestellung für die Arbeit und Weiterentwicklung der Erwachsenenbildungseinrichtungen erfahren.
Der praxisorientierte Workshop soll Qualitätsbeauftragten und Einrichtungsleitungen eine Einführung in die Prozessorientierung, das Denken in Prozessen sowie das Arbeiten mit Prozessen bieten.

Workshopzeiten:
1. Block (10.00 bis 12.00 Uhr): Einführung in das Prozessmanagement, Grundlagen, Best-Practice
2. Block (13.00 bis 14.30 Uhr): 
Übung - Prozesslandkarte erstellen
3. Block (14.45 bis 16.00 Uhr):
Übung - Prozessbeschreibung

Referent: Karl-Heinz Bührer
Kosten: 35 Euro


Anmeldungen hier


Veranstalter: AEEB

Ohne Termin

Weitere interessante Online-Angebote

Digitale Angebote von verschiedenen Veranstaltern finden Sie auf unserer AEEB-Homepage unter "Service / Bildung Digital".


Veranstalter: diverse




April/ Ostern

TV-Liveübertragung der Ostermesse in Landshut

03.04.2021; 22.00 Uhr

Der geplante Oster-Festgottesdienst mit Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm in der Christuskirche in Landshut wird  trotz Corona-Ausgangssperre stattfinden und ab 22 Uhr live im Bayerischen Fernsehen (BR) übertragen.
Musik: Organist Volker Gloßner, Flötist Markus Bartholomé und die Sänger der Gruppe "Singer pur"
Osterpredigt: Landesbischof Bedford-Strohm


Veranstalter: Christuskirche Landshut