Newsletter Juni 2021

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Inhaltsverzeichnis:

Aktuelles:
1. Interview: Christlich-Islamischer Dialog - Vertrauen bilden
2. Ein neues Pflänzchen im Garten der Erwachsenenbildung - das Muslimische Bildungswerk Erlangen (MBE)

3. BILDUNG EVANGELISCH DIGITAL - Werden Sie Teil der neuen AEEB Lern- und Veranstaltungsplattform
4. Spotlight: Wanderausstellung "Dialog-Türen" - ein Projekt aus dem Landkreis Miesbach
5. News digital: Aktuelle Nachrichten aus den Bereichen digitale Erwachsenenbildung und Social Media

6. Wissenswert: "House of one" - Drei Religionen unter einem Dach
7. In eigener Sache: AEEB Strukturveränderungen - Aufsichtsrat, Vorstand, Personal- und Finanzausschuss
8. Aktuelle Meldung: Neue Geschäftsführung in der KEB Bayern 
9. AEEB Veranstaltungstipp: Agile Methoden im Bildungsmanagement
10. Personalie: Neu im EBW Neu-Ulm - Diakonin Theresa Kosog
11. Personalie: Neu im EBW Oberpfalz - Dr. Jutta Sperber

Bürokratisches "leicht gemacht":
1. Büroarbeit: Tricks aus der Technikecke
2. "Der Kulturfonds Bayern": Fördermöglichkeit für kreative Projekte in der Erwachsenenbildung und kirchlichen Bildungsarbeit


Grußwort: Begegnungen mit der anderen Art

Veranstaltungen und Digitalangebote

Button: Mail an Landesstelle

NL Interview

Christlich-Islamischer Dialog – Vertrauen bilden

Geht der Blick für den Islam als gelebte Alltagsreligion verloren? Wie steht es um die Verständigung der christlichen Kirche mit dem Islam und was ist für die Zukunft wichtig? - Über diese und andere spannende Fragen sprach AEEB Vorstand Prof. Dr. Hans Jürgen Luibl mit Kirchenrat Dr. Rainer Oechslen, der seit 2007 Beauftragter für interreligiösen Dialog und Islamfragen in der ELKB ist. 

AEEB: Mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ist für mich persönlich der politische Islam mit aller Gewaltbereitschaft präsent geworden. In den Medien hat sich dieses Bild verstärkt, wie sich überhaupt religiös infizierte Gewalt generell auszubreiten scheint. Wie sehen Sie das?

Dr. Rainer Oechslen: Das Verständnis für Religion in den Medien ist in den letzten 20 Jahren geringer geworden. Auch das Christentum kommt schlechter weg, - man denke nur daran, wie die katholische Kirche auf sexuellen Missbrauch reduziert wird. Ich würde folgende These aufstellen: Wer vom Christentum nichts versteht, versteht auch vom Islam nichts. - Die Folge ist, dass der Islam nur als politisches Phänomen gesehen wird.

AEEB: Durch Politisierung und mediale Emotionalisierung von Religion sind Muslime neuen Belastungen ausgesetzt und es geht oft der Blick für den Islam als gelebte Alltagsreligion verloren. Was wäre zu tun, um die Alltagsreligion Islam wieder verstärkt in den Fokus zu rücken?

Oechslen: An dieser Stelle muss ich meine Antwort auf Ihre vorherige Frage modifizieren: Es gibt immer wieder Medienbeiträge, die muslimisches Leben beleuchten, sei es über das Fasten im Ramadan oder über islamische Feiertage. Nur gehen diese Darbringungen in der allgemeinen Informationsflut häufig unter. In unserer Dienststelle haben wir zum Beispiel durch die neue Online-Reihe "DialogverNETZt" auch in der Coronazeit sehr positive Erfahrungen gemacht. Aber natürlich werden wir nie die Reichweite der Medienmogule erreichen. Wahrscheinlich muss man – wie im Politischen auch – weg von den Großstrukturen und hin zu den lokalen und nachbarschaftlichen Kontakten.

AEEB: Der Islamische Religionsunterricht ist ein wichtiges Element der gelebten Alltagsreligion und ein starker Faktor der religiösen Bildung und Integration. Wie sehen Sie die Beschlüsse der bayerischen Staatsregierung, dass es ab kommenden Schuljahr an rund 350 bayerischen Schulen das Wahlpflichtfach "Islamischer Unterricht" geben wird?

Oechslen: Die erste Lesung der entsprechenden Änderung des Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes im Landtag hat stattgefunden, die zweite steht bevor. Das Gesetz bringt einen Fortschritt, aber vieles ist noch ungelöst. Es fehlen Lehrkräfte, um den "Islamischen Unterricht" flächendeckend einzuführen. In der Oberstufe der Gymnasien ist er bis jetzt gar nicht vorgesehen usw.. - Letztendlich wird eine dauerhafte Lösung nur dann ermöglicht, wenn unser Staatskirchenrecht so geändert wird, so dass auch für muslimische Kinder und Jugendliche ein konfessionellen Religionsunterricht stattfindet.

AEEB: Sind wir als Kirchen gut aufgestellt für den Dialog mit dem Islam in Bayern und Deutschland?

Oechslen: Überregional sind wir gut aufgestellt. Es gibt in jeder Landeskirche Islambeauftragte, in den großen Kirchen jeweils mit einer ganzen Stelle und entsprechender Ausstattung. Die Evangelische Zentrale für Weltanschauungsfragen (EZW) hat zudem eine wichtige Kommunikationsfunktion, allerdings hat sie sich in den letzten Jahren als eine Art „Kontrollbehörde“ verstanden. Wenn der Dialog an die Basis kommen soll, dann muss in den Gemeinden und Dekanaten ein Umdenken geschehen. Dann muss die "Das-sollen-wir-jetzt-auch-noch-machen-Mentalität" aufhören. Doch um den faktischen religiösen Pluralismus – also den eigenen Ort in der Gesellschaft – wahrzunehmen, ist die Kirche zurzeit viel zu sehr mit der Erhaltung ihrer Strukturen beschäftigt.

AEEB: Welche Ideen haben Sie für die Evangelische Erwachsenenbildung? Welche Themen und Arbeitsfelder sollten wir aufgreifen? Und in welcher Form?

Oechslen: Ich wäre schon froh, wenn in allen regionalen Bildungswerken und evangelischen Foren das Thema interreligiöser Dialog wirklich präsent wäre. Ich finde, jede Einrichtung unserer Kirche sollte ein Mindestmaß an Soziologie betreiben, also fragen: Wo sind wir? Wer lebt neben uns und mit uns? Evangelische Erwachsenenbildung steht an der Schnittstelle zwischen den theologischen Diskursen und den kirchlichen Papieren einerseits, dem Alltag der Leute andererseits.

Und: Bisher habe ich in der – sehr angenehmen –  Zusammenarbeit mit der AEEB immer kirchliche Menschen erreicht. Aber mit der religiösen Vielfalt unserer Gesellschaft haben nicht nur Kirchenleute zu tun, sondern auch Lehrer*innen, Polizist*innen, Krankenschwestern und -brüder. Wie erreichen wir die?

AEEB: Wie sieht die Zukunft des interreligiösen Dialoges aus?

Oechslen: Die Religionen werden in unserem Teil der Welt an gesellschaftlicher Bedeutung weiter verlieren. Da lockt der Rückzug in Integralismus und Fundamentalismus. Wir werden also auch im interreligiösen Dialog um innere Pluralität und einen angemessenen Weltbezug kämpfen müssen. - Ich danke für das Gespräch und das Engagement der evangelischen Bildungsarbeit für den christlich-muslimischen Dialog und hoffe, dass wir in absehbarer Zeit wieder eine gemeinsame Fortbildung im Rahmen der AEEB anbieten können!

Text: Prof. Dr. Hans Jürgen Luibl
Foto:
Gert Altmann auf pixabay

NL Pflanze

Ein neues Pflänzchen im Garten der Erwachsenenbildung

"Im Mai 2018 wurde das MBE als selbstständige Bildungsabteilung unter dem Dach der Islamischen Religionsgemeinschaft Erlangen e.V. (IRE) gegründet. Angeregt durch die langjährige Arbeit der Christlich-Islamischen Arbeitsgemeinschaft und des Freundeskreises der muslimischen Gemeinden in Erlangen wurde der Grundstein zu einer muslimischen Bildungsplattform gelegt. Das MBE versteht sich als Brücke zwischen konkreter Gemeindearbeit und wissenschaftlich basierter, inhaltlich fundierter Aufklärungsarbeit." (Quelle: Muslimes Bildungswerk Erlangen)

Ein Bericht von Prof. Dr. Hans Jürgen Luibl

"...", so liest sich die Geschichte der muslimischen Bildungsarbeit in Erlangen auf der Website des MBE. Es ist eine Erfolgsstory mit längerer Vorgeschichte. Im Vorfeld gab es dazu: die Beteiligung der islamischen Religionsgemeinschaften am öffentlichen Leben in Erlangen, gemeinsame Veranstaltungen und Projekte der islamischen und christlichen Gemeinden, die Institutionalisierung des Miteinanders etwa in der „Christlich-islamischem Arbeitsgemeinschaft“, ein intensiver interreligiöser Dialog, der gerade im Bildungsbereich zu gemeinsamen Veranstaltungen geführt hat, usw. usw....
Dann kam die Zeit, dass der Beitrag der muslimischen Gemeinden in und für die Bildung auch sichtbar und institutionell greifbar werden sollte. Und so entstand 2018 das moderne, gesellschaftsoffene Muslimische Bildungswerk Erlangen - aus alten Weggefährten wie der Stadt Erlangen, den Volkshochschulen, den kirchlichen Bildungsträgern und der Universität wurden neue Kooperationspartner*innen.
Seither gibt es eine eigenständige muslimische Bildungsarbeit. Sie richtet sich an die Breite der Gesellschaft - Muslime und Nicht-Muslime - mit religiösen Themen sowie wissenschaftlichen Vorträgen und bietet Orientierungswissen für Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen. Klassische Erwachsenenbildung also, und eine Bereicherung der religiösen sowie der allgemeinen Bildungsarbeit in Erlangen.

Die Veranstaltungsprogramm des MBE ist so breit gestreut wie spannend: Es reicht vom Literaturabend „Toleranz als Gebot für alle Menschen“ zu Lessings Drama „Nathan der Weise“ über einen Bewerbungstraining-Workshop bis hin zum Vortrag „Vom (Nicht-)Dialog der Kulturen: Antimuslimischer Rassismus als gesellschaftliches Kommunikationsproblem“. Es geht von religiöser Bildung bis hin zu Frauentreffen und der Frage „Grenzen setzen in der Erziehung“.

Der große Vorteil: Endlich reden wir in der konfessionellen Erwachsenenbildung nicht mehr über Islam und Muslime, sondern mit ihnen. Nicht als Gäste unserer Veranstaltungen, sondern als Kooperationspartner*innen auf Augenhöhe - in gemeinsamer Verantwortung für Religion und das Zusammenleben in einer Stadt, einem Landkreis.

Der Erfolg dieses Bildungswerkes führte zu weiteren Überlegungen: Ob muslimische Bildungsarbeit, die gesellschaftlich relevant ist, nicht auch staatlich anerkannt werden könnte? Ob es nicht einen Dachverband muslimischer Bildungswerke geben könnte, der ein Bildungsträger im Erwachsenenbildungsbereich - wie die AEEB, KEB oder VHS - sein könnte ? - Prinzipiell ist dies nun möglich: ein Dachverband, mit Sitz in Erlangen, und muslimische Bildungswerke in den Regierungsbezirken sind die Voraussetzung staatlicher Anerkennung und einer damit verbundenen Förderung. Der Bildungsausschuss des bayerischen Landtags hat sich dafür ausgesprochen, die staatlich anerkannten und geförderten Bildungsträger auf bayerischer Ebene begrüßen diesen Schritt. Gelingen wird diese Arbeit, wenn sie von anderen, gerade von kirchlichen Bildungsträgern unterstützt wird – und die Unterstützer bekommen dadurch neue Partner in der interreligiösen Bildungsarbeit.

Gerade in Zeiten, in denen das Miteinander unter Gruppeninteressen zu zerfallen droht, in denen Religion zur Waffe gemacht werden soll, in denen rechte Gruppen Angst vor dem Islam schüren und einen Keil zwischen die Religionen treiben wollen, um diese als Orte der Freiheit und Anwälte der Menschenwürde auszuradieren, ist muslimische Bildungsarbeit ein Hoffnungszeichen für ein besseres Miteinander. - Auf der Homepage des MBE findet sich folgender Satz von Nelson Mandela: „Bildung ist die stärkste Waffe, die du nutzen kannst, um die Welt zu verändern.“ - Man kann hinzufügen: "Bildung, die aus dem Glauben kommt, ist die stärkste Kraft, um Herzen zu bewegen und Menschen umdenken zu lassen!"


Nähere Infos zum MBE finden Sie unter: https://mberlangen.de/.

Text: Prof. Dr. Hans Jürgen Luibl

Foto: conger/design auf pixabay

NL BED

Bildung Evangelisch Digital - werden Sie Teil der neuen AEEB Lern- und Veranstaltungsplattform

Als verantwortlicher Akteur der Landeskirche zur Stärkung und Weiterentwicklung Digitaler Bildung, geht die AEEB im Herbst 2021 mit einer gemeinschaftlichen Lern- und Veranstaltungsplattform für Evangelische Erwachsenenbildung an den Start. In welchen Kontext ist das neue Online-Portal einzuordnen? Welche Ziele und Funktionen beinhaltet es und vor allem: wie sieht der Nutzen für Sie als Bildungsanbieter und Unterstützer von BILDUNG EVANGELISCH DIGITAL aus? - Lesen Sie hier die wichtigsten Antworten und Fakten.

"Digitale Professionalisierung":
Das neue Online-Portal BILDUNG EVANGELISCH DIGITAL ist einer der drei Bausteine des AEEB Projektes "Digitale Professionalisierung" (Start: Okt. 2020) und damit eines der wichtigsten Instrumente zur Weiterentwicklung der Digitalen Bildung. Entstanden ist das Projekt "Digitale Professionalisierung" aus der Notwendigkeit heraus, Digitale Bildung in und über die Evangelische Erwachsenenbildung zu etablieren, zu stärken und weiterzuentwickeln. Neben der Gestaltung eines modularen Fortbildungsprogrammes und der Vernetzung sowie Beratung der "Digitalakteur*innen" hinsichtlich digitaler Angebote und Nutzung von Software, gehört die Einführung einer Lern- und Veranstaltungsplattform zu den inhaltlichen Schwerpunkten des Projektes.

Die Lern- und Veranstaltungsplattform BILDUNG EVANGELISCH DIGITAL:

Unsere Ziele = Ihre Vorteile:

  • Evangelische Erwachsenenbildung als kompetenter Anbieter und Ansprechpartner auch auf dem Gebiet der Digitalen Bildung
  • gemeinsames Auftreten der Evangelischen Erwachsenenbildung 
  • Mehr Reichweite und schnellere Auffindbarkeit im Netz für Mitglieder und Kooperationspartner der AEEB
  • niederschwelliger Zugang für Interessierte zu einem vielfältigen Bildungsangebot

Unser Service = Ihr Nutzen:
Wir unterstützen Ihre Einrichtung mit kompetenter Beratung, technischer Unterstützung und bieten mit der neuen Online-Plattform folgende Leistungen an:

  • Darstellung von Bildungsangeboten der Ev. Erwachsenenbildung mit zahlreichen Filterfunktionen (u.a. Themensuche, Umkreissuche auf einer Karte)
  • Import von Veranstaltungen (händisch und/ oder automatisch): Evangelische Termine, Kiribati und Adebis
  • Kostenfreies Werbeportal für Akteure der Ev. Erwachsenenbildung: individuelle Selbstdarstellung einzelner Anbieter + Gesamtübersicht
  • Barrierefreiheit: Suchfilter für Veranstaltungen (z.B.: Parkplätze, Gebärdendolmetscher) sowie spezielle Einstellungsoptionen (z.B. Schriftgröße, Kontrasterhöhung) für die gesamte Seite.
  • LMS-Funktionen: Auf Anfrage erstellen wir für Ihre Veranstaltungen Seiten mit Infomaterialien (PDFs, Videos, Bilder, etc.). Dieser Service ist auch für Foren oder Chats geplant.
Deshalb: Machen Sie mit und werden Sie schon jetzt - der offizielle Online-Start ist für Herbst 2021 geplant - Teil unserer neuen Lern- und Veranstaltungsplattform BILDUNG EVANGELISCH DIGITAL!

Für nähere Infos sowie für Fragen zur technischen Umsetzungen einer eigenen Anbieterseite wenden Sie sich bitte an Projektleiterin "Digitale Professionalisierung" Alexandra Kohle (kohle@aeeb.de


Text: Alexandra Kohle, Sabine Löcker

Foto: Screenshot AEEB

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„Dialog-Türen“ – Wanderausstellung mit Vorbildcharakter

Diskussionsforen, Themen-Workhops, Vorträge, interaktive Ausstellungen etc. - Um den Prozess der Verständigung und des Zusammenwirkens von Angehörigen verschiedener Religionen zu unterstützen und zu fördern, hat die Evangelische Erwachsenenbildung so einiges im Repertoire. Hier ein interessantes Projekt, dass auch in Ihrer Einrichtung/ Gemeinde neue Türen im interrelgiösen Dialog öffnen könnte.


Wanderausstellung "Dialog-Türen“ - ein Bericht von Lisa Braun-Schindler, Sprecherin des Netzwerkes "Integration im Landkreis Miesbach":

Im Landkreis Miesbach existiert seit vielen Jahren das „Netzwerk Integration", mit Organisationen, Schulen, Kindergärten, Verbänden und Vereinen, Vertretern der christlichen Kirchen und der Moschee, den Integrationsbeauftragten von Gemeinden und dem Landkreis - darunter auch das Studienzentrum für evangelische Jugendarbeit in Josefstal e.V..
„Im vergangenen Herbst haben wir beschlossen", so erzählt Netzwerk-Sprecherin Lisa Braun-Schindler, „uns in 2021 gegen Rassismus zu engagieren. Im Zuge des Leitthemas sind wir über eine Teilnehmerin des "Interreligiösen Dialogbegleiter*innen-Kurses" des Studienzentrums Josefstal auf das Angebot von OCCURSO.org aufmerksam geworden. Wir waren sofort begeistert und entschieden, deren Wanderausstellung nach Miesbach zu holen. In der Vorbereitung haben wir uns um ein passendes Rahmenprogramm gekümmert. In Kooperation mit dem Studienzentrum fand dann eine Führung für Teilnehmer*innen des Kurses "Interreligiöse Dialogbegleiter*innen" statt sowie ein hervorragender Gastvortrag von Prof. Dr. Martin Rötting zum Thema: Interreligiöser Dialog in Alltag, Schule und Pastoral. - Die Wanderausstellung wird gut angenommen und auch von Schulkassen des Gymnasiums und der Berufsschule Miesbach besucht.“


OCCURSO ist ein Institut, dass seine Aufgaben in Forschung, Bildung und der Förderung von interreligiöser und interkultureller Begegnung in Zusammenarbeit mit Partner*innen wahrnimmt. Occurso bietet u.a. auch die Wanderausstellung "Dialog-Türen" an, die seit mehreren Jahren im deutschsprachigen Raum verliehen wird und aktuell bis zum 30. Juni 2021 in Miesbach gastiert.


Die Ausstellung besteht aus sechs "Dialogtüren" mit 24 Tafeln, die einladen ins Gespräch zu kommen und Impulse zu folgenden Themen geben:
POSITIONEN: Offizielle und persönliche Zeugnisse zum Dialog der Religionen
LEBENSWEG: Religion im Lebenslauf - von Geburt bis zum Tod
GEBET: Beten, Kontemplation, Liturgie und Gebetsperlen in den Religionen
LERNEN: Lerenen durch Anknüpfung - eine Modell für interreligiöses Lernen
HOFFNUNG: Hoffnungstexte und Beispiele für den Dialog der Religionen im Alltag
FREIHEIT: Gedankenfreiheit, Gewissensfreiheit und Religionsfreiheit

Jede "Tür" zeigt einen QR-Code, der es ermöglicht, anhand von Audiomaterial tiefer in die Materie einzudringen und Songs zum Thema, Interviews, Gebete der Religionen oder Zitate aus historischen Ansprachen zu hören.
Bewusst und ganz im Sinne des interreligiösen Austausches hat das Netzwerk Integration die Ausstellung auf vier Orte in Miesbach verteilt: Die katholische Kirche, die evangelische Kirche, die Moschee der türkisch-islamischen Gemeinde und das Rathaus in Miesbach. Das Begleitprogramm - ein Gastvortrag von Prof. Martin Rötting (siehe oben), die abstrakte Kunstaktion „Namen“ sowie die Broschüre "Wir müssen über Rassismus reden" - bietet weitere Zugänge zum Leitthema "Gegen Rassismus".

"Ziel des Leitthemas sowie der Wanderausstellung ist es", so Lisa Braun-Schindler, "den Dialog und die Begegnung zwischen den Kulturen und Religionen zu verstärken und niederschwellig zu ermöglichen, um somit auch rassistischen und diskriminierendem Gedankengut vorzubeugen und Vorurteile oder Nichtwissen abzubauen."

Da Occurso dieses Ziel ebenso am Herzen liegt, ist die Ausstellung zu einem günstigen Pauschalpreis von 100,- Euro und gegen Selbstabholung erhältlich. - Ein tolles Projekt, das zum Nachahmen einlädt!


Ansprechpartner für die "Dialog-Türen"-Wanderausstellung:

Joachim Schnittke, dialogtueren@occurso.org


Infos zum "Netzwerk Integration": https://integration-mb.de/integration/


Infomaterial zur Fortbildung "Interreligiöse Dialogbegleiter*innen":

https://josefstal.de/kurse-buchen/oekumene-dialog/interreligioes/Mit


Text:
Ulla Knauer, Sabine Löcker
Foto:
pixabay

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News Digital - unsere Kurzinfos rund um das Thema "Digitale Erwachsenenbildung"
Frauen mehr am digitalen Wandel beteiligen - interessante Infos aus dem 3.  Gleichstellungsbericht der Bunderregierung

Frauen seien in der Digitalwirtschaft eindeutig unterrepräsentiert, so die Bilanz des dritten Gleichstellungsberichts, den die Bundesregierung am 9. Juni im Bundeskabinett beschlossen hat. - Unter dem Titel Digitalisierung geschlechtergerecht gestalten“ untersucht der Bericht, wie die Digitalisierung die Gleichstellung zwischen Frauen und Männer beeinflusst und gibt Empfehlungen für die künftige Politikgestaltung.

Das Forscherteam unter der Leitung der Berliner Volkswirtschaftlerin Aysel Yollu-Tok kommt in seinem Berichtsgutachten u.a. zu den Ergebnissen, dass Frauen nicht nur einen geringeren Digitalisierungsgrad (weniger Zugang zu digitalen Technologien sowie geringere Möglichkeiten sie zu nutzen und zu entwickeln) haben, sondern auch in den Berufsfeldern der Informations- und Kommunikationstechnologien nach wie vor weniger stark vertreten sind. (nur 16 Prozent der in der Digitalwirtschaft Tätigen sind Frauen; nur 30 Prozent der Firmengründer sind weiblich.)

Bundesfamilien und -justizministerin Christine Lambrecht (SPD) rief deshalb dazu auf, Frauen mehr am digitalen Wandel zu beteiligen. So müssten zum Beispiel Förderprogramme, die das Interesse junger Mädchen an Technik und entsprechenden Berufen wecken, bereits in der frühkindlichen Bildung ansetzen.

Darüber hinaus beschäftigt sich der Bericht ausführlich mit der Frage, ob und wie Frauen durch Anwendung der Künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens benachteiligt werden. "Algorithmen sind nicht neutral", so Lambrecht. "Nur wenn wir wissen, wie sie funktionieren, können wir der Diskriminierung von Frauen und Männern entgegenwirken." - Der Gleichstellungsbericht liefere der Politik wertvolle Impulse, um Benachteiligungen von Frauen - wie etwa bei der Personalwahl - zu verhindern.


Einen Link zum Gutachten für den dritten Gleichstellungsbericht finden Sie hier


„Herausforderungen 5 DIGITAL“ - erstes digitales Schulbuch für evangelischen Relgionsunterricht an Realschulen
Unter dem Titel „Herausforderungen 5 DIGITAL“ ist im Münchner Claudius Verlag, der zum Evangelischen Presseverband für Bayern (EPV) gehört, das bundesweit erste interaktive digitale Religionsschulbuch erschienen und kann ab sofort von Lehrkräften genutzt werden.
Für den Unterricht an Realschulen sei das digitale Lehrbuch eine Innovation und eröffne „vielfältige neue und zeitgemäße Möglichkeiten“, so Oberkirchenrat Stefan Blumtritt auf Anfrage des epd. Dank innovativer Technik bietet „Herausforderungen 5 DIGITAL“  nicht nur schnelle Such- und Nachschlageoptionen, sondern auch einen Zoomtool für Bilder und Texte, interaktive Elemente und Lernspiele.
Mit der so genannten DigiSheet-Plattform können Lehrkräfte temporär virtuelle Räume erstellen, in denen gemeinsam gearbeitet und kommuniziert wird. Inhaltlich orientiert sich das Lehrmittel an der Printausgabe.

Nähere Infos hier


Nächste "Virtuelle Kaffeepause" - Thema: Technik im E-Learning
Termin: 13. Juli von 10:00 bis 11:00 Uhr
Thema: Technik im E-Learning
Wieviel und welche Kamera-, Licht- und Tontechnik ist notwendig und wie können damit ansprechende Bilder gestaltet werden? - In dieser Virtuellen Kaffeepause stellt Sebastian Feder (Referent für E-Learning an der Evangelischen Fachhochschule Nürnberg) vor, wie Sie mit relativ einfachen technischen Mitteln eine gute Wirkung in Videokonferenzen und Live-Online-Trainings erzielen können.
Eine An- oder Abmeldungen ist weiterhin nicht erforderlich. Kommen Sie einfach vorbei, wenn Sie gerade Zeit und Lust auf eine gemeinsame Tasse Kaffee oder Tee in virtueller Gesellschaft haben.

Die Einwahldaten zum Zoom-Meeting finden Sie hier


Texte: Sabine Löcker

Foto: Gert Altmann auf pixabay

House of one NL

"House of one" - Drei Religionen unter einem Dach

Von mittelalterlichen Kreuzzügen über den Holocaust und die christliche Umerziehung indigener Kinder in Kanada bis hin zu den AlQaida-Anschlägen vom 11. September, vom Nordirland-Konflikt über das rechtsextreme Attentat in Hanau bis hin zu den Kriegen zwischen Juden und Arabern in Nahost - bereits ein flüchtiger Blick in die Geschichtsbücher oder auf aktuelle Medienberichte macht deutlich: Religionsbedingte Gewalttaten, Diskriminierungen oder gar Kriege gab und gibt es an vielen Orten dieser Erde. Wenig Hoffnung also für ein friedliches Miteinander verschiedener Religionen? - Keineswegs, weltweit suchen immer mehr Länder, Städte und Gemeinden den intereligiösen Dialog und sorgen mit Projekten wie dem "House of one" für Annäherung und eine bessere Zukunft.

"Ich glaube der interrelgiöse Dialog ist wahnsinnig wichtig, weil es ohne Religionsfrieden keinen Stadt- und keinen gesellschaftlichen Frieden geben wird!" (Pfarrer und "House of one"-Initator Gregor Hohberg)

Eine Kirche, eine Synagoge und eine Moschee - in Berlin wurde soeben der Grundstein für ein bisher einmaliges Projekt gelegt: das "House of one". Initiert wurde das ungewöhnliche Gotteshaus von der evangelischen Kirchengemeinde St. Petri-St. Marien, die 2011 gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, dem Abraham-Geiger-Kolleg sowie einer muslimischen Dialoginitiative den Verein "Bet- und Lehrhaus Petriplatz Berlin e.V." gründeten. In ihrer Vereins-Charta heißt es:
"... ein Bet- und Lehrhaus, in dem öffentlich und für jeden frei zugänglich Juden, Muslime und Christen ihre Gottesdienste feiern und unter Einbeziehung der mehrheitlich säkularen Stadtgesellschaft einander kennenlernen, den Dialog und Diskurs miteinander suchen: ein Haus des Gebets und zugleich ein Haus der interdisziplinären Lehre über die Religionen, ihre Geschichte und ihre gegenwärtige Rolle in Berlin und im Land."
Ebenso außergewöhnlich wie das Projekt selbst, ist auch der Ort des Geschehens: Die Baustelle für das "House of one" befindet sich nämlich am historischen Petri-Platz, der als Gründungsort der mittelalterlichen Doppelstadt Berlin-Cölln gilt. (Der erste namentlich bekannte Einwohner Berlins war ein Pfarrer der Petrikirche, erwähnt in einer Urkunde aus dem Jahr 1237) Aus den Fundamenten der dortigen, alten Petrikirchen - seit dem Mittelalter standen dort mindestens vier - soll in den nächsten Jahren ein völlig neuartiges, modernes Sakralgebäude wachsen. Unvermischt und zugleich in direkter, wahrnehmbarer Nachbarschaft - die Raumgestalt des Hauses wird so beschaffen sein, dass es zum einen für jede der drei Religionen einen eigenen, separaten Gottesdienstraum („Bethaus“) gibt, zum anderen einen zentralen Raum der Begegnung („Lehrhaus“), der zum Austausch und zum voneinander lernen einlädt.
Bereits seit über zehn Jahren verfolgen die Initiatoren Pfarrer Gregor Hohberg, Iman Kadir Sanci und Rabbiner Tobia BenChorin, die den Schulterschluss von Islam, Juden- und  Christentum nicht nur bei öffentlichen Friedensgebeten praktizieren, ihren Plan für ein gemeinsames Gotteshaus und haben während dieser Zeit so einiges auf die Beine gestellt: 2012 ein weltweiter Architekturwettbewerb, 2014 der Beginn einer weltweiten Spenden- und Beteiligungskampagne (Baukosten: ca. 47 Millionen Euro) und 2018 ein temporärer Pavillon für Veranstaltungen auf dem Petriplatz, der schon heute ein Ort voller Leben und internationalen Partnerschaften ist.
Jetzt endlich kann der Bau beginnen und 2024 oder 25 soll das "House of one" bezugfertig sein - drei Religionen friedlich vereint unter einem Dach.

Übrigens: Weltweit (u.a. in London, Stockholm, Jerusalem, New York und Abu Dhabi) gibt es inzwischen zahlreiche ähnliche Projekte. Als Vorreiter in Deutschland gilt das 2005 gegründete "Haus der Religionen"  in Hannover.

Weitere Infos zum "House of one" finden Sie hier.

Im Bild: Die "House of one"-Initiatoren Pfarrer Gregor Hohnberg, Rabbiner Andreas  Nachama und Iman Kadir Sanci. Im Hintergrund eine Animation des modernen Sakralgebäudes.

Text: Sabine Löcker

Foto: Copyright House of one

AEEB Strukturveränderungen: Aufsichtsrat, Vorstand, Personal- und Finanzausschuss

In der diesjährigen AEEB Mitgliederversammlung am 24. April 2021 wurde eine neue Satzung verabschiedet, die die Strukturen des Vereins verändern wird. Neben bis zu drei Vorständen wird es einen Aufsichtsrat geben. Dieser hat sich nun Anfang Juni aus den gewählten Mitgliedern und dem vom Landeskirchenrat benannten Mitglied konstituiert.


Im Aufsichtsrat sind:

Thomas Guba (Ev.-Luth. Dekanat Weiden; Vorsitzender des Aufsichtsrates)

Christa Müller (EBW Donau-Ries / Forum Westmittelfranken; stellv. Vorsitzende des Aufsichtsrates)
Dr. Carsten Lenk (EBW Regensburg)

Dr. Jens Colditz (Diako Augsburg)

Dr. Anni Hentschel (Schröder Haus Würzburg) und

Oberkirchenrat Stefan Blumtritt (Landeskirchenamt der

Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern, Abt. D)


In seiner ersten Sitzung hat der Aufsichtsrat auch die hauptamtlichen Vorstände berufen, die theologisch-inhaltlich strategische und pädagogische Leitung im Einvernehmen mit dem Landeskirchenrat, so wie es die neue Satzung vorsieht.

Die neuen Vorstände, die ihre hauptamtliche Arbeit erst mit der Eintragung der Satzung aufnehmen dürfen, sind:

Vera Lohel, Verbandsleitung (im Umfang von 100%),

Prof. Dr. Hans Jürgen Luibl, theologisch-inhaltlich strategische Leitung (im Umfang von 50 %, interimistisch für den Zeitraum vom 1. September 2021 bis 31. August 2022).

Dr. Patrick Grasser, pädagogische Leitung - einschließlich Leitung des Netzwerks Pädagogik (im Umfang von 50 % - darin integriert Studienleiter für Erwachsenenbildung im RPZ, Beginn der Tätigkeit ist für Herbst 2021 geplant).


Zur Unterstützung des Vorstandes hat der Aufsichtsrat einen Personal- und Finanzausschuss eingerichtet, der künftig die Arbeit des Lenkungs- und Verteilungsausschusses übernehmen wird.


Mitglieder des Personal- und Finanzausschusses sind:

Roland Andert (Diakonisches Werk Bayern e.V.)

Dorothea Kroll-Günzel (KDA Nürnberg)

Eva-Maria Hartmann (EBW Würzburg-Frankenforum)

Christa Müller (EBW Donau-Ries / Forum Westmittelfranken)

Dekan Dr. Volker Pröbstl (Ev.-Luth. Dekanat Selb / EEB Hochfranken)

Beratend wird Kirchenrätin Simona Hanselmann-Rudolph (Landeskirchenamt der

Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern, Abt. D) dem Gremium angehören.


Der Ausschuss nimmt seine Arbeit auf, sobald die neue Satzung der AEEB rechtskräftig eingetragen ist.


Nicht unerwähnt bleiben darf, dass durch die Satzungsänderung auch eine neue Vereinbarung zwischen ELKB und AEEB notwendig geworden ist. Diese ist mittlerweile fertiggestellt und unterschrieben - eine gute Basis auch für das Miteinander von Bildungseinrichtungen und Dekanatsgremien, gerade im Blick auf den neuen Landesstellenplan. Nähere Infos dazu folgen.

KEB begrüßt die neue Geschäftsführerin Eva Jelen

Die Katholische Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (KEB) in Bayern und ihre Landesstelle in München begrüßten am 01. Juni 2021 ihre neue Geschäftsführerin Eva Jelen.

Die 33-jährige Münchnerin war über fünf Jahre Verbandsgeschäftsführerin des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend Bayern (BDKJ Bayern), wo sie bereits an der Spitze eines katholischen Landesverbands stand und dadurch mit Verantwortung für einen Millionenhaushalt, Personalführung und politischer Interessenvertretung bestens vertraut ist. - Bereits Mitte Mai konnte sich Eva Jelen den Mitgliedseinrichtungen der KEB Bayern bei der digitalen Mitgliederversammlung vorstellen. Dies stellte einen letzten Meilenstein im zweijährigen Umstrukturierungsprozess der Landesstelle dar, da die neu zugeschnittene Stelle der Geschäftsführung vor mehreren Monaten erstmals ausgeschrieben werden konnte.

Frau Jelen hat uns überzeugt, dass sie fachlich alles mitbringt, was man in dieser neu geschaffenen Position der Landesgeschäftsführerin können muss. Auch menschlich läuft die Zusammenarbeit hervorragend an“, freut sich PD Dr. Achim Budde, Vorsitzender der KEB Bayern. „Von ihrer ausgeprägten Kenntnis der Strukturen kirchlicher Bildungsarbeit, ihrer Vernetzung und Kampagnenfähigkeit wird künftig die gesamte KEB Bayern profitieren können. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit!


Text: Stefan Owandner, KEB

Präsenz-Workshop am Chiemsee: Agile Methoden im Bildungsmanagement
Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitglieder und Interessierte,

endlich dürfen wir unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften auch wieder Präsenzveranstaltungen durchführen. Deshalb möchten wir Sie bereits jetzt auf einen  interessanten Experimentier- und Denkworkshop zum Thema "Agile Methoden im Bildungsmanagement" aufmerksam machen.

Was ist mit "agil arbeiten" eigentlich gemeint? - Hinter „Agilität“ steckt das flexible Reagieren auf Veränderungen durch äußere Bedingungen. Auf Unternehmens- oder Teamebene zeichnet sich eine agile Arbeitsweise vor allem durch ein schrittweises Vorgehen, hohe Autonomie von Teams oder Mitarbeitern und einen klaren Kundenfokus aus.
In unserem Workshop "Agile Methoden im Bildungsmanagement", der im Oktober 2021 am Chiemsee stattfindet, lernen Sie aktiv verschiedene agile Methoden kennen und können prüfen, inwieweit diese in Ihrem Arbeitskontext zielführend und unterstützend sind.

Dabei betrachten wir "Agile Methoden" unter den Perspektiven:
  • der Zusammenarbeit im Team und in Projekten,
  • der Entwicklung innovativer Ideen und der Umsetzung von Bildungsangeboten,
  • der Kooperation mit geeigneten Partnern
  • und der organisatorischen und personellen Voraussetzungen agilen Arbeitens.

Termin: 19. - 21. Oktober 2021
Veranstaltungsort: Kloster Frauenchiemsee
Referentin: Elisabeth Kräuter (Trainerin und Coaching, u.a. Agile Methoden)

Anmeldungen bis spätestens zum: 15.09.2021

Anmeldungen hier

Jutta Sperber NL

Theologische Referentin: Dr. Jutta Sperber

Mit Dr. theol. habil. Jutta Sperber hat das EBW Amberg-Weiden (Oberpfalz) seit Mai eine neue theologische Referentin. Die Nachfolgerin von Pfarrer Johannes Blohm ist von ihrem Werdegang her sowohl Theologin als auch Religionswissenschaftlerin ( Schwerpunkte: monotheistische Religionen und christlich-muslimischer Dialog in der Moderne). Genannt seien dabei vorrangig: 1. Ihre Habilitation im Fachbereich Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie an der Uni Rostock mit Forschungsarbeiten im Bereich des Ökumenischen Rats der Kirchen und des Vatikan, 2. ihre Tätigkeit als ev. Mitbegründerin des "Theologischen Forums Christentum-Islam" (arbeitet an der europaweiten Vernetzung christlicher und muslimischer Theologen zu aktuellen theologischen sowie sozialen Themen) und 3. ihre mehrjährige Auslandserfahrung im Mittelmeerraum. Ihre augenblickliche Tätigkeit ist verbunden mit einer halben Stelle als Aussiedlerseelsorgerin im Dekanat Sulzbach-Rosenberg. Beide Stellen sollen sich gegenseitig befruchten, so der Grundgedanke dieser Kombination, die für Dr. Jutta Sperber eine neue sprachlich-kulturelle Herausforderung darstellt, die die alte (und neue?) Seidenstraße entlang weit in den Osten reicht. „Besonders interessant finde ich es, dass es schon vor fast 1.000 Jahren hier in der nördlichen Oberpfalz eine Frau gab, die diesen Brückenschlag von West nach Ost verkörpert hat: Gräfin Bertha von Sulzbach, durch Heirat Kaiserin Irene von Byzanz.“


Foto: ELKI (Evangelisch-lutherische Kirche Italiens) 

Theresa Kosog NL fertig

EBW Neu-Ulm: Diakonin Theresa Kosog

Neubesetzt wurde auch die geschäftsführende Stelle im evangelischen Bildungswerk im Dekanat Neu-Ulm: Seit dem 1. Juni 2021 hat Theresa Kosog dort die Arbeit  als theologisch-pädagogische Mitarbeiterin aufgenommen. Die gebürtige Mittelfränkin ist bereits seit fast zehn Jahren in der Landeskirche als Diakonin tätig. Geprägt durch die evangelische Jugend- und Verbandsarbeit ist es für Theresa Kosog in den letzten Jahren sowohl ein persönliches Anliegen, als in ihrem Verständnis auch ein wichtiger Auftrag der Kirche, Menschen dabei zu begleiten, im Glauben und darüber hinaus im Alltag sprachfähig zu sein. - Sprachfähig, in dem was uns beschäftigt, motiviert und am Herzen liegt, aber auch für die Themen, die uns hemmen, die wir verändern und gestalten wollen. Gerade in einer Gesellschaft, in der Kirche immer weniger eine Rolle spielt, kann Erwachsenenbildung mit einem christlichen Fundament und unterschiedlichen lebensbegleitenden Formaten das Gemeinwesen bereichern und stärken. „Ich freue mich auf die Herausforderungen, die diese Aufgaben gerade auch in der momentanen Situation mit sich bringen“, erklärt Diakonin Kosog zu ihrer neuen Stellen im EBW Neu-Ulm.


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privat

Tricks aus der Technikecke

Manchmal sind es die kleinen Sachen, die nerven und bei der Arbeit aufhalten. Daher haben wir für Sie zwei Tipps, die Ihnen hoffentlich manch´ kleinen Umweg ersparen:


1. Tipp: Die Programmheftliste in Evangelische Termine

Ursprünglich sollte sie es Einrichtungen ermöglichen, ein Programmheft ohne viel Änderungsbedarf direkt aus Evangelische Termine auszudrucken. Inzwischen ist aber noch ein weiterer Verwendungszweck aufgetaucht: für Einrichtungen, deren Veranstaltungsstatistik von der AEEB geprüft wird, dient die Liste als Übersicht der Veranstaltungen und gleichzeitig als Veröffentlichungsnachweis. Dabei ist es nicht nötig, für jede Einrichtung und jede Kirchengemeinde eine extra Liste auszudrucken. Der diagonale Pfeil neben dem Feld „Eigene Veranstaltungen“ ermöglicht eine Mehrfachauswahl durch Drücken der Strg-Taste und Anklicken der gewünschten Einrichtungen.



Danach wird die Liste „Programm EBW“ ausgewählt – dies erzeugt eine Word-Datei, in der alle verfügbaren Informationen zur Veranstaltung ausgewiesen werden.



2. Tipp: Word- und Excel-Dateien per Mail verschicken

Manchmal verschickt man eine Mail mit Dateianhang – und findet erst später heraus, dass sie nie ankam. Diese Mail wurde dann vom Spamfilter herausgefischt und isoliert; der Empfänger erfährt davon nichts und auch der Absender bekommt keine Fehlermeldung. So etwas ist sehr ärgerlich und verkompliziert einfache Arbeitsabläufe.

Als Absender einer solchen Mail hat man mehrere Möglichkeiten, solchen Problemen vorzubeugen:

  1. Deaktivieren Sie die Makros in der Datei: hier verrät uns Microsoft, wie das gemacht wird.
  2. Braucht Ihre Software ein Update? Es werden besonders häufig Anhänge mit der Endung .doc oder .xls herausgefischt. Die neueren Office-Versionen benutzen .docx oder .xlsx und bereiten seltener Probleme.
  3. Sie können die Datei verschlüsseln. Der Datenschutzbeauftragte der EKD hat hierzu eine Handreichung herausgegeben und das kostenlose Programm 7-zip empfohlen.
  4. Laden Sie die Datei in die Cloud der ELKB. Dies ist die ideale Lösung, wenn die Datei von mehreren Personen bearbeitet werden soll und alle Beteiligten einen Zugang zum Intranet der ELKB haben.

Text: Beate Gundelach (AEEB Landesstelle)

Fördermöglichkeit für kreative Projekte in der Erwachsenenbildung und kirchlichen Bildungsarbeit

Sind Sie auf der Suche nach Geldern für ein Projekt aus dem Bereich kulturelle Bildung? - Hiermit möchten wir Sie gerne auf die Möglichkeit der Förderung durch den "Kulturfonds Bayern" aufmerksam machen.
Aus diesem Fördertopf bezuschusst der Freistaat Bayern nämlich im Bereich kulturelle Bildung u.a. kreative Projekte, Veranstaltungen und kirchliche Bildungsarbeit, deren zuwendungsfähigen Gesamtkosten mindestens 5.000 Euro betragen. Der Fördersatz im Bereich Bildung liegt bei bis zu 50 % der zuwendungsfähigen Kosten.

Auch wenn die Antragsfrist mit dem 1. Februar  für das laufende Jahr bereits verstrichen ist, so können Anträge mit besonderer Begründung noch nachträglich für 2021 eingereicht werden. Dazu muss jedoch vorab eine Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Referat im Staatsministerium für Unterricht und Kultus erfolgen.

Bitte sprechen Sie uns bei Interesse an!


Weitere Infos: https://www.freistaat.bayern/dokumente/leistung/57775040590

Einen Link zum Flyer "Kulturfonds Bayern" finden Sie hier

NL Gruss 1

Begegnungen mit der anderen Art

Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken!

Da spricht die samaritische Frau zu ihm:

Wie, du, ein Jude, erbittest etwas zu trinken von mir, einer samaritischen Frau?

Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du wüsstest,… !

... Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, dass er bei ihnen bleibe;

und er blieb dort zwei Tage.

(aus Johannes 4)

 

Nur vier Worte: „Gib mir zu trinken!“ - und doch ein Skandal! Es geht weniger um die Sache an sich, sondern darum "wer hier mit wem spricht". Jesus auf der einen Seite, eine ausländische, nicht jüdische Frau auf der anderen.

Fremd, unrein, verfeindet - so die damaligen Vorurteile. Doch Jesus reißt die von Menschen errichtete Mauer zwischen den Nationen ein. Ihm geht es "nur" um zwei Menschen: Einer, der Durst hat. Und eine, die helfen kann.

Jesus lässt jedoch nicht nur heimlich, still und leise die Nähe zu der Ausländerin zu, sondern bleibt ganze zwei Tage bei den Samaritern und erwidert deren Gastfreundschaft. Noch ein Skandal! Wie gehen seine Jünger damit um? - Sie sind verunsichert, erschrocken. Immerhin haben sie von Kindesbeinen an gelernt, sich vor Fremden zu hüten, vor allem vor Samaritern. Und jetzt: übernachten in einem samaritischen Haus, essen aus unreiner Küche. Zwei Tage vergehen und haben die Jünger gelehrt: Seid offen für Begegnungen mit Menschen aus anderen, fremden Kulturkreisen.


Oft unterbewusst reagieren wir heute wie damals aufgrund von Vorurteilen, Klischees und Angst vor Fremden. Diesen "Schubladen im Kopf" nicht zu verfallen ist eine hohe Kunst, aber auch eine innere Sehnsucht von fast jedem. Wer selbst will schon verurteilt werden, wegen eines anderen Aussehens oder wegen eines anderen Glaubens? - Der Mensch ist doch mehr. Ein unendliches Mosaik an Gaben, Fähigkeiten und Charakterzügen.

"Gib mir zu trinken!" - Offen in Begegnungen gehen, Personen einladen oder sie um etwas bitten, auch wenn sie sich anders kleiden als ich, anders essen als ich, anders beten und feiern als ich. Es bleibt eine innere Hürde, ist aber gerade in unserer heutigen globalen und multikulturellen Gesellschaft ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung!


Im Namen der AEEB möchten wir an dieser Stelle einen herzlichen Dank an Ulla Knauer aussprechen, die in den letzten 10 Monaten u.a. einige Newsletter-Rubriken betreut hat und jetzt in ihre eigentliche Profession als Gemeindepfarrrerin zurückkehrt.
"Meine Assistenz-Tätigkeit für die Landesstelle hat mir große Freude gemacht und mir ein klareres Bild von der Erwachsenenbildung geschenkt. Ich danke allen, die offen und vorurteilsfrei auf mich zugegangen sind und mit mir zusammengearbeitet haben", schließt Ulla Knauer das "Newsletter-Grußwort". - Wir sagen: Auf Wiedersehen innerhalb der Landeskirche!


Ihre AEEB-Landesstelle


Text:
Ulla Knauer/ Sabine Löcker
Foto
: Gerhard G auf pixabay

Juli

ONLINE: Politische Bildung - begegnung. beteiligung.chance

13. + 14.07.2021; je 9.15 - 12.30 Uhr

Gerade in einer zunehmend komplexeren Welt gewinnt Politische (Erwachsenen-)bildung an gesellschaftlicher Bedeutung. - In der zweitägigen virtuellen Konferenz „Politische Bildung: begegnung.beteiligung.chance“ werden folgende Aspekte beleuchtet:
  • Politische Bildung als Thema von Grundbildung und Literalität,
  • als Thema der gesellschaftlichen Inklusion
  • und als Auftrag der Bildungsarbeit zur Partizipation.
Neben Inputs zu den genannten Themen werden Fördermöglichkeiten im europäischen Kontext (Erasmus+) sowie die Projektförderung für Grundbildung und politische Bildung durch das bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus vorgestellt. Am 2. Tag stehen Workshops zu fünf Themenfeldern der politischen Bildungsarbeit auf dem Programm.

Das Programm zur Veranstaltung  hier
Anmeldungen hier

Kosten: kostenfrei
Veranstalter:
Bayerischer Volkshochschulverband e.V. in Kooperation mit der Koordinierungsstelle der „Europäischen Agenda für Erwachsenenbildung“ (unterstützt vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus)
Ohne Termin

Weitere ONLINE-Angebote

Siehe Programm

Digitale Angebote von verschiedenen Veranstaltern finden Sie auf unserer AEEB-Homepage unter "Service / Bildung Digital".


Veranstalter: diverse