Newsletter Juli/ August 2021

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Inhaltsverzeichnis:

Aktuelles:
1. Politische Bildung ist Demokratiebildung - ein Leben lang: ein Bericht von Udo Hahn, Direktor der Ev. Akademie Tutzing
2. Zum Schutz von Demokratie und Menschenwürde - ein Interview mit Martin Becher, Geschäftsführer des Bayerischen Bündnis für Toleranz

3. Save The Date: Die "Lange Nacht der Demokratie" 2021
4. Spotlight: Gesellschaftspolitische Bildungsarbeit - zwei tolle Projekte aus dem EBW Neu-Ulm sowie die "Bamberger Mahnwache Asyl"
5. News digital: Aktuelle Nachrichten aus den Bereichen digitale Erwachsenenbildung und Social Media

6. Wissenswert: Wandel, Wähler, Wahl-O-Mat 
7. AEEB Pro & Contra: Wahl-O-Mat - Endscheidungshilfe oder nette Spielerei?
8. Veranstaltungstipp: Ruhestand im Blick (KDA)
9. Personalie: Vielseitiger Nachwuchsmitarbeiter - Jens-Eike Günther
10. Personalie: Neue Geschäftsführerin im EBW NAH - Sabine Tzschabran

Bürokratisches "leicht gemacht":
1. Projektförderung: Planen Sie gerade neue Veranstaltungen im Bereich politische Bildung – Demokratiebildung?


Zu guter Letzt: Alles eine Frage des Vertrauens...

Veranstaltungen und Digitalangebote

Button: Mail an Landesstelle

Schilder, Aufklärung und Prävention bei Rechtsextremismus

Politische Bildung ist Demokratiebildung - ein Leben lang

Angesichts des schwächer werdenden gesellschaftlichen Zusammenhalts in unserem Land und der weltweiten Bedrohung freier demokratischer Gesellschaften bleibt es wichtig, dass Bürgerinnen und Bürger Debatten führen zur Zukunft unserer Gesellschaft und sich für eine stabile demokratische Gesellschaftsordnung engagieren.” (Zitat aus “Zivilgesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland”)

Ein Bericht von Udo Hahn, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing

Staaten mit einer funktionierenden Zivil- und Bürgergesellschaft stehen besser da. Das zeigt der weltweite Vergleich schon auf den ersten Blick. Und bei näherem Hinsehen wird deutlich: Es ist das Lebenselixier einer Demokratie – mit unstrittigen Werten: Menschenwürde, Menschenrechte, Toleranz. Die politische Kultur fördert die Beteiligung. Sie zielt auf Ausgleich und Konsens – und sorgt für sozialen Frieden. Eine Garantie für dauerhafte Stabilität gibt es jedoch nicht. Das zeigen Entwicklungen, die schon vor der Corona-Pandemie sichtbar waren, aber durch sie eine massive Verstärkung erleben – auch in Demokratien. Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus bedrohen den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Und noch eines hat die Pandemie gezeigt: Bildung ist und bleibt der Schlüssel diese Krise zu überwinden und idealerweise gestärkt aus ihr hervorzugehen. Möglich wird dies nicht nur durch die schulische, sondern auch durch außerschulische Bildung. Der politischen Bildung und ihren Anbietern – darunter auch den Kirchen – kommt in diesem Kontext eine besondere Rolle und Verantwortung zu. Sie sind der Kompass unserer Gesellschaft, der Orientierung möglich macht.
Politische Bildung ist Demokratiebildung“ heißt es deshalb treffend im 16. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung (S. 128). Politik wird darin begriffen als „die Gesamtheit der Aktivitäten und Strukturen, die auf die Herstellung, Durchsetzung und Infragestellung allgemein verbindlicher und öffentlich relevanter Regelungen in und zwischen Gruppierungen von Menschen abzielt“ (S. 108). Da es um Macht geht und das Gemeinwohl im gesellschaftlichen Konsens entwickelt werden muss, braucht es Kompetenzen, um konfliktfähig zu sein. Politische Bildung schafft genau hierfür die Voraussetzungen.


Im 16. Kinder- und Jugendbericht heißt es dazu: „Politische Bildung ist ein von Subjekten – in diesem Kontext von Kindern und Jugendlichen – getragener Prozess der Herausbildung von Mündigkeit, der sich an demokratischen Grundwerten wie Menschenwürde, Gerechtigkeit, Gleichheit, Frieden, Solidarität, Emanzipation und Freiheit orientiert. Politische Bildung fördert das Vermögen, die politische Wirklichkeit im Hinblick auf die Durchsetzung demokratischer Prinzipien kritisch und reflektiert zu beurteilen. Sie entwickelt die Fähigkeiten zur politischen Partizipation und zur Gestaltung von Demokratisierungsprozessen. Im Unterschied zu anderen Formen politischer Erziehung ist politische Bildung damit weder affirmativ noch neutral“ (S. 527). Dieser Hinweis ist von grundlegender Bedeutung und gilt keineswegs nur für Kinder und Jugendliche. Die Entwicklung kritischer Urteilskraft – selber denken lernen –, das ist auch das Ziel lebenslangen bzw. lebensbegleitenden Lernens.

Dass Bildung Prozesse der Selbstbildung initiiert und auf Mündigkeit ausgerichtet ist, war jedoch nie unumstritten. Der Blick auf Autokratien und Diktaturen liefert den Beleg. In solchen Strukturen wird alles unternommen, zu delegitimieren, was die Mündigkeit fördert: So werden die Justiz, die Medien, die Zivilgesellschaft eingeschränkt und destabilisiert.

Politische Bildung ist das Handwerkszeug, das Menschen in die Lage versetzt, sich zu engagieren und mitzureden. Diese Strukturen sind nicht nur unter Druck, weil es regelmäßig zu Vorstößen etwa aus dem rechtsextremen Spektrum kommt, diese mit einem Verweis auf ein falsch verstandenes Neutralitätsgebot in Frage zu stellen. Politische Bildung kostet auch Geld. Und deshalb geraten ihre Träger immer mehr unter Druck, Strukturen vorzuhalten, die dauerhaft und umfassend funktionsfähig sind.
Politische Bildung ist jedoch eine schulische und außerschulische Daueraufgabe, deren Angebote langfristig, nachhaltig und flächendeckend vorhanden sein müssen“, sagt Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, im Interview (DJI Impulse, 1/21, S. 13). Die von Krüger beschriebene „Stärkung von Mündigkeit und Resilienz“ (S. 13) braucht die auskömmliche Dauerfinanzierung.

Neben dieser kontinuierlichen Arbeit ist über die Jahrzehnte das Bewusstsein gewachsen, anlassbezogene Förderungen zu initiieren - zur Extremismus- und Radikalisierungsprävention. In Zeiten knapper werdender Mittel gibt es Anlass zur Sorge, dass sich der Akzent verschieben könnte: hin zu Instrumenten der Gefahrenabwehr. So wichtig diese Projekte sind, sie wirken nur als Ergänzung, nicht aber als Ersatz. Eine funktionsfähige Zivilgesellschaft braucht beides.


Einen Link zum Veranstaltungsprogramm der Evangelischen Akademie Tutzing finden Sie hier

Buchtipp:

Titel: Zivilgesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland - Aufbrüche, Umbrüche, Ausblicke

Verlag: Erschienen im transkript Verlag, Bielefeld (Teil der Reihe: Edition Politik; 111 ); April 2021, Seiten 187

ISBN 978-3-8376-5654-1

Kostenlos abrufbar als E-Book (PDF), Open Access unter folgendem Link: https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-5654-1/zivilgesellschaft-in-der-bundesrepublik-deutschland/?number=978-3-8394-5654-5


Inhalt:

In der Zivilgesellschaft kommt die Pluralität einer Gesellschaft zum Ausdruck”, stellt der Politologe Edgar Grande fest. Gemeinsam mit der Freundeskreisvorsitzenden und Kulturberaterin Brigitte Grande sowie Akademiedirektor Udo Hahn hat er gerade den Band “Zivilgesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland” herausgegeben. Darin geht es um die Zivilgesellschaft und um das, was sie leisten kann, darf und muss. - Die Autoren nehmen Schlüsselakteure wie Gewerkschaften, soziale Bewegungen und Kirchen in den Blick und fragen nach ihrer Rolle in den Aufbruch- und Umbruchphasen der Bundesrepublik. Denn der wirtschaftliche Wiederaufbau, die gesellschaftliche Demokratisierung, die 'Wiedervereinigung', die Entwicklung zur Migrationsgesellschaft und die Herausforderungen der Corona-Pandemie sind ohne den aktiven Beitrag der Zivilgesellschaft nicht zu verstehen.


Text: Udo Hahn (Theologe und Akademiedirektor), Sabine Löcker (AEEB)
Foto:
Adobe stock

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Zum Schutz von Demokratie und Menschenwürde -  das Bayerische Bündnis für Toleranz

Das Bayerische Bündnis für Toleranz wurde 2005 von der evangelischen und katholischen Kirche, dem DGB, der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern sowie dem Bayerischen Innenministerium ins Leben gerufen. Erklärtes Ziel des Bündnisses: Die derzeit knapp 80 kirchlichen, zivilgesellschaftlichen und staatlichen Mitgliedsorganisationen - darunter auch die AEEB - treten für eine tolerante Gesellschaft sowie für den Schutz von Menschenwürde und Demokratie ein. - Die AEEB sprach mit Diplom-Pädagoge und Politologe Martin Becher, der seit 2011 Geschäftsführer des Bayerischen Bündnis für Toleranz ist, über aktuelle gesellschaftspolitische Tendenzen und Herausforderungen.

AEEB: Zunehmender Rechtspopulismus in Polen und Frankreich, ein Gesetz zum Verbot von LGBTQ-Inhalten in Ungarn und in der Türkei werden seit Jahren die Rechte auf Meinungs- und Pressefreiheit systematisch untergraben. - Aktuelle Entwicklungen, die zeigen: Selbst in Europa sind Demokratie und die damit verbundenen Werte keine Selbstverständlichkeit mehr. Wie beurteilen Sie die Lage bzw. ist die europäische Demokratie ernsthaft in Gefahr?

Martin Becher: Sie weisen zu Recht auf sehr bedenkliche Entwicklungen hin. Die Liste lässt sich ja ohne Weiteres verlängern. Gleichzeitig können wir konstatieren, dass die globale Sehnsucht nach Demokratie, Freiheit und Menschenrechten ungebrochen ist - hierfür stehen Belarus, Hongkong und auch der arabische Frühling. Die junge Generation und hier insbesondere die Frauen sind weltweit so politisiert wie schon lange nicht mehr. Es gibt neue internationale Bewegungen wie "Fridays for Future" oder "Black Lives Matter". Insgesamt ergibt sich also ein sehr unübersichtliches Bild - emanzipatorische Bewegungen stehen eher regressiv-autoritären Strömungen gegenüber. Die autoritäre Versuchung, die vereinfacht und eine Innen-Außen-Dichotomie etabliert, entfaltet eine große Anziehungskraft auf viele Menschen, insbesondere mittelalte Männer. So entstehen unvorstellbare Konstellationen: der Sexist Trump mit dem Evangelikalen Pence, der ehemalige KGB-Agent Putin mit dem rechtsextremen Flügel der AfD und Marine Le Pen. Aus alledem lässt sich schließen: gerade in Europa ist die Demokratie nicht wirklich existentiell bedroht, aber ein Selbstläufer - wie man 1989 meinte - sind Demokratie und Menschenrechte leider nicht.

AEEB: Auch bei uns in Deutschland lassen sich in den letzten Jahren verstärkt rassistische, rechtsextreme und antisemitische Tendenzen beobachten. Wie versucht das Bündnis für Toleranz dem entgegenzuwirken?

Becher: Einer der Stärken des Bündnisses besteht in der Vielfalt seiner Mitglieder. Keine andere Organisation in Bayern, die ähnlich wie wir im sogenannten politischen Vorraum arbeitet, kann auf eine derartige Breite und Vielfalt zurück greifen. Wenn also all die beteiligten Partner in ihren eigenen Reihen darauf achten, Rassismus, Antisemitismus und extrem rechte Positionen zu ächten, dann haben wir schon viel erreicht. Und dazu ist es eben wichtig, dass wir uns nicht wechselseitig öffentlich vorführen, sondern uns im Gegenteil in unseren Bemühungen unterstützen. Dazu dient u.a. unser Leitspruch: "Wir sind erst dann Teil der Lösung, wenn wir erkennen, dass wir Teil des Problems sind." Förderliche Haltungen sind also Demut und die Fähigkeit zum Perspektivwechsel. Eine wichtige Erkenntnis kommt bereits in unserem Namen zum Ausdruck: wir stehen für (!) bestimmte Werte und definieren uns nicht nur über die Ablehnung des Menschenfeindlichen. Wenn es uns gelingt, diese Haltungen zu internalisieren und wir dann noch Formate finden, in denen sich möglichst viele unserer Mitglieder wiederfinden, können wir unseren Beitrag sicher leisten.

AEEB: Was sind für Sie die größten gesellschaftspolitischen Herausforderungen in der Zukunft? Welche Aufgabe kann die Erwachsenenbildung in diesem Zusammenhang übernehmen bzw. leisten?

Becher: Jahrelang hätte ich auf diese Frage sofort geantwortet: Erwachsenenbildung muss "Ort öffentlicher Verständigung" sein - eine Formulierung unserer nordrhein-westfälischen Kollegen Norbert Reichling und Paul Ciupke. Diese Beschreibung bezog sich auf das Diskurshafte von Erwachsenenbildung als Aufgabe im politisch-gesellschaftlichen Kontext. Heute ist die Herausforderung eine Andere, und das hat viel mit Ihrer ersten Frage zu tun. Aus meiner Perspektive sind viele moderne demokratische Gesellschaften geradezu verzweifelt auf der Suche nach ihrem "Kern", nach dem, was sie ausmacht und im Inneren zusammenhält. Nicht umsonst diskutieren wir über "Leitkultur", nennen Behörden "Heimatministerien". Erwachsenenbildung kann hier gemeinsam mit anderen öffentlich verpflichteten Institutionen einen Beitrag leisten, diesen Kern, dieses Zentrum zu finden. Eine wichtige Aufgabe besteht also darin, Menschen aus ihren unterschiedlichen Blasen zusammenzubringen. Wir setzen das in sogenannten "Perspektivwechsel-Seminaren" um - etwa wenn Polizei und Gegendemonstrant*innen bei Nazi-Demos miteinander über ihre jeweiligen Wahrnehmungen und Erfahrungen sprechen.

AEEB: Lieber Herr Becher, am 2. Oktober 2021 darf endlich wieder die nächste "Lange Nacht der Demokratie" (siehe unten) stattfinden. Warum sind solche Veranstaltungen von wichtiger Bedeutung für unsere Gesellschaft?

Becher: Die Lange Nacht der Demokratie ist in vielfacher Hinsicht ein Musterbeispiel für Formate, die wir entwickeln müssen, um politische Bildung attraktiv zu gestalten. Sie hat Eventcharakter, spricht durch das veranstaltende Netzwerk unterschiedliche Personen an (Jugendring, Erwachsenenbildung, kommunale Akteure etc.) und sie findet simultan an ca. vierzig Orten statt und wird deshalb überregional wahrgenommen. So besteht die Chance, dass wir für politische Themen viele, vor allem viele unterschiedliche Menschen erreichen - das benötigt unser demokratisches Gemeinwesen!


Text: Martin Becher (Bayerisches Bündnis für Toleranz), Sabine Löcker (AEEB)

Foto: UnratedStudio auf pixabay

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Inspiration, Begegnung, Reflexion - die Lange Nacht der Demokratie 2021

Welche Bedeutung hat Demokratie? Was hält unsere Gesellschaft zusammen – in der Kommune, in Bayern, in Deutschland und in Europa? - Ein Jahr später als ursprünglich geplant, findet am 2. Oktober 2021 endlich wieder die „Lange Nacht der Demokratie 2021“ statt. Seien Sie dazu herzlich eingeladen...

Zeitgleich in über 30 bayerischen Kommunen und Landkreisen - von Coburg bis Rosenheim - wird in der Nacht vor dem Tag der Deutschen Einheit nicht nur in vielfältigsten Formaten über Demokratie philosophiert, diskutiert, gestritten und geslammt, sondern auch Musik und Kultur genossen sowie miteinander gefeiert. Bis es soweit ist, gibt es monatliche Veranstaltungen in einzelnen Kommunen und zeitgleich als Livestream. Denn: Demokratie ist gerade aktuell sehr herausgefordert!

Die „Lange Nacht der Demokratie“ ist ein Projekt des Wertebündnis Bayern, das sich seit der Gründung im Jahr 2010 zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt hat. Mittlerweile vereint das Bündnis 190 Organisationen aus allen gesellschaftlichen Bereichen, darunter Kirchen, Religionsgemeinschaften, Lehrer- und Elternverbände sowie Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. 2015 wurde das Wertebündnis mit der Gründung der Stiftung durch den Freistaat Bayern zukunftsfähig gemacht. Aufgabe der Stiftung ist es, das Wertebündnis zu unterstützen, um auch in Zukunft die für den Zusammenhalt in einer demokratischen Gesellschaft relevanten Werte ins Bewusstsein zu rufen.

Schirmherrin der "Langen Nacht der Demokratie": Ilse Aigner (Präsidentin des Bayerischen Landtags)

Weitere Infos zur Veranstaltung finden Sie unter:
www.lange-nacht-der-demokratie.de.


Text + Foto:
Wertebündnis Bayern

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Kitt für unsere Gesellschaft - offene Gespräche und Raum für Aufklärungsarbeit

Kaum ein anderer Themenbereich innerhalb der evangelischen Erwachsenenbildung ist so vielfältig wie gesellschaftspolitische Bildungsarbeit. Schließlich geht es hier um Angebote für eine bunt zusammengesetzte Zivilgesellschaft, um das Zusammenleben und die Zustände in unserem Land. Und umso wichtiger ist es, mit den Menschen im Gespräch zu bleiben, anders denkende und lebende zu respektieren und zu schützen. Hier zwei tolle Projekte, die sich genau dies zum Ziel gemacht haben.


"Wir kommen mit dem KulturMobil" - ein Bericht von Diakonin Ulrike Kühn (diako Augsburg), die das "KulturMobil" ehrenamtlich für das EBW Neu-Ulm betreut:

Mit Genehmigung des Projektantrags durch die Bundeszentrale für politische Bildung konnten die Planungen für das „KulturMobil - Leipheimer Leben“ beginnen. Im Mai 2019 wurde ein Anhänger angeschafft und ausgestattet, der uns als mobile Bühne dient. Zwei Monate später fand dann die erste "KulturMobil"-Veranstaltung statt und die Idee, Menschen in IHRER Stadt Kultur anzubieten, sie zu gesellschaftspolitischen Fragen ins Gespräch zu bringen - unkompliziert, ansprechend und interessant – ist aufgegangen. Manche Menschen kommen angeregt durch Plakate und Handzettel gezielt vorbei, andere bleiben zufällig stehen, hören zu, beteiligen sich und gehen auch wieder. Die Gespräche an unseren Stehtischen kommen bei den Leuten gut an, viele bleiben auch nach dem offiziellen Veranstaltungsende. Ein begeisterter Gast ist der Leipheimer Bürgermeister - sowohl auf dem Mobil, als auch als Zuschauer.

Es ist uns ein großes Anliegen, dass die Menschen der Ortschaften durch ein einfaches, niederschwelliges Angebot die Möglichkeit bekommen, sich mit politischen Themen auseinanderzusetzen und durch Gespräche mit Personen des öffentlichen Lebens Anteil an der Gestaltung von Kultur in Leipheim nehmen. Das "KulturMobil" hat das Ziel, Leute in Kontakt zu bringen, sie für das öffentliche Leben zu interessieren, ihre Themen aufzugreifen und publik zu machen. Mit dem "KulturMobil" haben wir die Möglichkeit vor Ort - in den Neubaugebieten, im alten Ortskern und auch im stetig wachsenden Gewerbegebiet - präsent zu sein. Bei Gesprächen über den Wert des Lebens, über Motivation und Wahlen konnten wir begeisterte Menschen für die Bühne gewinnen, die fachliche, aber auch persönliche Einblicke in ihre Arbeit und Gedankenwelt gegeben haben. Die Nähe zwischen „Öffentlichkeit“ und „Vertrautheit“ wird groß und das ist es, was dieses Veranstaltungsformat ausmacht. Und weil das Mobil so mobil ist, können wir in vielen anderen Orten zum Einsatz kommen.


Ansprechpartnerin: Diakonin Ulrike Kühn (ulrike.kuehn@elkb.de)


Mehr Infos zum "Kulturmobil" finden Sie hier

"Bamberger Mahnwache Asyl" - ein Bericht von Pfarrerin Mirjam Elsel (Koordinierung für die Flüchtlingsbegleitung im Dekanatsbezirk Bamberg und Leiterin der Evangelischen Erwachsenenbildung Bamberg):


Seit Februar 2017 findet in der Bamberger Innenstadt montags die "Mahnwache Asyl" statt. Organisiert wird sie von der Koordinierungsstelle für Flüchtlingsbegleitung im Dekanatsbezirk Bamberg, dem Netzwerk Bildung und Asyl, der Flüchtlingsorganisation „Freund statt fremd“, der Interreligiösen Fraueninitiative und der Seebrücke Bamberg. Mitten im Leben der Innenstadt ist hier ein öffentlicher Ort der Vernetzung, der Solidarität mit Geflüchteten und dem Einsatz für faire Asylverfahren und eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik entstanden. Auslöser für die "Mahnwache" im Winter 2017 waren die ersten Abschiebeflüge nach Afghanistan, als auch aus Bamberg gut integrierte junge Männer in das krisengebeutelte Land abgeschoben wurden. Außerdem befindet sich in Bamberg das größte bayerische AnkER-Zentrum.


Mirjam Elsel fasst ihre persönlichen Eindrücke und Erlebnisse bei der "Bamberger Mahnwache Asyl" wie folgt zusammen: „Ich bin immer wieder begeistert, wie viele ganz unterschiedliche Menschen jeden Montag teilnehmen. Dabei sind Engagierte aus den Kirchengemeinden und Schüler*innen, Ordensfrauen und Gewerkschaftsleute, zudem bleiben immer wieder Passanten stehen. Wir geben Geflüchteten eine Stimme, nutzen den Ort für kurze Vorträge mit Fachleuten, um Hintergründe aufzuzeigen und genau hinzuschauen, und laden öffentliche Personen und Politiker*innen ein. Künstler*innen vom Bamberger Symphoniker bis hin zum Kabarettisten gestalten die "Mahnwachen" mit. Auch wenn die "Mahnwache Asyl" nach dem Versammlungsrecht abgehalten wird, für mich ist sie ein exemplarischer Ort politischer Bildung!“


Nähere Infos und Ansprechpartnerin: Mirjam Elsel (mirjam.elsel@elkb.de)

 

Link zum Podcast "Bamberger Mahnwache":

https://soundcloud.com/search?q=Bamberger%20Mahnwache%20Asyl


Links zu Beiträgen auf You-Tube:
https://www.youtube.com/watch?v=HBuQEYQlnFE

https://www.youtube.com/watch?v=z23f_pg1zEQ


Text:
Mirjam Elsel, Ulrike Kühn, Sabine Löcker
Fotos:
pixabay (1), privat (1)

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News Digital - unsere Kurzinfos rund um das Thema "Digitale Erwachsenenbildung"
Keine Chance für Rechtsextremismus - interessante Podcast-Reihe der Deutschen Hochschule der Polizei

Fokus Rechtsextremismus. Themen für die polizeiliche Bildungsarbeit“ - so der Titel eines neuen Podcast der Deutschen Polizei-Hochschule, der im Kontext des Projekts „Politische Bildung und Polizei“ produziert wurde. Der Podcast entstand aus dem Arbeitskreis „Polizeiliche Bildung als Schlüssel – Rechtsextremismus- und Rassismusbekämpfung als Arbeitsfelder der Polizei“ heraus, in dem u.a. Martin Becher, Geschäftsführer des Bayerischen Bündnis für Toleranz, mitwirkt.

In 10 Folgen (z.B.: "Herausforderungen für die Bildungspraxis", „NSU in der politischen Bildung", "Rassistische Diskriminierung") sprechen Expert*innen aus Polizei, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und politischer Bildung darüber, wie die Polizei mit dem Thema „Rechtsextremismus“ umgeht und was politische Bildung zur Stärkung polizeilicher Kompetenzen betreffs des Erkennens, der Analyse und Bekämpfung rechtsextremistischer Aktivitäten, Straftaten und Anschläge sowie des Schutzes von (potentiellen) Opfern leisten kann. Dabei wird regelmäßig auch an aktuelle Debatten um Rassismus und Extremismus in den Reihen der Polizei angeknüpft.


Einen Link zum Podcast finden Sie hier


"Forum Erinnern" - neue Internetplattform aus dem Bereich der politischen Bildung
Zur Erinnerungskultur an die NS-Zeit: die neue Internetplattform „Forum Erinnern“, die sich als Serviceangebot für historisch-politische Bildungsarbeit zur Geschichte des Nationalsozialismus vesteht, bietet erstmals zentral gebündelt einen Überblick über Bildungsangebote und Projekte aus ganz Bayern, einen Veranstaltungskalender und weiterführende Links. Getragen wird das Projekt vom Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV), vom Bayerischen Bündnis für Toleranz, vom Max-Mannheimer-Studienzentrum und vom NS-Dokumentationszentrum München. „Forum Erinnern“ richtet sich insbesondere an Lehrkräfte und Multiplikatoren aus der bayerischen Bildungslandschaft, die für ihre Zielgruppen nach Angeboten oder Projektpartnern suchen und sich vernetzen wollen.

Einen Link zur Plattform finden Sie hier

Info- und Schulungsangebot zur neuen AEEB Lern- und Veranstaltungsplattform "Bildung Evangelisch Digital":

Aufgrund der Rückmeldungen - der neugierigen und interessierten, aber teils auch kritischen oder etwas „verzweifelten“ Fragen - , die uns zu unserer neuen Lern- und Veranstaltungsplattform „Bildung Evangelisch Digital“ erreichen, möchten wir Ihnen hiermit ein Info- und Schulungsangebot per Zoom anbieten.
Die Online Veranstaltung soll Gelegenheit geben, die neue Plattform, ihre Zielsetzung und den Anspruch kennenzulernen und zeigen, wie Sie sich als Anbieter mit Veranstaltungen präsentieren können und welchen Mehrwert Sie daraus erhalten. Darüber hinaus wird erklärt, wie der neu geschaffene Import von Veranstaltungen von Evangelische Termine, Adebis und/ oder Kiribati funktioniert. Und natürlich sind auch Ihre Fragen willkommen...


Termin : 16.9.2021 10:00 - 11:30 Uhr
https://eu01web.zoom.us/j/68723961124?pwd=blVQNXZ2aXk1Smh6VUN3NkdQZzBCZz09
Meeting-ID: 687 2396 1124
Kenncode: 545231


Eine Anmeldung ist nicht zwingend erforderlich (Eine kurze Rückmeldung an lohel@aeeb.de wäre allerdings hilfreich für die Vorbereitung)


P.S.: Wir freuen uns, wenn Sie die Gelegenheit zur Information und zum Austausch nutzen, damit wir gemeinsam eine Lern- und Veranstaltungsplattform im Rahmen der digitalen Bildung und Professionalisierung der ev. Erwachsenenbildung schaffen!


Nächste "Virtuelle Kaffeepause" - Thema: Chancen und Risiken von Gamification in der Bildung
Termin: 17. September 2021 von 10:00 bis 11:00 Uhr
Thema: Chancen und Risiken von Gamification in der Bildung


Gamification - die Übertragung von Spiel-Elementen auf andere Lebensbereiche - kann sehr motivierend wirken und z.B. Bildungsveranstaltungen unterhaltsamer und interaktiver machen. Allerdings kann es auch den gegenteiligen Effekt haben, denn gerade in der Erwachsenenbildung birgt Gamification die Gefahr, dass sich Teilnehmer*innen nicht ernst genommen fühlen. - In dieser Virtuellen Kaffeepause räumt Alexandra Kohle, Leiterin des Projekts “Digitale Professionalisierung”, mit den gängigen Vorurteilen zum Thema Gamification auf und entwickelt gemeinsam mit den Teilnehmenden Methoden, wie Gamification sinnvoll in Online- und Präsenzveranstaltungen eingesetzt werden kann.

Eine An- oder Abmeldung ist wie üblich nicht erforderlich. Kommen Sie einfach vorbei, wenn Sie gerade Zeit und Lust auf eine gemeinsame Tasse Kaffee oder Tee in virtueller Gesellschaft haben!

Die Einwahldaten zum Zoom-Meeting finden Sie hier


Texte: Sabine Löcker, Alexandra Kohle

Foto: Gert Altmann auf pixabay

Wahl-o-Mat

Wandel, Wähler, Wahl-O-Mat

Am 26. September 2021 wird der 20. deutsche Bundestag gewählt und damit wird in Kürze auch wieder die neueste Version des sogenannten Wahl-O-Mat im Netz veröffentlicht. - Nach beinahe 20 Jahren Existenz ist das beliebte Online-Tool der Bundeszentrale für politische Bildung zu einer festen Informationsgröße in Wahlkampfzeiten geworden. Hier dazu die wichtigsten Infos und Fakten.

Seine Entstehung verdankt der Wahl-O-Mat - wie so vieles andere auch – ganz klar dem rasanten, digitalen Wandel in den frühen 2000ern. Denn während die meisten Bürger ihre Informationen zur politischen Meinungsbildung bis dato aus dem Fernseher, aus Wahlbroschüren oder -veranstaltungen vor Ort schöpften, fanden von nun an politische Wahl-Feldzüge immer häufiger im Internet, auf Facebook, Ýoutube & Co. statt. Und wohl deshalb hat auch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) einen eigenen, digitalen Kommunikationskanal entwickelt – die Grundidee zum Wahl-O-Mat entstand bereits 1985 am niederländischen „Instituut voor Publiek en Politiek“  - und diesen anlässlich der Deutschen Bundestagswahl 2002 erstmals online gestellt.
Zielsetzung des Wahl-O-Mat: Das Online-Tool soll neutrale, sachpolitische Aufklärung zur bundesdeutschen Parteienlandschaft bieten und dem Wähler so bei der Entscheidung für oder gegen bestimmte Parteien helfen. (Gegenkonzept zu den Tendenzen der Personalisierung). Eine Wahlempfehlung wird - anders als zum Beispiel bei Wikipedia behauptet "Der Wahl-O-Mat ist eine internetbasierte  Wahlempfehlungsanwendung,..." - ausdrücklich nicht gegeben!
Seit der Einführung - vier Bundestagswahlen, zahlreiche Europa- und Landtagswahlen später-  sind nicht nur das äußere Erscheinungsbildung, sondern auch das Rahmenangebot des ursprünglichen Tools modifiziert und ausgebaut worden: So wurden zum Beispiel zusätzliche Auswertungs- und Informationsmöglichkeiten integriert sowie didaktische Materialien für den Schulunterricht eingestellt. Verändert hat sich auch die Anzahl der zugelassenen Parteien. Bis 2008 wurden nur die bereits im Parlament vertretenen Parteien sowie Parteien, denen aufgrund einschlägiger Umfragen Chancen auf ein Parlaments-Mandat zugesprochen wurden, aufgenommen - in der Regel also vier bis sechs. Anlässlich einer richterlichen Intervention entschied die bpb, im Weiteren alle zur jeweiligen Wahl mit einer Landesliste zugelassenen Parteien einzuladen, sodass jetzt mitunter weit mehr als 20 Parteien teilnehmen können.
Dies wiederum hatte technische Veränderungen zur Folge. In neuen Tool-Varianten wählt der Nutzer vor Anzeige des Ergebnisses acht Parteien aus der Gesamtgruppe aus, deren Positionen dann mit seinen eigenen abgeglichen werden. Um trotz der Zunahme der Parteienanzahl eine ausreichende Unterscheidbarkeit zu gewährleisten, wurde zudem die Thesenanzahl von 30 auf 38 erhöht und die Gewichtungsoption gestärkt.

Von seiner Funktionslogik gehört der Wahl-O-Mat zur Gruppe von Online-Tools, die in der wissenschaftlichen Debatte als „Voting Advice Application“ (VAA) bezeichnet werden. - Doch keine Sorge, die Anwendung ist im Grunde einfach: Der Wahl-O-Mat konfrontiert den User mit ca. 40 Thesen aus unterschiedlichen Politikfeldern, die im jeweiligen Wahlkampf eine Rolle spielen, etwa: "Es soll ein flächendeckender Mindestlohn eingeführt werden." Die Internetnutzer können sich zu diesen Aussagen positionieren, indem sie "stimme zu", "stimme nicht zu" oder "neutral" anklicken (respektive die These überspringen).

Bevor der Wahl-O-Mat online gestellt wird, haben die Parteien ihre Positionen zu den Thesen festgelegt. Der Wahl-O-Mat kalkuliert, nachdem der jeweilige Nutzer über alle Thesen "abgestimmt" hat, welche der acht vom User ausgewählten Parteien ihm mit Blick auf die Thesen am nächsten steht und wie weit entfernt andere Parteien von dieser Position liegen. Vor der Ergebnisanzeige kann der Nutzer noch Thesen, die ihm besonders wichtig sind, markieren. (stärkere Gewichtung). Am Ende hat der User die Möglichkeit, sich die Ergebnisse thesen- und parteigenau anzuschauen sowie Begründungen der Parteipositionen einzusehen.

Nach mehr als 15 online gestellten Versionen ist der Wahl-O-Mat zu einer etablierten Informationsquelle für Wähler geworden und zählt zu den am stärksten nachgefragten Online-Angeboten im Bereich der politischen Bildung. (Beim ersten Einsatz erreichte er 3,6 Millionen potenzielle Wähler, 2017 waren es bereits 15,7 Mill.) Mittlerweile findet man den Begriff "Wahl-O-Mat" sogar im Duden und vieles spricht dafür, dass die Ausbreitung von VAAs anhält und in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen werden. Denn eines steht fest: Der Wahl-O-Mat und seine Verwandten profitieren davon, dass sich die Bedeutung der Online-Kommunikation nicht nur im jetzigen Corona-Wahljahr, sondern auch in kommenden Wahlkämpfen immer stärker festigen und ausbauen wird.
(Quelle für den Text: Bundeszentrale für politische Bildung)


Lust das Online-Tool mal (wieder) auszuprobieren?  – Der  „Wahl-O-Mat“ zur diesjährigen Bundestagswahl wird am 2. September 2021 veröffentlicht.

Den "Wahl-O-Mat 2021", Test-Tools aus vergangenen Jahren sowie viele weitere interessante Infos finden Sie hier


Text: Sabine Löcker (AEEB)
Foto: © LZPolBRLP /HeikeRost.com

Wahl-O-Mat - Entscheidungshilfe oder nette Spielerei?

Als wir in unserer letzten Dienstbesprechung beschlossen haben, einen Artikel zum Thema "Wahl-O-Mat" zu schreiben, entflammte innerhalb des AEEB Teams sogleich eine hitzige, aber auch spannende Diskussion über das Für und Wider dieses Tools. Entscheidungshilfe oder nette Spielerei? - Lesen Sie selbst...


PRO
Alexandra Kohle (AEEB Projektleiterin "Digitale Professionalisierung"):

Ich habe keine Partei, mit der ich vollkommen übereinstimme. Vor jeder Wahl entscheide ich deswegen neu. Zwar weiß ich, welche 2 bis 3 Parteien ähnliche Werte haben wie ich, aber meistens fehlt mir die Zeit und die Lust deren Wahlprogramme komplett durchzuarbeiten. An dieser Stelle kommt bei mir der Wahl-O-Mat ins Spiel. Hier kann ich unkompliziert und – relativ - schnell die Aussagen bzw. die Wahlprogramme von verschiedenen Parteien miteinander und mit meiner Meinung vergleichen. Besonders spannend finde ich es zu erfahren, warum eine Partei für oder gegen etwas ist, dadurch erfährt man nochmal sehr viel mehr über die genauen inhaltlichen Positionierungen einer Partei. Außerdem werfe ich gerne einen Blick auf die Wahlprogramme und Meinungen bisher eher unbekannter oder junger Parteien. Wer weiß, auch die Grünen sind erst in den letzten Jahren in die Topliga aufgestiegen. 

Wenn jemand allerdings keine Lust hat die Begründungen der Parteien zu lesen, dann würde ich sagen „Finger weg vom Wahl-O-Mat!“. Wer nur ein paar Häkchen setzen möchte und hofft, dass er dann automatisch vom System die Partei "ausgespuckt" bekommt, die am besten zu seinen eigenen Überzeugung passt, wird zwangsläufig enttäuscht und wählt am Ende vielleicht sogar eine extremistische Partei wie die NPD.

CONTRA
Sabine Löcker (Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der AEEB)

Erste praktische Bekanntschaft mit dem Wahl-O-Mat habe ich vor einigen Jahren durch meinen Sohn gemacht, der das Tool im Sozialkundeunterricht  getestet hat. "Wenn ich 18 bin, wähle ich die ???", erklärte mir der damals 16-jährige. So einfach funktioniert Wahlentscheidung? - Ich war erstaunt, wir diskutierten und am Ende testete ich das digitale Wundertool selbst. Start: 38 Thesen zu wirklich hochkomplexen, politischen Themen. "Stimme zu", "nicht zu" oder "neutral"? - das ist mir viel zu pauschal, zu undifferenziert. Trotzdem weiter: 8 Parteien und für mich besonders wichtige Themen auswählen. Okay, weiter und jetzt? Aufmerksam studiere ich "meine" Meinungen und was die "mir nahestehenden" Parteien in ihren Wahlprogrammen (Auszüge!) dazu schreiben. - Papier ist ja bekanntlich geduldig. Doch was wird von den meist schwammig formulierten Versprechen nach der Wahl tatsächlich umgesetzt? - Mein Fazit: Der Schlüsselsatz steht gleich zu Beginn des Tools: "Der Wahl-O-Mat ist keine Wahlempfehlung, sondern ein Informationsangebot über Wahlen und Politik" - Exakt! und vielleicht sollte das - gerade bei sehr jungen Usern -  ein bisschen mehr betont werden. Ich selbst sehe den Wahl-O-Mat seither als eine nette - zugegeben interessante - Spielerei, erwarte mir von Angeboten zur politischen Meinungsbildung allerdings mehr.

Text: Alexandra Kohle, Sabine Löcker (beide AEEB)

Ruhestand im Blick - Den Übergang aus dem Berufsleben gut vorbereiten und gestalten
Ein Arbeitsleben lang bewegen wir uns auf den Ruhestand zu. Wenn er dann kommt, stellen viele fest, dass es gar nicht so einfach ist, die Freiräume zu nutzen, sich von Gewohntem zu verabschieden und noch einmal Neues zu wagen. Viele frisch gebackene Rentner*innen fragen sich: Und jetzt?

Wie gestalten wir Abschied und Übergang, welche Träume und Wünsche wollen und können wir noch verwirklichen? Wie ordnen wir unsere Beziehungen neu, wie gehen wir mit unserer Zeit um? Wie finden wir Sinn in neuen Aufgaben jenseits der Erwerbsarbeit? - Das zweitägige Seminar "Ruhestand im Blick - Den Übergang aus dem Berufsleben gut vorbereiten und gestalten" wirft einen Blick auf diese und andere interessante Fragen und richtet sich an Menschen in den letzten drei Jahren vor der Rente.

Tauschen Sie sich über Ihre bisherigen Pläne aus, lassen Sie sich von den Gedanken und Ideen anderer Teilnehmer*innen inspirieren und entwickeln Sie konkrete Ideen für neue Wege. Bei moderierten Diskussionen, in Kleingruppen, bei Übungen und Zeiten der Eigenreflexion haben Sie die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen individuelle Perspektiven für Ihren zukünftigen Lebensweg auszuloten.


Hier ein Link zu einem aktuellen Artikel des KDA Bayern, der sich mit den Hindernissen für Neu-Rentner*innen durch Corona beschäftigt:
https://kda-bayern.de/ausgebremste-neu-rentnerinnen-austausch-ueber-hindernisse-durch-corona/


Dem Thema „Übergang in die Rente“ hat sich auch ein Artikel in der FAZ am 30.05.2020 gewidmet. Mehr dazu unter:
https://kda-bayern.de/wp-content/uploads/2020_05_30_FAZ_Artikel_Ruhestand.pdf


Termin: 01. + 02. Oktober 2021
Veranstaltungsort: RPZ Heilbronn
Kosten: Für Seminar, Vollpension und Unterkunft im Einzelzimmer: 85€ (DZ 75€)

Online-Anmeldung bis 17.09.21; weitere Infos unter:

https://kda-bayern.de/termin/ruhestand-im-blick-2021/


Veranstalter: KDA Bayern

Günther NL fertig

Vielseitiger Nachwuchsmitarbeiter: Jens-Eike Günther

Mit Jens Günther dürfen sich gleich zwei Bildungseinrichtungen auf Nachwuchs in der Erwachsenenbildung freuen. Zum einen unterstützt der 31-jährige seit Mai die Studienleiter*innen des EBW Erlangen bei der Organisation ihrer zahlreichen Bildungsprojekte, zum anderen übernimmt er für das EBW Kronach-Ludwigsstadt und Michelau interimsmäßig die Pädagogische Leitung von Joachim Wegner, der seit Juni im verdienten Ruhestand ist. Hier sind vor allem Inhalte gefragt, eine spannende Mischung wie Jens Günther selbst findet: „Mit einer halben Stelle im Projektmanagement und einer halben Stelle in der inhaltlichen Bildungsarbeit komme ich genau an den Punkt, an dem ich mich am liebsten aufhalte - zwischen kreativem Chaos und ordnender Struktur!“

An der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen studierte Jens Günther anfangs Englisch und evangelische Religionslehre für das Lehramt an Gymnasien, wechselte aber vor dem ersten Staatsexamen zum Masterstudiengang Medien-Ethik-Religion. „Im Lehramt konnte ich zwar auch spannende Themen angehen, aber am Ende ging es nicht um meine Interessen, sondern um den examensrelevanten Stoff. Da habe ich mich für das entschieden, was für mich relevant ist: nochmal etwas Neues ausprobieren.“ Neben dem Studium engagierte er sich in den Hochschulgemeinden, fotografierte, tanzte, kochte und braute Bier und bringt so ein breites Allgemeinwissen in die Erwachsenenbildung.


Foto:
privat

NL Tzschabran

Neue Geschäftsführerin: Sabine Tzschabran

"Erwachsenenbildung heißt für mich lebenslanges Lernen und Wachsen. Wir lernen momentan einerseits die Möglichkeiten und Vorteile digitaler Veranstaltungen kennen, andererseits die persönlichen Gespräche und Kontakte, das gemeinsame Feiern und Diskutieren umso mehr schätzen. So kann ich es kaum erwarten, wieder „live“ Veranstaltungen, Austausch und Begegnungen zu erleben", erklärt Sabine Tzschabran, die seit dem 1. Juni 2021 als neue Geschäftsführerin im EBW Neumarkt  tätig ist, und einigen vielleicht bereits aus ihrer Zeit als Teamleitung der Flüchtlings- und Integrationsberatung der Diakonie bekannt ist. Geboren und aufgewachsen in Neumarkt, lebte Sabine Tzschabran nach ihrem Sozialpädagogik-Studium über 20 Jahre in Nürnberg, bevor es sie mit ihrer Tochter in ihre Heimatstadt zurückzog. Als Leitung einer familienpädagogischen Einrichtung und dank der Mitarbeit in Vereinen greift die Sozialpädagogin auf langjährige Erfahrungen in der Familienbildung, Projektarbeit sowie der Organisation und Durchführung von Aktionen zurück.

"Ich freue mich, ein über lange Jahre gewachsenes, hervorragendes Netzwerk in der Bildungslandschaft der Region Neumarkt vorzufinden und nun Teil dessen zu sein" so die Sozialpädagogin. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit ist aktuell die Erweiterung des EBW Neumarkt um die Evangelischen Dekanatsbezirke Altdorf und Hersbruck zum "EBW  NAH" - unter dem Slogan: "Erwachsenenbildung …NAH am Menschen".


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privat

Planen Sie gerade neue Veranstaltungen im Bereich politische Bildung – Demokratiebildung?

Planen Sie gerade noch Ihre Veranstaltungen für das Herbst-/Wintersemester 2021/22? Sind darunter neue bzw. neuartige Veranstaltungen im weitgefassten Themenbereich politische Bildung? - Wenn Sie auf diese Fragen mit "Ja" antworten können, dann möchten wir Sie hiermit an die Möglichkeit einer zusätzlichen Veranstaltungsfinanzierung über die BayEbFöG Projektförderung erinnern.


Es ist immer noch möglich, Interessensbekundungen und Anträge an die AEEB Landesstelle zu stellen. Sehr gerne beraten wir dazu. In diesem Jahr können neuartige Veranstaltungen im Themenbereich politische Bildung, die mindestens zwei Doppelstunden umfassen mit bis zu 171,00 € pro Doppelstunde bezuschusst werden.


Ab 2022 soll die Projektförderung im Umfang wesentlich erweitert werden. Es ist in einer Überarbeitung der Verwaltungsvorschrift vorgesehen, die Kostenpositionen spürbar anzuheben: Die Kostenposition 1 zur Abdeckung der Honorare, Fahrtkosten und Raummieten auf 250,00 € und die Kostenpositionen für Kinderbetreuung und Inklusionsmaßnahmen auf jeweils 160,00 €. Neu eigeführt werden soll eine Kostenposition für Konzeptionsarbeit in Höhe von 250,00 € je nachgewiesener Doppelstunde. Ebenfalls angedacht ist eine Verwaltungserleichterung. Durch diese beiden Komponenten soll die BayEbFöG Projektförderung attraktiver werden. Entfallen wird eine Vorgabe zur Mindestanzahl an Doppelstunden.

Aus unserer Sicht: Es lohnt sich, sich mit dieser neuen Fördersäule des BayEbFöG auseinanderzusetzten und zusätzliche Mittel zu beantragen – auch noch für 2021!


Text: Vera Lohel (AEEB Landesstelle)

vertrauen NL

Alles eine Frage des Vertrauens...

Corinna, 4 Jahre alt, ist sichtlich stolz, als sie erzählt: „Und dann wählen meine Eltern eine neue Mama für Deutschland.“ Ob sie tatsächlich weiß, was Deutschland ist oder gar was wählen bedeutet, ist eher fraglich. Dass sie allerdings diese Wahl ganz selbstverständlich mit der „Mama“ verbindet, könnte Gründe haben: Vielleicht haben 16 Jahre mit einer Bundeskanzlerin ihre Spuren hinterlassen und das Kanzleramt fest in Frauenhand verankert?
Stirnrunzeln könnte eher die Vorstellung hervorrufen, dass das Kanzleramt so etwas sein soll wie eine familiäre Leitungsposition, wie es offensichtlich Corinna versteht. Genau das ist es ja gerade nicht - und soll es auch nicht sein. Es geht keineswegs darum, eine fürsorgliche Mama oder einen allesbestimmenden Papa (oder umgekehrt, um keine falschen Rollenklischees zu entwickeln …) zu wählen. Solche matriarchalen oder patriarchalen Strukturen mögen kindlich sein (auch wenn sie durchaus immer wieder Anklang finden in Seelen, die noch nicht erwachsen geworden sind), aber sie sind nicht kompatibel mit einer Demokratie. Denn hier geht es nicht um unhinterfragtes Leadership und entsprechenden kindlichen Gehorsam, sondern um Leitung, die mit Mehrheiten und Minderheiten arbeitet, mit Gremien und Diskussionen, mit Ideen und Kompromissen. Das auszutarieren und dabei das Ganze und das Gemeinwohl im Blick zu behalten, das macht demokratische Leitung aus – von Kanzleramt über die Minister bis zu den Parlamentariern. Und immer beteiligt das Volk, von dem die Macht ausgeht und das sie mit der Wahl nicht abgibt. Es geht also um das ganze schwierige, störanfällige, manchmal umständliche politische Prozedere, das wir Demokratie nennen. Da helfen uns auch keine Übermama und gottseidank auch kein Übervater. Und doch hat Corinna an einer Stelle vielleicht recht – wenn Mama nicht für eine Person steht, sondern ein Bild für Vertrauen ist.
Denn genau das braucht unsere Demokratie immer wieder auf´s Neue: Vertrauen darauf, dass im politischen Geschäft das Gemeinwohl gesucht und hoffentlich manchmal auch gefunden wird. Dass Politik Vertrauen braucht - auch wenn Vertrauen dabei manchmal verbraucht, weil missbraucht wird - , das gehört zum politischen Geschäft. Dieses Vertrauen bezieht sich aber nicht nur darauf, dass das System Demokratie funktioniert, sondern es ist auch konkret ein Vertrauen in die Verantwortlichen. So stehen neben Parteiprogrammen immer auch Personen zur Wahl - das Vertrauen der Wähler*ìnnen trägt auch sie in einer Arbeit, die Kopf und Herz fordert. Auch deswegen braucht es immer wieder Neuwahlen: nicht nur, um neue Personen und neue Programme ins Spiel zu bringen, sondern auch um einen großen Vertrauensvorschuss zu geben. Wählen heißt vertrauen. Und da kommt auch die evangelische Bildungsarbeit ins Spiel: sie informiert, greift Kontoversen auf, sucht die Gespräche, macht Differenzen öffentlich und hilft, Entscheidungen zu treffen. Was daran evangelisch ist: All´ das sind vertrauensbildende Maßnahmen, die vom Vertrauensvorschuss des Evangeliums leben. Vertrauen, das ist die mutige Seite der Kritik. Also, lassen Sie uns in ein paar Wochen zum Wählen gehen - so stolz wie Corinna vom Urnengang ihrer Eltern berichtet.


Jetzt aber zuerst einmal eine sonnige, hoffentlich erholsame "Sommerpause". Wir sind ab Montag, den 13. September 2021 - also pünktlich zu den Bundestagswahlen 2021 - wieder mit vollbesetzter Mannschaft für Sie da!

Ihre AEEB-Landesstelle


Text:
Prof. Dr. Hans Jürgen Luibl
Foto
: pexels auf pixabay

September

ONLINE: „Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten - Gesundheitsförderung und Prävention für Menschen in schwierigen Lebenslagen in Bayern“

02.09.2021; 10.00-12.30 Uhr

Sie möchten in Lebenswelten wie z. B. der Kommune, der Schule oder der Kita die Gesundheit von Menschen in schwierigen Lebenslagen in Bayern stärken? Sie benötigen dafür (finanzielle) Unterstützung? Sie fragen sich, ob und welche Fördermöglichkeiten für Ihre Ideen bestehen und wo Sie Informationen dazu finden können? - Ziel der Online Veranstaltung per webex ist es, Ihnen die vorhandenen Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention für Menschen in schwierigen Lebenslagen in Bayern vorzustellen. Gleichzeitig erhalten Sie die Möglichkeit, die dazugehörigen Ansprechpartner*innen kennenzulernen, welche Sie gerne bei Ihren Vorhaben zur Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit unterstützen.

Folgende Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten werden vorgestellt:

  • Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Bayern
  • Initiative Gesund.Leben.Bayern.
  • Landesrahmenvereinbarung Prävention Bayern
  • Kommunales Förderprogramm des GKV-Bündnisses für Gesundheit


Kosten: kostenlos
Anmeldung (erforderlich!) hier 

Veranstalter: Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Bayern & Programmbüro des GKV-Bündnisses für Gesundheit in Bayern

September

Ausbildung zum/ zur kirchlichen Umweltauditor*in

Start: 10.09.2021; Abschluss: 12.03.2022

Kirchliches Umweltmanagement mit dem Grünen Gockel oder EMAS - die Fortbildungsreihe " Ausbildung zum / zur kirchlichen Umweltauditor*in" richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche, deren Kirchengemeinde oder Einrichtung Umweltmanagement einführen möchten mit dem Ziel eines Zertifikates EMAS bzw. Grüner Gockel. Während der Ausbildung begleiten Sie eine Kirchengemeinde oder Einrichtung unentgeltlich beim Einführungsprozess für den Grünen Gockel. Als ausgebildete Kirchliche Umweltauditor*innen stehen Sie dann - gegen Aufwandsentschädigung - weiteren Kirchengemeinden und Einrichtungen beim Einführen und Fortführen ihres Umweltmanagements zur Seite.
Zeitlicher Rahmen:
• ein Auftakt-Wochenende, ein Vertiefungswochenende mit Übernachtung Fr./Sa. und drei Zirkeltage
• max. ein Jahr Einführungszeit in Ihrer Einrichtung oder Kirchengemeinde
• ggf. ein individueller Ortstermin mit dem Umweltteam für individuelle Beratung
• digitale Datenerfassung: Grünes Datenkonto

Nähere Infos bzw. einen Flyer zur Veranstaltung  hier

Anmeldungen bei: Evang.-Luth. Kirche in Bayern Arbeitsstelle Klimacheck, Umweltmanagement, Grüner Gockel, Christina Mertens Tel.: 089 5595-618 (Mo. und Do.) oder per Mail Christina.Mertens@elkb.de

Kosten: Für Teilnehmende aus der ELKB übernimmt die Arbeitsstelle „Klimacheck und Umweltmanagement“ die Kurskosten. Fahrtkosten werden nicht erstattet.
Die Teilnahme an einem Kurs ist für die gesamte Fortbildungsdauer und Begleitung der Kirchengemeinde bzw. Einrichtung verbindlich.
Veranstalter: Evang.-Luth. Kirche in Bayern, ASt. Klimacheck, Umweltmanagement, Grüner Gockel

September

ONLINE: Medienrecht (Teil 1 + 2)

21.09. + 27.09.2021; 09.00 - 12.30 Uhr (nur gemeinsam buchbar!)


Digitales Lernen und Arbeiten sind mittlerweile ein Thema für alle Bereiche der kirchlichen Bildungsarbeit. Dabei gibt es allerhand rechtlicher Anforderungen und sogar Fallstricke.

In diesem Workshop werden deswegen alle Grundlagen des Medienrechts vom Umgang mit Bildern in Sozialen Medien oder Gemeindebriefen, bis hin zu Datenschutz und Haftungsfragen in Webinaren geklärt. Dabei wird großer Wert darauf gelegt, dass Sie im Anschluss in der Lage sind, sich bei neuen rechtlichen Fragestellungen selbst zu helfen.


Inhalte

  • Grundlagen Medien- und Social-Media-Recht (u.a. Persönlichkeitsrecht, Medienrecht, Urheberrecht)
  • Rechtssicherer Umgang mit Content (Texte, Fotos, Screencast, Musik und Videos)
  • Bildrechte
  • Nutzungsrechte im Social Web (Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat)
  • Medienrecht im Gemeindebrief
  • Impressum und Datenschutzerklärung
  • Datenschutz unter den besonderen Voraussetzungen des neuen EKD-DSG und der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)
  • Haftungsfragen
  • Beispiele aus der Praxis
  • Informationsquellen im Web zu rechtlichen Themen
Referent: Christian Zappe (Diplom-Jurist, Datenschutzbeauftragter (TÜV® zertifiziert); Referent für Kommunikation und Medienrecht)

Anmeldungen hier

Kosten: 90 €
Veranstalter: AEEB
September

Infizierte Demokratie? - Die Idee der Volksherrschaft in Zeiten des Corona-Krisenmanagements

22.09.2021; 19.30 Uhr

Als im März 2020 die Corona-Pandemie auch in Deutschland akut wurde, geschah zunächst, was für Krisenzeiten üblich ist: Fast alle politischen Kräfte versammelten sich hinter dem Krisenmanagement der Regierungen im Bund und in den Ländern - Kritik wurde nur in homöopathischen Dosen laut. Je länger aber die Krise dauerte und sie zur neuen Normalität wurde, desto lauter artikulierte sich der Unmut. Parlamentsabgeordnete erinnerten an ihre Rolle als Repräsentantinnen und Repräsentanten des Volkes und monierten, dass nicht fortgesetzt über ihre Köpfe hinweg entschieden werden dürfte. Bürgerinnen und Bürger demonstrierten gegen Einschränkungen ihrer Grundrechte und selbst das Stichwort der „Corona-Diktatur“ machte die Runde. Hat also die Demokratie in Deutschland den Stresstest Corona bestanden? Oder hat sie doch Beschädigungen erfahren, die vielleicht sogar noch länger nachwirken werden? - Ziel des Vortrages mit anschließender Diskussion ist es, in Erörterung solcher Fragen über den politischen und gesellschaftlichen Zustand Deutschlands nach eineinhalb Jahren Ausnahmezustand nachzudenken.


Ort: Christi-Himmelfahrts-Kirche Freising, Saarstr. 2

Referent: Dr. Michael Weigl
(Politikwissenschaftler Universität Passau)

Anmeldungen hier oder unter: www.ebw-freising.de

Kosten: Kostenfrei
Veranstalter: EBW Freising

September

ONLINE: Textwerkstatt - Storytelling

28.09.2021; 8.15 - 13.00 Uhr

Statt Werbung für Veranstaltungen >> Stories für Zielgruppen
Inhalte:
  • Trends 2021 - darunter Storytelling
  • Beispiel Facebook, Newsletter: Langeweile durch Nur-Werbung
  • Leitfragen: Was ist die Absicht? (informieren, aktivieren, unterhalten)
  • Perspektivenwechsel: Stories wirken aus der Kundenperspektive
  • Stories entdecken: Wo ist die Story
  • Stories entwickeln: Was ist die Story für die Leser*innen
  • Stories strukturieren: Aufbau
  • 3 Teile-Stories
  • 6-Wort-Stories
  • Text+Bild
  • Übungen: Stories schreiben für Instagram, Facebook, Newsletter
  • Übungen: Stories in mehreren Postings
Referent: Günter Frosch (Medienexperte)

Anmeldungen hier

Kosten: 60 €
Veranstalter: AEEB
September

ONLINE: QVB Auffrischung - Wissenswertes und Klärung aktueller Fragen

28.09.2021; 10.30 bis 12.30 Uhr

QVB (Qualitätsentwicklung im Verbund von Bildungseinrichtungen) wirft im Arbeitsalltag immer wieder praktische Fragen auf. Auch in den Verbundreffen und kollegialen Qualitätsberatungen entstehen Fragen oder werden Ideen entwickelt, die AEEB weit von Interesse sind und vorgestellt sowie diskutiert werden sollten. Dafür wollen wir uns in dieser Austauschveranstaltung die Zeit nehmen.
Neben Fragen und Anregungen aus der Praxis, aus Re-Audits haben auch Fragen rund um die Rezertifizerung und zu Qualitätsentwicklungsprojekten hier ihren Platz. Die kollegiale Beratung steht im Vordergrund sowie die Auffrischung von "QVB-Wissen" und Anregungen zu Verbesserungsmöglichkeiten sowie Anwendungsfreundlichkeit von QVB.
Die Austauschveranstaltungen richtet sich sowohl an Neu-Einsteigerinnen und Einsteiger sowie langjährige Qualitätsbeauftragte.

Referentin: Vera Lohel

Anmeldungen hier

Kosten: kostenfrei
Veranstalter: AEEB

September

Save the date: Gottesdienst zur Einweihung des neuen AEEB Vorstandes

29.10.2021; 14.30 bis ca. 17.30 Uhr

Im Zuge der Struktur- und Satzungsänderung der AEEB möchten wir hiermit nochmals auf einen wichtigen Termin hinweisen:
Mit einem festlichen Gottesdienst werden wir Ende Oktober in der Münchner St. Matthäus Kirche unseren „alten“ Vorstand verabschieden und würdigen sowie den neuen Vorstand und die Aufsichtsräte in ihre neuen Ämter einführen. Im Anschluss an den Gottesdienst planen wir einen kleinen Empfang in der Kirche.

Nähere Infos bzw. eine offizielle Einladung zur Veranstaltung folgen nach den Sommerferien im September.

Veranstaltungsort: St. Matthäus Kirche Nußbaumstraße 1, 80336 München

Veranstalter: AEEB
September

Weitere ONLINE-Angebote

Siehe Programm

Digitale Angebote von verschiedenen Veranstaltern finden Sie auf unserer AEEB-Homepage unter "Service / Bildung Digital".


Veranstalter: diverse