Newsletter Februar 2021

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Inhaltsverzeichnis:

Aktuelles:
1. Familien am Limit - wie die Evangelische Erwachsenenbildung Eltern in Zeiten von Corona unterstützt und stärkt
2. Neuer Familienstützpunkt Bayreuth - ein Interview mit Projektleiterin Elisabeth Zagel
3. Aktuelle Studie 2021: Erwachsenenbildung in Zeiten von Corona - so sehen Teilnehmer und Unternehmen das Thema
4. Spotlight: Verbarucherbildung inklusiv und digital für Gehörlose - ein Bericht aus dem EBW München
5. News digital: Aktuelle Nachrichten aus den Bereichen digitale Erwachsenenbildung und Social Media
6. Wissenswert: 140 Jahre Elly Heuss-Knapp - zur Erinnerung an die Gründerin des Deutschen Müttergenesungswerkes
7. Neue pädagogische Leitung in der Familienbildungsstätte Nürnberg: Stefanie Renner
8. Projektmanager für das zukünftige EBW Neumarkt-Altdorf-Hersbruck: Pfarrer Martin Hoepfner

Bürokratisches "leicht gemacht":
1. Aktuelle Meldung: Verlängerung der Ausnahmeregelungen für die BayEbFöG Projektförderung


Grußwort: 7 Wochen ohne - Gedanken zur Fastenzeit

Veranstaltungen und Digitalangebote

Button: Mail an Landesstelle

Mother working from home with kids. Quarantine.

Familien am Limit - wie die Evangelische Erwachsenenbildung Eltern stärkt und unterstützt

Zwar sind seit dieser Woche zumindest die Kitas wieder geöffnet, doch das Thema Homeschooling bleibt angesichts von Wechselunterricht und bereits nach einem Tag wieder geschlossenen Grundschulen auch weiterhin brisant. Ja, gerade für Eltern waren und sind die vielen Wochen im Lockdown - oftmals im Homeoffice, ohne Kinderbetreuung und soziale Kontakte - ein Kraftakt, der an physische und psychische Grenzen führt. Während die Bundesregierung Familien vor allem durch finanzielle Vergünstigungen wie Kinderbonus und Verdoppelung der Kinderkrankentage entlastet, hilft die Evangelische Erwachsenen- und Familienbildung ganz lebensnah. Hier drei Beispiele wie Eltern und damit auch Kinder in Zeiten von Corona unterstützt und gestärkt werden.

„ Erste Hilfe - Überlebenskurs für Eltern im Lockdown“ - ein Bericht von Beate Wurziger-Keltsch aus dem EEB Hochfranken:

Auch noch so engagierte und liebende Eltern geraten im Lockdown an ihre Grenzen. Kinder - im ungünstigsten Fall in unterschiedlichen Altersgruppen - tagtäglich sinnvoll zu beschäftigen, wird von Woche zu Woche schwieriger. Vor allem auch, weil die Spielkameraden fehlen. Wenn bereits acht Schneemänner und drei Schneehöhlen gebaut und die gebackenen Amerikaner vom Vortag gegessen sind, dann braucht es Erste Hilfe für Eltern. Und genau diese bieten wir in Form eines „Überlebenskurses für Eltern im Lockdown“ an.

Der Kurs besteht aus sechs Paketen mit Ideen und Tipps zu den Themen Raumfahrt, Bauernhof, Kirche, Polizei, Feuerwehr und Bienen. In jedem Paket befinden sich passend zum Thema Lesestoff, Bastelmaterial, Wandertipps, Rezepte zum Kochen oder Backen (z.B. Kosmonautennahrung, Feuerwehrsuppe, ein Ma Dolten-Kuchen mit Säge aus Porzellan zum Einbacken) u.v.m.. Darüber hinaus verlosen wir unter allen Teilnehmern Familienführungen (z.B. Kirchenführungen, Besuche beim Imker oder  Erlebnistage bei der Feuerwehr und im Kosmonauten-Museum) durch die entsprechenden Einrichtungen für die Zeit nach Corona. Speziell für die Eltern packen wir dann noch eine „Pausentüte“ dazu – mit Meditationsübungen, netten und lustigen Sprüchen, Tee, Entspannungsbädern oder einer kleinen Handcreme.

Bewerben werden wir das Projekt über die Tageszeitung und die Kirchengemeinden. Die Schutzgebühr beträgt pro Paket 3 Euro.

Nähere Infos unter: eb-inhochfranken@t-online.de


"4x einfach reden – über Familie in diesen Zeiten" - ein Bericht von Heidi Wolfsgruber aus dem EBW Tauber Aisch: 

"4x einfach reden – über Familie in diesen Zeiten" - unter diesem Titel haben wir von Mitte Januar bis Mitte Februar immer mittwochs von 19 - 20 Uhr zu einem Online-Angebot für Eltern eingeladen. Wir wollten die Eltern mit Inputs ermutigen und ihnen zudem die Möglichkeit geben, miteinander ins Gespräch zu kommen. Zweimal haben wir auch besondere Gäste eingeladen: einen Diakon aus der Erziehungs-und Lebensberatungsstelle zum Thema „Wie geht das Miteinander gut“ und eine Heilpädagogin aus einem evangelischen Kindergarten zum Thema „Was brauchen die Kids?

Obwohl die kostenlosen Veranstaltungen je nach thematischen Interesse auch einzelnd besucht werden konnten, bildete sich eine feste Gruppe von Müttern, die an allen vier Abenden dabei waren. Das Format lebte davon, dass sich die Teilnehmenden gegenüber den anderen öffneten und ihre eigene momentane Lebensituation reflektierten und (mit-)teilten. Alle Teilnehmerinnen begrüßen die Möglichkeit, neue Gesichter zu sehen und sich mal mit neuen Leuten auszutauschen. Das private Umfeld vermittelte dabei die entsprechende Vertrautheit und Sicherheit, die es braucht, um auch Persönliches zu erzählen. Dies war den Frauen, obwohl sie anfänglich bedenken hatten, auch deshalb leicht möglich, weil das Videochat-Format gleichzeitig auch eine gewisse Distanz bot. Für mich als Moderatorin war es eine interessante Erfahrung, wie sehr die Frauen aneinander Anteil nahmen und durch gezielte Rückfragen den Reflexionsprozess bewusst mitgestalteten. Für mich als Pfarrerin war es nach den vier Einheiten wunderbar zu hören, wie sehr alle den Austausch als wertvolle gegenseitige Ermutigung und Stärkung erfahren haben. Ein kleines Format, mit tiefgehender Wirkung!

Deshalb  führen wir „einfach reden“ auch im Rahmen der Aktion "7 Wochen ohne" weiter. Sonntäglich gibt es Impulsfilme zu den wöchentlichen Themen, mittwochs drauf das Angebot einfach reden – über Spielräume in diesen Zeiten.

Link zu den Impulsfilmen „Uffn Wort“ (vom 21. Febr. bis 31. März): https://www.youtube.com/watch?v=q-zcDPdhzLM


Nähere Infos bei: heidi.wolfsgruber@bildung-evangelisch.com


"Elternberatung per Telefon und Online-Angebote" - ein Bericht von Marianne Schmutzer von der Familienbildungsstätte Elly in München:

Auch wir haben unsere Angebote für Eltern in Zeiten von Corona geändert bzw. der derzeitigen besonderen Lebenslage von Familien angepasst. Neu sind die "Pädagogischen Beratungen" während der Anmeldezeiten (Mo - Do von 9.00 bis 11.30 Uhr). Viele Eltern rufen uns an, weil sie Problemfragen haben, und sie werden dann zu den jeweils anwesenden Pädagogen weitervermittelt. Anfangs hatten wir auch nachmittags Beratungszeiten, doch diese wurden nicht so gut angenommen.

Die anrufenden Eltern erzählen von ihrem Lockdown-Alltag, ihren Sorgen und Nöten. Wir beraten soweit wie möglich, bei größeren Problemen vermitteln wir allerdings an andere Beratungsstellen. Wichtig für den Erfolg des Projektes: Unsere Pädagogen/ -innen sind den Eltern bzw.  Kursteilnehmer/ -innen bekannt und daher ist das Vertrauen groß.

Neben dem "pädagogischen Telefonangebot" bieten wir unsere Hebammen-, Still- und Schreibabyberatungen sowie diverse Eltern-Kind-Kurse jetzt im Online-Format an. Denn natürlich bedauern die Eltern, dass sie derzeit nicht mehr in die Gruppenangebote kommen dürfen. Die Situation zuhause ist oft schwierig - viele Mütter und Väter sind zeitgleich im Homeoffice, haben zwei Kinder im Homeschooling und zusätzlich ein Kleinkind. Zwar können die digitalen Angebote und Gespräche die beliebteren Live-Veranstaltungen nicht ersetzen, aber oftmals ist das Zuhören und auf die Situation eingehen schon hilfreich. Und einen klaren Vorteil haben die Online-Formate: Angebote wie Babymassage, Gymnastik für Erwachsene sowie Geburtsvor- und Nachbereitung werden jetzt auch abends angeboten. Da können dann auch die Väter teilnehmen oder unterstützen.


Nähere Infos bei: marianne.schmutzer@efbs-muc.de


Texte: Beate Wurziger-Keltsch (Geschäftsführerin und pädagogische Leitung EEb Hochfranken), Heidi Wolfgruber (Bildungsbeauftragte im Dekanat Uffenheim; Vorsitzende Bildung evangelisch zwischen Tauber und Aisch), Marianne Schmutzer (Geschäftsführerin Evang. Familien-Bildungsstätte „Elly Heuss-Knapp“; Dipl. Sozialpädagogin), Sabine Löcker (AEEB Landesstelle)
Foto: i-stock

FSP Bayreuth fertig

Raum für niederschwellige Angebote und Integration - der neue Familienstützpunkt Bayreuth

Im Frühjahr 2021 ist es soweit - die Evangelische Familien-Bildungsstätte Bayreuth eröffnet ihren ersten "Familienstützpunkt". Nicht nur die Regierung von Oberfranken ist von dem neuen Integrationsprojekt  - "eine wichtige integrative Weichenstellung und eine Bereicherung für das Wohnquartier im Umbruch" - begeistert, sondern natürlich auch Projektleiterin Elisabeth Zagel. Wir sprachen mit ihr über die Entstehung, die Angebote und Ziele des Familienstützpunktes.

Wie entstand die Idee für das Projekt „Familienstützpunkt Bayreuth“?

Elisabeth Zagel: Bereits 2016, als viele Asylsuchende nach Deutschland kamen, hat die "Evangelische Familien-Bildungsstätte plus Mehrgenerationenhaus" aus Spendengeldern des „Flüchtlingsfond der ELKB“ ein Projekt mit offenen, niederschwelligen Angeboten für Flüchtlingsfamilien errichtet. Im Zuge dessen entstand in einem Mehrfamilienhaus unser Projekt "MeetU", das neben dem Erlernen der deutschen Sprache, Handarbeits- und Kinderbetreuungsangeboten auch Info-Kurse zu Themen wie Gesundheit, Bildungssystem und Religionen beinhaltet. Als dann vom staatlichen Bauamt ein weiteres Mehrfamilienhaus für Familien mit Migrationshintergrund geplant wurde, wurden aufgrund dieser guten Erfahrungen sofort „Sozialräume vor Ort“ mit integrativen Beratungs- und Unterstützungsangeboten angedacht. In diesem Frühjahr sind die barrierefreien Räume (siehe Foto oben) nun bezugsfertig und der Stadtrat hat nach einem aufwendigen Konzeptverfahren entschieden, dass wir dort einen "Familienstützpunkt" errichten dürfen. 
An wen richtet sich das Projekt bzw. wen möchten Sie ansprechen?

Zagel: Die niedrigschwellige Bildungs- und Beratungsarbeit soll Familien im Wohnquartier und Menschen verschiedener Generationen - in dem Sozialraum werden aktuell rund 200 neue Sozialwohnungen errichtet - , besonders aber Familien mit Migrationshintergrund ansprechen. Dabei sollen die Zielgruppen in die Entwicklung der Arbeit aktiv miteinbezogen werden. Langfristig wird eine Vernetzung mit anderen Stadtteilen (z. B. Stadtteil Saas/Kirchengemeinde, Stadtteil Altstadt/Sozialprojekte mit einer Wohnungsbaugesellschaft und der Stadt Bayreuth am Menzelplatz) angestrebt.

Welche Inhalte/ Hilfsangebote für Familien umfasst das Projekt?

Zagel: Familienstützpunkte sind Angebote eines Förderprogramms. Sie sind Kontakt- und Anlaufstellen, die konkrete Angebote der Eltern- und Familienbildung in einer Kommune vorhalten und mit anderen sozialen Einrichtungen gut vernetzt sind. Sie bieten für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Familien - je nach Alter des Kindes und Familiensituation - geeignete, passgenaue Hilfen an. Familienstützpunkte sind an bestehende Einrichtungen vor Ort (z. B. an Mütterzentren, Mehrgenerationenhäuser oder Kitas) angegliedert.

In einem mehrjährigen Modellversuch „Familienstützpunkte“ wurde das vom Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifb) entwickelte Gesamtkonzept der Eltern- und Familienbildung in elf Landkreisen und kreisfreien Städten erprobt. Das erfolgreiche Modellprojekt wurde 2013 in das bayernweite Förderprogramm zur strukturellen Weiterentwicklung kommunaler Familienbildung und Einrichtung von Familienstützpunkten überführt. Alle am Förderprogramm teilnehmenden Standorte erarbeiten ein kommunales Familienbildungskonzept, für das neben einer Bedarfsanalyse auch eine Bestandsermittlung durchgeführt wird. Wissenschaftlich begleitet wird das Förderprogramm vom Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifb). Für den Fördervollzug ist das Zentrum Bayern, Familie und Soziales zuständig.

Welche Leistungen haben Sie im Vorfeld erbringen müssen und wie wird das Ganze finanziert?

Zagel: Die Stadt Bayreuth ist seit Oktober 2018 Teilnehmer am Förderprogramm zur strukturellen Weiterentwicklung kommunaler Familienbildung und von Familienstützpunkten. Aufgrund der Ausschreibung vom 18.08.2020 hat sich die Evangelische Familien-Bildungsstätte Bayreuth für die Errichtung eines niedrigschwelligen und wohnortnahen Familienstützpunkts beworben. Die Familien-Bildungsstätte verfügt über viel Erfahrung mit solchen Angeboten, ist gut vernetzt und hat ein engagiertes Mitarbeiterteam. Deshalb haben wir ein entsprechend der Ausschreibung umfangreiches Konzept erstellt und bei der Stadt Bayreuth eingereicht. Die Regierung von Oberfranken und die Evangelische Kirchengemeinde Auferstehungskirche/Saas ergänzten den Antrag durch Unterstützungsschreiben. Die Stadt Bayreuth begleitet den Familienstützpunkt mit der Beratung bei der Konzeption und organisatorischen Abläufen sowie im Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Bezuschusst wird der Familienstützpunkt mit 18.000 Euro inkl. der Personalkosten (10 Wochenstunden) für eine sozialpädagogische Fachkraft.

Wann startet das Projekt und welche Zukunftswünsche verbinden Sie mit dem Familienstützpunkt Bayreuth?

Zagel: Momentan ist es coronabedingt natürlich besonders schwer, ein neues Projekt aufzubauen und umzusetzen. Auch Bildungsangebote für Menschen mit Migrationshintergrund sind aktuell ja nur digital möglich. Aber wir sind auf einem guten Weg: Der Vertrag mit der Stadt Bayreuth zur Errichtung des Familienstützpunkts ist unterschriftsreif, die Personalstelle ist ausgeschrieben, die Honorarkräfte stehen in den Startlöchern, die Inneneinrichtung der Räume ist geplant und die Fördermittel können nach Vertragsabschluss zugeteilt werden. Sobald dann Gruppenveranstaltungen wieder möglich sind, geht es an die praktische Umsetzung. Zunächst geplant sind ein Kunstprojekt mit verschiedenen Kulturen, die bewährten „Mama lernt besser Deutsch“- Kurse und ein Einweihungsfest. Zudem wird eine intensivere Vernetzung  mit der Bayreuther Tafel, den Beratungsstellen und anderen Aktionspartner angestrebt. Für die Zukunft hoffe ich, dass die Idee des Familienstützpunkts – niedrigschwellig und offen – gut angenommen wird und die teilnehmenden Menschen bereichert!
Ein besondereren  Dank möchte ich an dieser Stelle noch an Heidrun Reß (Fachbereichsleitung Familienbildung beim ebw Regensburg) und an Jürgen Krückel vom Generationen-Zentrum Matthias Ehrenfried für die hilfreiche Unterstützung richten!


Nähere Infos unter:

Evang. Familien-Bildungsstätte plus Mehrgenerationenhaus

Tel.       0921 508 62 801 (AB)

Mail      info@zagel.us

www.familienbildung-bayreuth.de

Im Bild (gr. Foto oben): Projektleiterin Elisabeth Zagel (Geschäftsführerin und päd. Gesamtleitung bei Ev. Familien-Bildungsstätte plus Mehrgenerationenhaus Bayreuth) sowie das in Kürze bezugsfertige Gebäude "Familienstützpunkt Bayreuth".

Text: Elisabeth Zagel, Sabine Löcker
Fotos: fbs bayreuth (2), privat (1)

Erwachsenenbildung in Zeiten von Corona - so sehen Teilnehmer und Unternehmen das Thema

Was erwarten Teilnehmer und Unternehmen von Bildungsanbietern in der Corona-Krise? Welche Vorteile hat das in der Pandemie rasant gewachsene Angebot an Online-Formaten? - Eine österreichische Studie des Marktforschungsinstitutes IMAS gibt Antworten auf diese und andere aktuelle Fragen. Hier einige Ergebnisse aus dem Bereich "Digitale Weiterbildungsangebote", die mit Sicherheit auch für Sie als Anbieter Evangelischer Erwachsenenbildung interessant sind.

Wie hoch ist das Potential für Online-Weiterbildungen?
Mehrheitlich (59%) gaben die Befragten an, dass sie digitale Inhalte und Weiterbildungen nutzen würden. Lediglich eine Minderheit von 8 % ist der Ansicht, dass Weiterbildung nur vor Ort stattfindet und würde diese nicht nutzen.
Was erwarten die Befragten von Bildungsanbietern?

Angesichts der Corona-Krise erwarten sich die Teilnehmer von Weiterbildungsveranstaltungen vor allem eine gute Erreichbarkeit der Bildungsanbieter bzw. Trainer/-innen, eine sichere Planbarkeit der Angebote sowie eine gute und rasche Kommunikation. Ebenfalls wichtig sind Stornierungsmöglichkeiten, aktuelle Infos zu anstehenden Weiterbildungen und flexible technische Lösungen.

Welche Vorteile sehen Sie in Online-Angeboten?
Einen großen Vorteil von Online-Angeboten sehen die Befragten darin, dass die Anreise wegfällt: Rund 53% gibt an, dass dies aus ihrer Sicht sehr stark für eine Nutzung von digitalen Bildungsangeboten spricht. Einen weiteren Vorteil sehen die Befragten darin, dass bei digitalen Bildungsveranstaltungen keine Ansteckungsgefahr herrscht, 51% sehen dies als starken Pluspunkt.

Allerdings: Bei ungünstigen Arbeitszeiten oder bei Betreuungspflichten sehen die Befragten eher weniger oder keinen Vorteil in Online-Weiterbildung. Zudem geben zwei Drittel der Befragten an, dass Online-Kurse deutlich günstiger sein müssen als Präsenzkurse.

Wie soll Weiterbildung in Zukunft aussehen?

Generell wünschen sich die Studien-Teilnehmer/-innen einen Mix aus Online- und Präsenzlehre. 40% online und 60% in Präsenz lautet hier das gewünschte Verhältnis.


(Die repräsentative Studie wurde durch das österreichische Marktforschungsinstitut IMAS im Auftrag des Wirtschaftsförderinstitutes (WIFI) und der Wirtschaftkammer (WKO) in zwei Phasen - von 2015 bis 2020 - durchgeführt.)

Eine PDF-Präsentation mit den vollständigen Studienergebnisse finden Sie hier

Text: Sabine Löcker
Quelle:
erwachsenenbildung at./ aktuell

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Verbraucherbildung - inklusiv und digital für Gehörlose

Weltweit leben mehr als 70 Millionen Erwachsene und Kinder völlig gehörlos und allein in der Bundesrepublik Deutschland sind es ca. 80.000. - Um auch diesen Menschen Fortbildungen zu ermöglichen, hat das EBW München ein tolles Inklusions-Projekt ins Leben gerufen, das wir an dieser Stelle stellvertretend für viele andere vorstellen möchten. Lesen Sie dazu einen folgenden Bericht von Annette Hüsken-Brüggemann.

Das Angebot:

Seit ca. vier Jahren bietet das EBW München 80% seiner Veranstaltungen im Bereich der Verbraucherbildung inklusiv für die Zielgruppe der Gehörlosen an, mittels Gebärdensprachdolmetscher/-innen. 2019 wurde das Angebot um zusätzliche Unterstützung durch Schriftdolmetschen (Live-Untertitel; ca. zwei Veranstaltungen pro Semester) erweitert. In der Regel handelt es sich dabei um ca. 2-stündige Abend-Veranstaltungen im Format des „Vortrags mit Gespräch/Austausch". Auch andere Veranstaltungsbereiche wie Stadtteilspaziergänge oder Trauer-Cafés öffneten wir bereits auf diese Weise. Seit letztem Jahr werden diese Angebote online oder aber hybrid durchgeführt. 

Resonanz:
Die Resonanz liegt, je nach Thema, bei ca. 6 - 25  Gehörlosen. Seit der digitalen Öffnung sind es sogar mehr, da wir nun auch mobilitätseingeschränkte Personen, Risikogruppen und überregional Interessierte erreichen. Beim "Medien-Treff mit Gebärdensprache" zum Thema Kryptowährung hatten wir 50 gehörlose Teilnehmende und Vertreter/-innen zweier Gehörlosen-Zeitschriften dabei. Etwa ebenso viele Gehörlose besuchten unseren Info-Abend zur Corona-Impfung im Februar 2021.

Voraussetzungen für eine hybride, inklusive Veranstaltung:

2 Gebärdensprachdolmetscher/innen, ggf. 2 Schriftdolmetscher/innen, mindestens 1 Moderator/in und eine Videokonferenz-Software, die das Dolmetscher-Video unabhängig vom aktiven-Sprecher-Video in den Vordergrund bringen kann (z.B. Zoom, mycommunicator/BBB, WebEx). Mittelfristig ist mit Blick auf hörende Teilnehmer/innen und zur Entlastung der Moderator/innen und Referent/-innen eine Videokonferenzanlage empfehlenswert. Budget: 85 € pro Std. + pro Dolmetscher/in (inkl. An- und Abreisezeiten) => 500 - 600 € pro Termin (wenn mit DGS und Schriftdolmetscher/innen besetzt).

Entstehung/Hintergründe:
Durch ein gemeinsam mit der Evang. Gehörlosenseelsorge München durchgeführtes Tablet-Projekt für Besuchsdienste wurde die "Gehörlosen-Community" auf uns aufmerksam und trat an die Medienpädagogin mit Wünschen nach mehr heran. Dies machte eine Jagd auf Fördermittel notwendig.

Förderung:
Fündig wurden wir beim Bayerischen Staatsministerium für Verbraucherschutz. Das ebw bewarb sich dort erfolgreich um eine Zertifizierung als „Stützpunkt für Verbraucherbildung“ und nahm zusätzlich zu Medienangeboten noch Themen der ökonomischen Verbraucherbildung ins Programm. (2020 wurden 40 Veranstaltungen unter dem Label „Verbraucherbildung“ angeboten). Veranstaltungen in anderen Bereichen fördert aktuell die Koordinierungsstelle zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention der Landeshauptstadt München und die Aktion Mensch.

Bewertung des Projektes und Wünsche:
Sehr gut, das Hybrid-Angebot soll weitergeführt werden! Hürden sind inzwischen ausschließlich finanzielle: So fallen z.B. zusätzliche Honorarpauschalen für Dolmetscher/innen an, wenn Veranstaltungsmitschnitte erstellt werden sollen. Durch die Tariferhöhung im Dolmetschbereich von 75 auf 85 € ab 2021 können mit den maximalen Fördersummen weniger Veranstaltungen gestemmt werden, als ursprünglich geplant.  Für Veranstaltungen mit kirchlichem Bezug (wie bei „München mit anderen Augen sehen“) fehlt es bisher an Förderern.

Unser Wunsch: Eine bürokratie-arme Regelförderung mit Summe X pro Jahr für Dolmetsch-Kosten, die wir nach eigenem Ermessen bedarfsorientiert  und themenbereichsübergreifend einsetzen können. Zum Beispiel, wenn aus der "Gehörlosen-Community" der Ruf kommt: Wir brauchen dringend Infos zum aktuellen Thema X (z.B. Corona-Impfung, neue WhatsApp-Richtlinien, …)


Wenn auch Sie Interesse haben, eines Ihrer "Vorzeige-Projekte" zu präsentieren, melden Sie sich gerne bei unserer Kollegin Ulla Knauer (knauer@aeeb.de)!

Text:
Annette Hüsken-Brüggemann (EBW München; Schwerpunkt: Medien- und Verbraucherbildung sowie Inklusion).
Foto:
pixabay

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News Digital - unsere Kurzinfos rund um das Thema "Digitale Erwachsenenbildung"

Vom Videoclip über innovative Netzwerk-Projekte und Stellenangebote bis hin zu besonderen Digital-Services und -Veranstaltungen - hier unsere Neuigkeiten rund um das Thema "Digitale Erwachsenenbildung".

Call for Papers
Sie haben Erfahrung mit Online-Gruppen oder Online-Netzwerken und würden diese Erfahrung gerne mit Gleichgesinnten teilen? - Dann reichen Sie doch bis zum 02. März 2021 ein Paper für den E-Learning Tag 2021 der FH JOANNEUM ein.

Der E-Learning Tag findet dieses Jahr am Mittwoch den 22. September statt. Bei dieser Gelegenheit können Sie Ihre Erfahrungen dann direkt online präsentieren und/oder im Tagungsband publizieren lassen.

Weitere Infos unter: https://www.fh-joanneum.at/presse/call-zum-20-e-learning-tag-2021/


Neues Video-Format bei Bildung Evangelisch Erlangen
"Kreuz + Quer gedacht" - unter diesem Titel hat Bildung Evangelisch Erlangen nach "Aus dem Beichtstuhl" nun ein weiteres Videoclip-Format in petto.
Titel der ersten Folge: " Meinung ja, Hass nein"
Meinungsfreiheit ist unverzichtbar für eine Demokratie. Diese ist zu schützen, auch extreme Ansichten müssen ihren Platz haben. Aber auch die Demokratie ist zu schützen, wo sie durch Hasstiraden und Gewaltaufrufen zerstört wird. Und wo verläuft die Grenze? - Darüber spricht Prof. Dr. Hans Jürgen Luibl mit Prof. Dr. Dr. h.c. Heiner Bielefeldt (Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik).

Link zum Videoclip: https://www.bildung-evangelisch.de/2021/01/30/meinung-ja-hass-nein/

"Virtuelle Kaffeepause" zum Thema AEEB Veranstaltungsplattform
Am 23. März von 10:00 bis 11:00 Uhr bekommen Sie im Rahmen der "Virtuellen Kaffeepause" einen ersten Blick auf die Veranstaltungsplattform der AEEB.

Egal, ob Sie in Betracht ziehen dort Ihre eigenen Präsenz- und/oder Online-Veranstaltungen anzubieten oder einfach nur neugierig sind: Sie sind wie üblich herzlich eingeladen, eine Tasse Tee oder Kaffee in virtueller Gesellschaft zu genießen.
Eine Anmeldung ist weiterhin nicht erforderlich.

Die Einwahldaten zum Zoom-Meeting finden Sie hier

AEEB Online-Service: "Gedenkdaten 2021" wurden ergänzt
Vielen Dank für das große Interesse an unseren "Gedenkdaten 2021"!, die wir aufgrund zahlreicher Rückmeldungen und Anregungen nun um 10 weitere Punkte ergänzt haben. Die aktuelle, ergänzte Liste finden Sie auf unserer Homepage unter: https://www.aeeb.de/gedenkdaten/


Texte: Alexandra Kohle (Kohle@aeeb.de); Sabine Löcker

Foto: Gert Altmann auf pixabay

NL Elly Heuss

140 Jahre Elly Heuss-Knapp - zur Erinnerung an die Gründerin des Deutschen Müttergenesungswerkes

Bereits ein kurzer Blick auf die Vita von Elisabeth Eleonore Anna Justine (kurz: Elly) Heuss-Knapp genügt, um zu erkennen, dass diese Frau eine äußerst vielseitige und starke Persönlichkeit war. Lehrerin, Pionierin der Radiowerbung, Autorin, Ehefrau des ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss, Mutter und vor allem aber Gründerin des Deutschen Müttergenesungswerkes. Auch Elly Heuss-Knapp selbst bezeichnete das 1950 entstandene Projekt als „Krönung ihres Lebens“ und bis heute organisiert die Stiftung Mutter-Kind-Kuren und Veranstaltungen für Familien.


Manuela, Mutter von 3 Kindern (zur Zeit der zweiten Kur 5, 7 und 9 Jahre), berufstätig & Landwirtschaft im Nebenerwerb:

 „Für die Kinder und mich war das eine ganz wertvolle Zeit! Die Kuranwendungen (walken, Massage, Gymnastik usw.) waren „angenehm“. Die Kinder wurden in dieser Zeit betreut. Doch das Wertvollste war wirklich die unbeschwerte Zeit mit den Kindern. Einfach mehr gemeinsame Zeit verbringen, die der Alltag oft nicht zulässt! Bei den Kindern merke ich immer wieder, dass auch ihnen diese Auszeit sehr gut getan hat. Sie erzählen oft davon und fragen, ob wir bald wieder auf Kur dürfen! Die erste Kur war aufgrund des Alters noch mit mehr „auf die Kinder schauen“ verbunden. Bei der zweiten Kur waren die Kinder schon viel selbständiger und somit war es entspannter für mich.“ (Quelle: privat U.Knauer)


Yvonne, berufstätig,  Mutter von 2 Kindern (10 und 11 Jahre):

Die Begrüßung in der Klinik war sehr herzlich und perfekt organisiert…Der tägliche Fußmarsch zum Bauernhof wurde zum morgendlichen Ritual… Tiere versorgen, Kreativaktionen und vieles mehr... Das therapeutische Angebot war sehr umfangreich (z.B. Stressbewältigung, Zeitmanagement, Nordich-Walking, Power-Napping, Aqua-Gymnastik, Rückenfit). Abends konnte man die Zeit mit seinen Kindern genießen (Schwimmen, Spielen, Basteln, etc.)… Die Umsetzung des Erlernten erfolgt erst im Alltag zu Hause…Meine innere Einstellung und das Bewusstsein haben sich grundlegend verändert. Ich achte mehr auf mich und genieße meine Kinder wieder.“
(Quelle: www.muettergenesungswerk.de)


Das also sind die Früchte ihrer Arbeit und ihres Engagements für Mütter und Familien, das vor über 70 Jahren begann. Zwar kann man die Belastungen und Nöte von Müttern in den Nachkriegsjahren natürlich nicht mit heute vergleichen, dennoch ist es ein Schatz, den Elly Heuss damals entwickelte und der bis heute besteht.

Woher aber kam das Engagement von Elly Heuss-Knapp? Vermutlich lag es ihr im Blut: Geboren am 25.01.1881 und aufgewachsen in Straßburg, war sie die Tochter eines Universitäts-Professor für Nationalökonomie. Die Familie war liberal eingestellt, mit Wertlegung auf Bildung. Nach der Schule wurde Elly Knapp Lehrerin und studierte später noch Volkswirtschaft. Trotz vieler Umzüge fasste sie an jedem Ort schnell Fuß - Elly arbeitete in verschiedenen Einrichtungen als Lehrerin, publizierte das Lehrbuch „Bürgerkunde und Volkswirtschaftslehre für Frauen“ und engagierte sich bereits in jungen Jahren für andere Frauen. So vermittelte sie zum Beispiel während des 1. Weltkriegs (1916) Heimarbeiten an Heilbronner Kriegerfrauen - vor allem Näh- und Strickarbeiten. Sie organisierte die Aufträge, Materialien und Ausrüstungen und unterstützte damit um die 650 Frauen. Ihre Eloquenz, ihr Organisationstalent und ihr Wissen brachte sie in den 30er Jahren sogar in die Radiowerbung. Sie wurde Pionierin und „erfand“ die Radio-Jingles, also wiedererkennbare Melodien/ Einspieler zu bestimmten Produkten. Ihre Auftraggeber waren prominente Marken wie Nivea oder Persil und so konnte sie während der Nazidiktatur, nachdem ihr Ehemann und Journalist Theodor Heuss von den Nationalsozialisten Berufsverbot erhalten hatte, die Familie alleine ernähren. Nach dem Krieg blieb sie - wie ihr Mann auch - sozialpolitisch aktiv. Als Theodor Heuss 1949 der erste Bundespräsident wurde, hatte Elly die prominente Möglichkeit, sich nicht mehr nur regional, sondern deutschlandweit für Frauen zu engagieren. 1950 gründete sie das Deutsche Müttergenesungswerk.

Dadurch ist der Name Elly Heuss bis heute nicht in Vergessenheit geraten. Zahlreiche deutsche Schulen und Institutionen und auch die  Evangelische Familien-Bildungsstätte München tragen ihren Namen als Hommage.

2021 feiert die Pionierin im Bereich der Familienbildung ihren 140. Geburtstag - ein perfekter Zeitpunkt zum Erinnern. Denn der Lebenslauf von Elly Heuss-Knapp macht Mut, sich auch in schwierigen Zeiten für die Gesellschaft einzusetzen und solidarisch zu denken!


Text:
Ulla Knauer; Sabine Löcker (beide AEEB Landesstelle)

Foto: wikimedia commons

NL Stefanie Renner

Familienbildungsstätte Nürnberg hat eine neue pädagogische Leitung: Stefanie Renner

„Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben!“ (Wilhelm Humboldt, 1767-1835)
Seit dem 1. Januar hat die Evangelischen Familienbildungsstätte in Nürnberg (FBSN) eine neue pädagogische Leitung: Stefanie Renner. Sie ist sehr motiviert, Familie und Familienbildung zu stärken, denn die wichtigste Prägung eines Menschen für sein Leben findet in den ersten Lebensmomenten statt - und Familie bildet den Raum dafür.
"Familie ist vielfältiger geworden. Gesellschaftliche Entwicklungen stellen Familien vor Herausforderungen. Gerade in unsicheren Zeiten ist die Unterstützung der Menschen umso wichtiger, zugleich stellen sie Einrichtungen vor neue Herausforderungen", erklärt Stefanie Renner und sieht die Stärkung der bestehenden Bausteine der FBSN (Bildung, Beratung, Begegnung) als wichtigen Punkt ihrer Arbeit. "Das Zusammenbringen von Menschen und deren Bedürfnisse, aber auch neue Formate, Kooperationen, - und nicht zuletzt eine Portion Kreativität können hierfür Wege sein."
Der Lebenslauf von Stefanie Renner ist ebenfalls kreativ: Nach dem technischen Abitur auf dem zweiten Bildungsweg und einem Master in Erwachsenenbildung beriet sie zum Thema "Orientierung in der Studienberatung" und koordinierte ein kommunales Bildungsprojekt für mehr Bildungsgerechtigkeit, in dem es u.a. um eine strukturierte Vernetzung von Bildungsakteuren ging. Eine Meditations/Yoga-Ausbildung gaben ihr einen Raum, um immer wieder aufzutanken und spirituelle Impulse zum Thema „Mensch sein“.


Foto: privat

NL Hoepfner

Projektmanager für das zukünftige EBW Neumarkt-Altdorf-Hersbruck: Pfarrer Martin Hoepfner

Auch Pfarrer Martin Hoepfner hat eine neue Stelle angetreten und ist seit Beginn dieses Jahres Projektmanager (0,25 Stelle) zum Aufbau des Evangelischen Bildungswerkes Neumarkt-Altdorf-Hersbruck. Befristet auf 2 Jahre unterstützt der gebürtige Nordhesse den Prozess, das bestehende Evangelische Bildungswerk Neumarkt e.V. auf die Dekanatsbezirke Altdorf und Hersbruck zu erweitern. Darüber hinaus teilt er sich mit seiner Frau Ann-Sophie die Pfarrstelle in Offenhausen (DB Hersbruck). Hier tragen die beiden unter anderem dazu bei, dass die Kooperation zwischen den Kirchengemeinden des Hammerbachtales immer weiter ausgebaut wird. Bei der hauptsächlich aus PUK- und AEEB-Mitteln finanzierten Projektstelle mit Dienstsitz in Neumarkt, spielt das Vernetzen eine besonders große Rolle. Dekanats- und Kirchenkreisübergreifende Kommunikationsstrukturen müssen neu geschaffen und etabliert, neue Angebotsformate gefunden und ausprobiert werden.
„Dabei ist es mir wichtig, dass Evangelische Erwachsenenbildung sowohl in den Mitgliedseinrichtungen vor Ort wie auch in der Region relevant bleibt bzw. wird. Ich freue mich darauf, mit den Kolleg/-innen, den Mitgliedseinrichtungen sowie bewährten und neuen Kooperationspartnern kreativ zu werden und Evangelische Erwachsenenbildung in spannenden Zeiten und einer sich verändernden kirchlichen und gesellschaftlichen Landschaft nachhaltig zu gestalten.“


Foto: privat

Verlängerung der Ausnahmeregelungen für die BayEbFöG Projektförderung

Die anhaltenden Beschränkungen durch die Corona-Pandemie ermöglichen derzeit keine verlässliche Planung von Präsenzveranstaltungen. Daher gelten folgende Ausnahmeregelungen für die Projektförderung nach dem BayEbFöG:

  • Online-Quote von 100% ist zulässig, d.h. es ist förderunschädlich, alle neuen Veranstaltungen (Bildungsmaßnahmen) im Themenbereich „Politische Bildung“ online durchzuführen.
  • Der Mindestumfang der Veranstaltungen (Bildungsmaßnahmen), die über die Projektförderung bezuschusst bzw. finanziert werden sollen, wird auf 2 Doppelstunden reduziert.

Diese befristeten Ausnahmeregelungen gelten nun seitens des Ministeriums bis zum 31.12.2021.  

Diese Regelungen sollen nach Möglichkeit die Planung und Umsetzung von Bildungsmaßnahmen zur politischen Bildung erleichtern. Sollten durch diese Änderungen neue Veranstaltungen geplant werden oder es zu Änderungen bereits geplanter Vorhaben kommen, dann melden Sie sich bitte frühzeitig in der AEEB Landesstelle.
Wir beraten Sie hierzu gerne.


Ihre Vera Lohel (Geschäftsführung AEEB)

NL Grußwort

„Spielraum! 7 Wochen ohne Blockaden“ - Gedanken zur Fastenzeit

„Spielraum! 7 Wochen ohne Blockaden“ – Unter diesem Motto lädt die evangelische Fastenaktion der EKD ("7 Wochen ohne") vom 17. Februar bis zum 5. April 2021 ein, die Zeit bis Ostern bewusst zu erleben!

Ohne Blockaden? Ohne Grenzen? - Das klingt nach dem Gegenteil zu dem, was wir momentan spüren: Abstandsregeln, Grenz- und Ladenschließungen, Absagen, keine privaten Feiern. All´ diese Corona-Schutzmaßnahmen erscheinen wie Mauern, die uns umzingeln und immer weiter einengen. Die Fastenaktion traut sich trotzdem und titelt: Spielraum! Sieben Wochen ohne Blockaden

Ich fühle mich eingeladen und will näher darüber nachdenken: Wo und wie sieht dieser Spielraum aus?

Das Wort besteht aus zwei Teilen: „Spiel“ und „Raum“. Bei „Spiel“ muss ich an Kreativität denken, an Erfindungsgeist, an Freude, an Kinder und an Ideenreichtum von Ehrenamtlichen in Kirchen und Vereinen, die immer wieder neue Wege suchen, um ihre Mitglieder und Gäste zu erreichen.

Das Wort „Raum“ öffnet etwas. Ein Raum kann klein oder groß sein. Einen Raum kann ich mir suchen oder er wird mir gegeben. Einen Raum kann ich ganz für mich allein haben – mein Rückzugsort. Einen Raum kann ich teilen, mit Kollegen/-innen, in der KiTa, in der Schule, zuhause am Esstisch – mit aktuell Einem Gast.

Ein Psalmwort kommt mir in den Sinn: „Du stellst meine Füße auf weiten Raum!“ (Ps.31,9) Gott schenkt mir Raum und einen Ort zum Leben. Auch das Allerheiligste wird im Alten Testament mit „Raum“ bezeichnet und im Kirchenlied „Gott ist gegenwärtig“ von Gerhard Tersteegen heißt es in der 8. Strophe: „Herr, komm´ in mir wohnen, lass mein' Geist auf Erden, dir ein Heiligtum noch werden“. - Wenn in mir so ein großer Raum ist, dass selbst Gott in mir wohnen kann und zu mir kommt, dann entwickelt sich in mir neuer Mut zu neuem „Spielraum“. Mut in die Zukunft und Veranstaltungen zu planen, auch wenn noch nicht klar ist, wie und wann sie stattfinden können. Mut, die Möglichkeiten auszuschöpfen:

  • Daheim stehen Musikinstrumente und Brettspiele gerade hoch im Kurs.
  • Der Weltgebetstag findet statt. Unsere ökumenischen Vorbereitungen sind digital und dennoch von einem fröhlichen Austausch geprägt.

Ja, es gibt auch in diesen Zeiten Spielraum - und die Fastenaktion lädt ein, ihn wahrzunehmen. Die Spiel- und Lebensmöglichkeiten im kleinen Raum. Bis wir hoffentlich bald wieder in größeren Dimensionen und Bezügen agieren, spielen und leben können.

Den größten Raum hat uns Jesus Christus eröffnet. Die schärfste Grenze, die des Todes, hat er an Ostern genommen!

In diesem Sinne eine hoffnungsfrohe Passionszeit,
Ihre Ulla Knauer (AEEB Landesstelle)

Link zur Fastenaktion: https://7wochenohne.evangelisch.de/


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: Alexandra auf pixabay

März 2021

Online: Texten im digitalen Raum

03.03.2021, 9.00 - 15.30 Uhr

Website, Newsletter, Social Media und Co.: Wie präsentieren Sie Bildungsangebote und Themen attraktiv und wirkungsvoll im digitalen Raum? - In unserer Online-Werkstatt mit Günter Frosch erhalten Sie aktuelles Know-how, praktisches Handwerkszeug und Strategie-Tipps. Sie erfahren, wie Sie Inhalte aufbereiten und Texte in Häppchen strukturieren. Sie lernen, wie Sie Titel und Intros aufmerksamkeitsstark formulieren und reflektieren, auf welchen Kanälen Sie Ihre Zielgruppen am besten erreichen.
Ergebnisse:
  • Sie kennen die wichtigsten Regeln für lesefreundliches Texten im digitalen Raum.
  • Sie wissen, wie Sie Texte für Menschen aufmerksamkeitsstark gestalten und für Google aufbereiten.
  • Sie entwickeln Mini-Texte, die Sie auf der Website und in sozialen Medien einsetzen können.
  • Sie wissen, dass heute jede Seite eine Landing Page ist und können sie entsprechend aufbereiten.
  • Sie nehmen Ihre eigene kleine, alltagspraktische Online-Strategie mit.
Referent: Günter Frosch

Kosten: 60 Euro

Anmeldungen hier


Veranstalter: AEEB

März 2021

ONLINE: Bildung Digital - Tools und grundlegende Methoden des Online Lernens

04. + 09.03.2021, 9.00 - 12.00 Uhr

Sie möchten Ihre didaktischen und/oder methodischen Kenntnisse von Zoom und anderen, für Online-Veranstaltungen nützlichen, Tools erweitern oder vertiefen?

Wir bieten einen zweitätigen Workshop zu genau diesem Thema (nur gemeinsam buchbar!).

Referent: Roger Schmidt
Kosten: 70 Euro

Die Anmeldung und weitere Infos zur Veranstaltung finden Sie unter dem folgenden Link: https://www.evangelische-termine.de/d-5736437

Veranstalter: AEEB

März 2021

ONLINE: Infoveranstaltung - BayEbFöG Leistungsstatistik

18.03.2021, 10.30 - 12.30 Uhr

Die Erstellung der jährlichen Leistungsstatistik nach den Vorgaben des BayEbFöG und der dazugehörigen Verwaltungsvorschrift gehört zu den zentralen Verwaltungsaufgaben in den Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Auch wer viel Erfahrung und Routine besitzt, ist doch immer wieder mit Fragen konfrontiert:
  • Was gilt es zu beachten?
  • Welche Kriterien gelten für die Statistikerstellung?
  • Welche Informationen und Nachweise sind notwendig? Wo müssen sie hinterlegt werden?
  • Worauf ist bei der Prüfung zu achten?
  • Welche Schritte sind vor der Meldung an die AEEB vorzunehmen?
Die Fragen sollen in der Infoveranstaltung beantwortet werden sowie die Sicherheit gegeben werden, welche Veranstaltungen berücksichtigungsfähig sind und welche nicht in die Leistungsstatistik aufgenommen werden dürfen. Beispiele aus der Praxis sind selbstverständlich willkommen.
HINWEIS: Wer Detailinformationen zu den Programmen adebis bzw. kiribati benötigt, kann gerne einen separaten Fortbildungsbedarf anmelden und sich dazu an die AEEB wenden.
Die Infoveranstaltung richtet sich an Verwaltungsfachkräfte und Leistungsstatistikverantwortliche.

Referentin: Vera Lohel

Kosten: KOSTENFREI

Anmeldungen hier


Veranstalter: AEEB

März 2021

ONLINE: QVB Rezertifizierung

25.03.2021, 10.30 - 12.30 Uhr

Steht in 2021 die QVB Rezertifizierung an? Was ist zu tun? Wie bereiten wir uns auf das Re-Audit am besten vor? Gibt es Neuerungen, die beachtet werden müssen? - Die AEEB Landesstelle unterstützt Einrichtungen nicht nur bei der Einführung von QVB, sondern auch bei der Vorbereitung auf die Rezertifizierung. In der Online-Veranstaltung per Zoom werden die Formalien besprochen und Tipps zur Aktualisierung des Handbuchs gegeben. Es bleibt aber auch genügend Zeit für individuelle Fragen.


Referentin: Vera Lohel
Kosten: KOSTENFREI


Anmeldungen hier

Veranstalter:
AEEB