Newsletter April 2021

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Inhaltsverzeichnis:

Aktuelles:
1. Interview: Verbraucherbildung - effektive Lebenshilfe und Orientierung im Konsumdschungel
2. Wir gehen neue Wege - Nachbericht zur AEEB Mitgliederversammlung 2021
3. Verbraucherbildung Bayern - Stützpunkte mit Gütesiegel
4. AEEB Verbraucherbildung: Zertifizierte Stützpunkte und Ansprechpartner
5. Marketing: Sonderlogo zum 20-jährigen Jubiläum Verbraucherschutz Bayern
6. Spotlight: Verbraucherbildung in der Praxis - zwei Erfahrungsberichte von Deutscher Evangelischer Frauenbund sowie von Mission EineWelt
7. News digital: Aktuelle Nachrichten aus den Bereichen digitale Erwachsenenbildung und Social Media
8. Wissenswert: 500 Jahre Reichstag zu Worms - von der Historie ins Hier und heute
9. In eigener Sache: AEEB sucht eine*n pädagogische*n Mitarbeiter*in mit Freude an Erwachsenenbildung und Kommunikation
10. Personalie: Leiterin für Bildungsarbeit im Verband des DEF - Katharina Geiger 
11. Personalie: Neue Verwaltungsmitarbeiterin im EBW Erlangen - Emel Güzel

Grußwort: Guter Rat aus alten Zeiten...

Veranstaltungen und Digitalangebote

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Verbraucherbildung - effektive Lebenshilfe und Orientierung im Konsumdschungel

Wie und wo kann ich Geld für die Altersvorsorge ansparen? Welcher Handy-Vertrag ist am günstigsten, wie steht es um meine Rechte als Mieter oder was passiert mit meinen Daten im Netz? - Mit wachsender Komplexität unseres Alltags fühlen sich immer mehr Menschen gerade in wirtschaftlich-rechtlichen Belangen überfordert und deshalb gewinnt das Thema Verbraucherbildung auch bei den Einrichtungen der Evangelischen Erwachsenenbildung zunehmend an Bedeutung. Wie man als zertifizierter Verbraucherstützpunkt effektive Lebenshilfe leisten und für Orientierung im Konsumdschungel sorgen kann - dazu hier ein Interview mit Maike Schaub-Vaupel, Geschäftsführerin und pädagogische Leitung im EBW Schweinfurt.

AEEB: Liebe Frau Schaub-Vaupel, das EBW Schweinfurt gehört in Kooperation mit der örtlichen Diakonie seit Juni 2019 zu den insgesamt 22 zertifizierten Verbraucherstützpunkten in Bayern. Wie entstand die Idee zu diesem Projekt?
Maike Schaub-Vaupel: Wir arbeiten seit vielen Jahren eng mit der Diakonie Schweinfurt zusammen. Durch ihre intensiv begleitende und beratende Arbeit in den sozialen Dienste hat die Diakonie optimalen Zugang zu Menschen in ganz unterschiedlichen schwierigen Lebenslagen und sieht dabei tagtäglich die Notwendigkeit Menschen über geeignete Bildungsangebote nachhaltig zu stärken und zu unterstützen. Das EBW Schweinfurt wiederum hatte auch schon länger den Wunsch unsere Bildungsarbeit mit guten, niederschwelligen Angeboten genau für dieses Klientel zu öffnen. Also haben wir uns mit der Diakonie zusammengeschlossen, gemeinsam ein Programm entworfen und uns bei der Initiative "Verbraucherbildung Bayern" zum Stützpunkt für Verbraucherbildung zertifizieren lassen.
AEEB: Was steckt hinter der Initiative "Verbraucherbildung Bayern?
Schaub-Vaupel: Die Initiative "Verbraucherbildung Bayern" ist eine vom Bayerischen Verbraucherschutzministerium ins Leben gerufenes Netzwerk, zu dem verschiedenste Akteure aus den Bereichen Verbraucher- und Erwachsenenbildung gehören. Einrichtungen bzw. Verbraucherstützpunkte, die das Qualitätssiegel "Verbraucherbildung Bayern" tragen, erhalten zum einen Unterstützung bei der Bewerbung ihrer Angebote und können finanzielle Förderung von Kursen und Projekten beantragen, zum anderen erhalten sie Zugang zu kostenlosen Fortbildungsangeboten und Netzwerktreffen und dürfen zudem das Qualitätssiegel "Verbraucherbildung Bayern" des Verbraucherschutzministeriums für ihr Kursangebot nutzen.
AEEB: Wie sieht das Bildungsangebot beim Verbraucherstützpunkt Schweinfurt aus?

Schaub-Vaupel: In der ersten Profil-Phase des Projektes haben wir uns vor allem auf die Flüchtlingsgruppe und Senioren fokussiert. Deshalb standen Angebotsthemen wie Versicherungen und Handyverträge im Vordergrund. Um auch andere, neue Zielgruppen zu erreichen, haben wir 2021 unsere Angebote erweitert. So hatten wir Anfang des Jahres zum Beispiel die Anfrage einer Schule, ob wir den Schülern einen Vortrag zum Thema "Börse und Aktien" anbieten können. Das haben wir natürlich gerne realisiert. Insgesamt ist das Programm der Verbraucherbildung sehr vielfältig: Hier geht es sowohl um Themen wie Finanzen, Verträge, Verbraucherschutz, Miet- und Arbeitsrecht, als auch um Digitalisierung, Energie sparen und E-Mobilität. Gerade bei Themen wie Geldanlagen oder Datenschutz im Netz fühlen sich die Bürger*innen oftmals unsicher oder schlecht beraten. Unsere Fortbildungsangebote sollen Menschen befähigen, auf der Grundlage der erhaltenen Informationen, eigenständig für sich richtige Entscheidungen zu treffen. Darüber hinaus bietet der Schweinfurter Stützpunkt für Verbraucherbildung auch ein mobiles Vortragsformat an. Freizeitgruppen, Seniorenkreise oder Bürgertreffs können die Veranstaltungen der Verbraucherbildung für ihre Teilnehmer anfragen.
AEEB: Inzwischen ist Ihr EBW seit beinahe zwei Jahren Verbraucherstützpunkt - wie läuft das Projekt generell?

Schaub-Vaupel: Nach der anfänglichen Profil-Arbeit befinden wir uns nun in der zweiten Phase des Projektes. Insgesamt haben wir seit Beginn des Projektes rund 30 Veranstaltungen zum Themabereich Verbraucherbildung angeboten und zwischen 3 bis 30 Menschen pro Veranstaltung erreicht. Leider ging die Teilnahme insgesamt seit Ausbruch der Corona-Pandemie deutlich zurück. Zwar haben wir unsere Angebote sehr schnell digital umgestellt, merken aber deutlich, dass die digitalen Vorträge für unsere Hauptzielgruppen im niederschwelligen Angebotsbereich nicht geeignet sind. Es fehlt bei den Teilnehmenden oft an notwendiger Hardware und Knowhow im Umgang mit dem PC. Hier sehen wir ein wichtiges neues Handlungsfeld für die Verbraucherbildung.
AEEB: Wie sehen Sie die Zukunft Ihres Verbraucherstützpunktes?
Schaub-Vaupel: Uns ist vor allem wichtig, aus dem direkten Kontakt mit unseren Zielgruppen, aktuelle, neue Themen und Formate zu entwickeln, die eine Teilhabe an Gesellschaft und Bildung ermöglichen. Ein Zukunft bestimmendes Schwerpunktthema in der Verbraucherbildung bzw. für uns wird ganz klar der Umgang mit digitalen Medien sein. Hier muss und soll in Zukunft noch mehr geschult werden.

Noch Fragen zum Verbraucherstützpunkt Schweinfurt? -  Dipl. Sozialpädagogin Christiane Fellow von der Diakonie steht Ihnen gerne als Ansprechpartnerin unter fellow@diakonie-schweinfurt.de zur Verfügung.

Weitere Infos zur "Initiative Verbraucherbildung Bayern" finden Sie in unserem Newsletter-Artikel "Verbraucherbildung Bayern - Stützpunkte mit Gütesiegel"


Text:
Sabine Löcker
Foto:
Steve Buisinni auf pixabay

NL MV 21

Wir gehen neue Wege - Nachbericht zur AEEB Mitgliederversammlung 2021

Ganz im Sinne des aktuellen AEEB-Mottos "Wir gehen neue Wege..." fand am vergangenen Samstag, den 24. April 2021, die AEEB Mitgliederversammlung (MV) bereits zum zweiten Mal in digitaler Form statt. Hier eine kurze Zusammenfassung über Ergebnisse und Inhalte von AEEB Geschäftsführerin Vera Lohel.

Die diesjährige MV der AEEB hat unter hoher Beteiligung durch ihre Beschlussfassungen den Weg für neue Vereinsstrukturen geöffnet: So wurde mit nur einer Enthaltung eine Neufassung der Satzung verabschiedet, die nicht nur die Aufgaben und Zuständigkeit der AEEB im Bereich der Steuerung von zentralen Bildungsprozessen, der Begleitung von Prozessen in Kirche und Gesellschaft sowie der Gestaltung von Bildungslandschaften durch Vernetzung erweitert. Die neue Satzung sieht auch eine Neuerung der Leitung vor: einen hauptamtlichen geschäftsführenden Vorstand und als Kontroll- und Begleitungs- bzw. Beratungsgremium einen aus bis zu acht Personen bestehenden Aufsichtsrat.
Fünf Aufsichtsrät*innen wurden bereits in der Versammlung gewählt: Der neue Vorsitzende des Aufsichtsrates heißt Dekan Thomas Guba (Weiden), als weitere Aufsichtsratsmitglieder fungieren in Zukunft Christa Müller (EBW Donau-Ries), Dr. Carsten Lenk (EBW Regensburg), Dr. Jens Colditz (Diako Augsburg) und Dr. Anni Hentschel (Rudolf-Alexander-Schröder-Haus Würzburg). Bis sie ihr Amt offiziell aufnehmen dürfen, wird es noch eine Weile dauern, denn zunächst muss die Satzungsneufassung noch vom Landeskirchenrat bestätigt und zur Eintragung gebracht werden. In der „Übergangsphase“ wird es eine kollegiale Zusammenarbeit mit dem noch amtierenden Vorstand geben und geklärt, welche zwei bis drei Vorständ*innen künftig die Verantwortung für den Verein übernehmen.

Die AEEB gratuliert den neuen Aufsichtsrät*innen an dieser Stelle nochmals und wünscht ihnen alles Gute für ihre vierjährige Amtszeit!

Für den bisherigen AEEB Vorstand wird diese nun bald enden - deshalb dankte Oberkirchenrat Stefan Blumtritt im Rahmen der digitalen MV für das der AEEB und der Erwachsenenbildung entgegengebrachte Engagement. Ergänzt wurde der Dank von Dekan Thomas Guba mit eindrücklichen Worten an den Vorsitzenden Prof. Dr. Hans Jürgen Luibl, der viele neue Wege in der Erwachsenenbildung gegangen ist und zahlreiche wichtige Prozesse sehr vorausschauend und mit Vorbildcharakter angeschoben hat.

Die Arbeit der neuen Organe des Vereins wird unter dem Auftrag stehen: „Bildung evangelisch – wir denken weiter“. Aufgaben und Herausforderungen zum Weiterdenken wird es viele geben: Bildung als Querschnittsaufgabe und Netzwerk im Sinne eines lebensbegleitenden Lernens, digitale Bildung (-sangebote), Umsetzung der Landesstellenplanung, Präsenz der Ev. Erwachsenenbildung im öffentlichen Raum, Ressourcensicherung usw., usw...


Herzlichst Ihre Vera Lohel


Foto: Jim Semonik auf Pixabay + stock adobe.com-strichfiguren.de

NL Karte

Verbraucherbildung Bayern - Stützpunkte mit Gütesiegel

Denken Sie gerade darüber nach das Thema Verbraucherbildung in Ihrer Einrichtung zu stärken bzw. auszubauen? - Dann könnte die vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz ins Leben gerufene Initiative "Verbraucherbildung Bayern" ein gute Anlaufstelle für Sie sein. Mit Hilfe seines dazugehörigen Qualitätssiegels hat das kompetente Netzwerk bereits 22 regionale Partner zum Verbraucherstützpunkt zertifiziert, darunter auch mehrere Einrichtungen der AEEB.

"Wissen über Digitalisierung, Datenschutz oder nachhaltigen Konsum wird für Verbraucher*innen immer wichtiger", erklärt Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber in einer Pressemitteilung das Ziel der Initiative "Verbraucherbildung Bayern". "Unsere Stützpunkte sind eine wichtige Anlaufstelle für die Bürger bei ihren Alltagsfragen. Hier bekommen Verbraucher verlässliche und qualitätsgesicherte Informationen rund um die Themen des täglichen Lebens. Dafür steht unsere Auszeichnung mit dem Qualitätssiegel Verbraucherbildung. Mit unseren regionalen Partnern schaffen wir Stützpunkte für Verbraucherbildung in ganz Bayern."

Gegründet wurde die Initiative "Verbraucherbildung Bayern" 2015 vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz und wird seither sowohl vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, von bayerischen Verbraucherverbänden, der Verbraucherzentrale Bayern und dem VerbraucherService Bayern, als auch von den staatlich anerkannten Trägern der Erwachsenenbildung unterstützt. Gemeinsam achten die Akteure der Initiative durch Begleitung, Evaluation und Weiterbildung auf die Qualität der Angebote.

Wofür steht das Gütesiegel „Stützpunkt für Verbraucherbildung"?

Das zur Initiative gehörende Qualitätssiegel ist markenrechtlich geschützt und steht für neutrale und verlässliche Verbraucherbildung. Schulen erhalten das Siegel für ihr Engagement als Partnerschule Verbraucherbildung, Einrichtungen und Referent*innen der Erwachsenbildung, wenn sie als Stützpunkte Verbraucherbildung bzw. Trainer*in Verbraucherbildung anerkannt sind.

Als regionale Partner stärken die Stützpunkte Verbraucherbildung vor Ort: Mit einem eigenen Programmschwerpunkt "Verbraucherbildung" bieten sie eine breite Auswahl an Kursen zu aktuellen Verbraucherthemen wie nachhaltiger Konsum, Altersvorsorge oder Kundenrechte. Ein besonderer Fokus liegt auf Angeboten aus den Bereichen Finanzen und Digitalisierung. Für neue Kursangebote und Projekte können anerkannte Stützpunkte eine Förderung beantragen. Mit der Anerkennung als Stützpunkt verpflichten sie sich einerseits zur absoluten Produkt- und Anbieterneutralität, andererseits 

erhalten sie Unterstützung bei der Bewerbung ihrer Angebote, Zugang zu kostenlosen Fortbildungsangeboten und Netzwerktreffen und dürfen das Qualitätssiegel "Verbraucherbildung Bayern" des Verbraucherschutzministeriums für ihr Kursangebot nutzen.
Den Nutzer*innen der Angebote signalisiert das „Gütesiegel“: Hier gibt es produkt- und Anbieter-unabhängige, neutrale Veranstaltungen und Kurse von besonders für diese Themenfelder qualifizierten Referent*innen.
Wie können Sie sich bewerben?
Bewerben können sich Einrichtungen, die Mitglied eines staatlich anerkannten Landesverbands für Erwachsenenbildung sind. Anträge können zweimal jährlich - zum 1. März und zum 1. September - bei der Projektstelle eingereicht werden.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Martin Waßink, Koordinator für Verbraucherbildung Bayern: verbraucherbildung@bbv-bildungswerk.de.
Über die endgültige Vergabe entscheidet ein Expertengremium.
Infos bzw. einen Leitfaden zu den Anerkennungskriterien als Trainer/-in oder Stützpunkt finden Sie unter folgendem Link: "Qualitätssiegel Verbraucherbildung Bayern"

Weitere Infos zur Initiative "Verbraucherbildung Bayern" erhalten Sie unter: http://www.verbraucherbildung.bayern.de


Text:
Sabine Löcker

Foto: Copyright Stmuv

Verbraucherbildung Bayern - Zertifizierte Stützpunkte und Ansprechpartner innerhalb der AEEB

Seit 2015 sind inzwischen bayernweit 22 Stützpunkte aktiv - hier eine Liste der zertifizierten Verbraucherstützpunkte, die Mitglieder in der AEEB sind:

1. EBW Landshut: Ansprechpartner Bernd Heinze
2. EBW München: Ansprechpartnerin Annette Hüsken-Brüggemann
3. EBW Regensburg: Ansprechpartner Dr. Carsten Lenk
4. Deutscher Evangelischer Frauenbund, Landesverband Bayern e.V.: Ansprechpartnerin Dr. Bettina Marquis
5. EBW Schweinfurt: Ansprechpartnerin Maike Schaub-Vaupel


20 Jahre Verbraucherschutz Bayern - Sonderlogo zum Jubiläum

Bayern blickt auf 20 Jahre Verbrau­cherschutzministerium zurück und dankt an dieser Stellen allen Partnern im Verbraucherschutz für ihre tatkräftige Unterstützung. Außerdem lädt das Verbraucherschutzministerium dazu ein, sein anlässlich des Jubi­läums gestaltete Sonderlogo in Veröffentlichungen einzubinden - sei es auf der Website, in Ihrem Newsletter, in Sozialen Medien oder Broschüren.


Die Daten (Logokoffer und lnDesign-Vorlagen) finden Sie unter folgenden Links:

LogoKoffer:

https://stmuv.cloud.bayern.de/index.php/s/XlnrIFGUKXKoOb0

Passwort: 20Jahre-Logokoffer

InDesign-Vorlagen:

https://stmuv.cloud.bayern.de/index.php/s/9zexvVGM6uGLZ97

Passwort: InDesign-Vorlagen20


Belegexemplare bzw. Veröffentlichungen bitte an: oeffentlichkeitsarbeit@stmuv.bayern.de


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Von Social Media bis Klimaschutz - Verbraucherbildung in der Evangelischen Erwachsenbildung

Informieren, aufklären und beraten - nicht ohne Grund gehört Verbraucherbildung zu den tragenden Säulen der Evangelischen Erwachsenenbildung. Zahlreiche Bildungsangebote - vom Digitalstammtisch bis hin zu mobilen Themen-Ausstellungen -  unterstützen die Bürger*innen bei der Bewältigung ihres Alltags und machen sie fit für die Zukunft. Lesen Sie dazu zwei tolle Beispiele aus unseren Einrichtungen.


Fit im digitalen Raum - ein Bericht von Katharina Geiger, geschäftsführende Vorständin Deutscher Evangelischer Frauenbundes (DEF),  Landesverband Bayern e.V.:

Bereits seit Oktober 2016 ist der DEF Bayern beurkundeter Verbraucherstützpunkt. Das bedeutet, dass hier seit 5 Jahren intensiv und sorgsam Verbraucherbildung angeboten wird. Im Fokus steht bei uns insbesondere die digitale Verbraucherbildung - und das nicht erst seit Corona. Schon viele Jahre zuvor hat sich der Verband engagiert, Interessierte und vor allem Senior*innen im Umgang mit digitalen Medien fit zu machen. Oberstes Ziel dabei: Wir helfen den Teilnehmer*innen, sich mündig, aufgeklärt und selbstsicher im digitalen Raum zu bewegen. Sei es bei Fragen wie ich online die nächste Bahnreise buche, welche Daten man besser nicht in sozialen Netzen bekannt gibt oder wie man Bankgeschäfte im Internet verwaltet und erledigt. Auch das Bewusstmachen auf Gefahren und Kriminalität im Internet spielt im Programm eine Rolle. Wir waren von Anfang an professionell aufgestellt, denn der DEF hatte auch ohne urkundliche Stützpunkt-Bezeichnung Ausbildner*innen, die neue Referent*innen für digitales Lehren schulen. Sehr gut angenommen wurde und wird unser „Digitalstammtisch“. Vor Corona fanden hier Workshops in Präsenzform statt, jetzt laufen sie via Videokonferenz. Mit unserem Fachpersonal helfen wir interessierten Bürger*innen Klarheit zu finden, inwieweit sie Apps, soziale Netze oder Fitness-Armbanduhren nutzen wollen. Wir informieren sowohl über Vorteile, als auch über Risiken. Die fortwährende Kundennachfrage bestätigt unser Engagement genauso wie die fortschreitende Digitalisierung. Um neueste Techniken nutzen zu können und beherrschbar zu machen, braucht es kompetente Bürger, Nutzer und Berater. Hierfür leistet der DEF einen bleibenden, wertvollen Beitrag.

Weitere Infos unter: www.def-bayern.de


Ausleihbare Themenkisten und Ausstellungen - es berichtet Gisela Voltz ( Referat Entwicklung und Politik) von Mission EineWelt in Nürnberg:

Warum müssen Menschen hungern? Was hat Fußball mit Globalisierung zu tun? Was heißt Fair Trade? - Auch bei Mission EineWelt wird das Thema Verbraucher*innenbildung groß geschrieben und u.a. eine Vielzahl an interessanten Arbeitsmaterialien angeboten. Mit Hilfe unserer entwicklungspolitischen Themen- und Materialkisten zum Beispiel können oben stehende Fragen sowohl mit Menschen in der Erwachsenenbildung, als auch im schulischen Bereich, in Gemeinden oder in der Freizeit auf spielerische Art und Weise bearbeitet werden. Dabei ist das Alter der Nutzer*innen nicht von Bedeutung  - durch einen ganzheitlichen Zugang und pädagogisch nach den Prinzipien des "Globalen lernens" aufbereitet, wird die Neugier für entwicklungspolitische Fragestellungen nicht nur bei Kindern und Jugendlichen, sondern auch bei Erwachsenen gefördert.

In jeder Themenkiste befindet sich Material für diverse "Stationen" sowie für erfahrungsorientiertes Lernen. Dabei geht es zum Beispiel um "Globalisierung im Kleiderschrank", "Rund ums Handy" oder "OhnePlastik". Zehn Themengebiete wurden bereits realisiert, weitere sollen folgen.

Für die Erwachsenen- und Gemeindepädagogik interessant sind aber auch unsere mobilen, teilweise interaktiven (Foto-)Ausstellungen und Parcours, die auf ansprechende Weise wichtige Themen der EinenWelt veranschaulichen. Die Ausstellungen eignen sich beispielsweise für Gemeindefeste, Projekttage oder Seminare. Interessierte Teilnehmer*innen werden durch Bilder und Texte informiert, zum Nachdenken angeregt und zum Mitmachen animiert. Durch Begleitveranstaltungen können die Ausstellungen und Parcours vertieft werden, Themen sind z.B.: „Mein Smartphone  - eine Rohstoffkatastrophe?“, „auf und davon – Ausstellung zu Flucht und Migration“ und „Kaffeeparcours. Der Weg des Kaffees vom Strauch bis in die Tasse“.

Eine Übersicht der EineWelt-Arbeitsmaterialien finden Sie unter:
https://mission-einewelt.de/service-und-angebot/arbeitsmaterialien/  

Digitale Module zum Globalen lernen unter:
https://mission-learning.org/globales-lernen/

Wenn auch Sie Interesse haben, eines Ihrer "Vorzeige-Projekte" zu präsentieren, melden Sie sich gerne bei unserer Kollegin Ulla Knauer (knauer@aeeb.de)!

Foto:
pixabay

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News Digital - unsere Kurzinfos rund um das Thema "Digitale Erwachsenenbildung"

Von Videoclips über innovative Netzwerk-Projekte bis hin zu besonderen Digital-Services und Online-Veranstaltungen - hier unsere Neuigkeiten rund um das Thema "Digitale Erwachsenenbildung".

e-fit: neuer e-Learning Support der ELKB
Brauchen Sie fachkundige Unterstützung bei den Themen Digitalisierung oder E-Learning? - Dann könnte das neue ELKB-Projekt "e-fit", das im Rahmen der aktuellen Digitalstrategie umgesetzt wird, hilfreich für Sie sein. Das e-fit-Team berät und unterstützt Ihre Einrichtungen bei der Umsetzung eigener Online-Angebote sowohl in technischen, als auch in didaktischen, methodischen oder inhaltlichen Bereichen.
Darüber hinaus greift "e-fit" häufige Fragestellungen rund ums E-Learning auf und offeriert zielgerichtete Schulungen zu verschiedenen, praktischen Themengebieten. Die kostenlosen Schulungsangebote richten sich an alle hauptberuflich und ehrenamtlich Tätigen der ELKB.

Nähere Infos unter: https://www.evhn.de/fort-weiterbildung/e-fit


Umfrage digitale Medien im Grundbildungsbereich - BMBF-Projekt bittet um Unterstützung

Die Corona-Pandemie zeigt, wie wichtig der Umgang mit digitalen Medien geworden ist, um gesellschaftlich nicht abgehängt zu werden. - Das Projekt GediG, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und von Ilka Koppel (Juniorprofessorin für den Bereich Erwachsenenbildung an der PH Weingarten) geleitet wird, untersucht die Gelingensbedingungen für den Einsatz digitaler Medien in der Grundbildung. - Für die Datenerhebung bittet GediG um Unterstützung!

Mit einem Fragebogen sollen Daten zur Einstellung im Umgang mit digitalen Medien und zu Rahmenbedingungen für den Einsatz digitaler Medien erhoben werden.


Nähere Infos sowie ein Projekt-Video finden Sie unter:
www.gedig.online <http://www.gedig.online>
Kontakt zur Teilnahme am Projekt: lisa.burkard@ph-weingarten.de oder telefonisch unter 0175/4971523

Neue Online-Veranstaltungsreihe: "Freiheit digital. Die Zehn Gebote in Zeiten des digitalen Wandels"
So wie der Buchdruck oder die Elektrizität die Welt grundlegend verändert haben, wird die Gegenwart durch digitale Technologien geprägt.  - In ihrer soeben vorgestellten, aktuellen Denkschrift "Freiheit digital. Die Zehn Gebote in Zeiten des digitalen Wandels" beleuchtet die Evangelische Kirche nun das Phänomen der Digitalisierung aus Sicht der christlichen Tradition. Anhand der Zehn Gebote wird eine Vielfalt von Aspekten der Digitalisierung betrachtet und ihre Chancen und Herausforderungen diskutiert...

Start der Veranstaltungsreihe: 04. Mai 2021
Veranstalter: kda Bayern


Weitere Infos sowie Anmeldungen unter: www.freiheitdigital.de.


Nächste "Virtuelle Kaffeepause" - Thema: Ethik im virtuellen Lernen
Termin: 11. Mai von 10:00 bis 11:00 Uhr
Thema: Ethik im virtuellen Lernen
Im E-Learning stehen meist die Technik oder die Didaktik im Fokus, die Ethik wird darüber aber oft vergessen. Um das zu ändern wird Frau Marlies Barkowski, die Geschäftsführerin des Ethik-Kollegs, einen Vortrag über "Ethik im virtuellen Lernen" halten.
Eine An- oder Abmeldung ist nicht erforderlich kommen Sie einfach vorbei, wenn Sie gerade Zeit und Lust auf eine gemeinsame Tasse Kaffee oder Tee in virtueller Gesellschaft haben!

Die Einwahldaten zum Zoom-Meeting finden Sie hier


Texte: Alexandra Kohle (Kohle@aeeb.de); Sabine Löcker

Foto: Gert Altmann auf pixabay

Luther

500 Jahre Reichstag zu Worms - von der Historie ins Hier und heute

"Da mein Gewissen in den Worten Gottes gefangen ist, kann ich und will nichts widerrufen...Gott helfe mir. Amen." - mit diesen Worten beendete am 18. April 1521, also vor fast genau 500 Jahren, Martin Luther seine Rede auf dem Reichstag zu Worms. Die reinen Fakten rund um diesen Schlüsselmoment der Kirchengeschichte sind wohl nahezu jedem geläufig, sehr viel spannnender hingegen stellen sich deshalb die außergewöhnlichen, historischen Hintergründe jener Zeit und vor allem eine Übertragung auf unser Hier und heute dar.


Warum schrieb der "Reichstag zu Worms" – sachlich betrachtet eine gerichtliche Anhörung mit anschließender Verurteilung - Weltgeschichte, wurde zur Sternstunde für Zivilcourage und zum Türöffner der Reformationsbewegung? - Das Außergewöhnliche liegt im Detail:

Politische Seilschaft
Dass Luther studieren, lehren und anno 1517 seine 95 Thesen drucken und aufhängen konnte, dass er überhaupt vor den Kaiser sprechen und nach seiner Verurteilung zum "Vogelfreien" auf die Wartburg fliehen konnte, das alles verdankt der berühmte Theologieprofessor insbesondere dem Schutz eines Mannes: Friedrich dem Weisen. Ohne Zweifel war der Kürfürst ein der Wissenschaft und Kunst zugeneigter Landesherr, doch hielt er seine schützenden Hand keinesfalls nur aus reiner Gutherzigkeit über Luther, sondern in erster Linie aus Machtbestreben und der Verfolgung eigener politischer Ziele. Zwar sah auch Friedrich die Reformbedürftigkeit der damaligen Papstkirche und wollte in seinem Herrschaftsgebiet eine gewisse Eigenständigkeit gegenüber Rom erlangen, aber anders als Luther scheute er die offene Konfrontation mit dem Kaiser und agierte lieber unauffällig im Hintergrund. So kam ihm Luther mit seinen Schriften und auch mit seiner Zivilcourage gerade recht. - Heutzutage würde man das wohl als eine typisch politische "Win-Win"-Situation bezeichnen.
Macht durch neue Medien

Wer anno 2021 Reichweite erzielen will, nutzt Social Media. Vor 500 Jahren war es der Buchdruck, dank dessen Luther eine nie zuvor da gewesene Macht und Wirksamkeit in der Öffentlichkeit gewinnen konnte. Auch diesbezüglich standen die Sterne für den Reformator günstig: Vor Ort in Wittenberg konnte Luther mit dem Drucker Cranach zusammenarbeiten und in hoher Stückzahl veröffentlichen. Sein Arbeitgeber und der Landesfürst standen dem nicht entgegen. Als Beweis für die hohe Verbreitung seiner Thesen und Studien gilt bis heute Luthers Anreise nach Worms: Beinahe in jedem Ort säumten die Menschen seinen Weg, um den bekannten Buchautor zu sehen. Und vor dem Reichstag zu Worms versammelten sich sogar an die 2000 Menschen - damals die Menge einer mittelgroßen Stadt.
Ein geordnetes, juristisches Verfahren

Selten wurde im 16. Jahrhundert einem landesweiten Störenfried - als solcher wurde Luther von Kaiser Karl und der römischen Kurie tituliert - ein geordnetes  juristisches Verfahren auf höchster Ebene gewährt. (Aus vorhandenen, mittelalterlichen Quellen geht deutlich hervor, welche Möglichkeiten Regierende nutzten, um Gerichtsverfahren zu beschleunigen:  Inquisition, Foltermethoden etc.) An dieser Stelle der Historie kam der hohe politische Einfluss von Kurfürst Friedrich ins Spiel, ein weiterer glücklicher Umstand für Luther. Und auch der Kaiser selbst zeigte sich im Nachgang überrascht von seinem eigenen „nachsichtigen“ Handeln:

„Es wäre ein Irrtum, die Ketzer nicht zu verbrennen, wie ich irrte, als ich den Luther nicht umbrachte. Ich irrte, denn ich wäre nicht verpflichtet gewesen, mein Wort zu halten, da ja der Ketzer gegen einen größeren Herrn sündigt, der Gott allein ist;“ (Zitat von Kaiser Karl, rezitiert in: Veit-Jakobus Dieterich, Martin Luther. Sein Leben und seine Zeit, S. 70)

Bedenkzeit während des Reichstages

Ebenso außergewöhnlich war auch die Gewährung einer "Bedenkzeit" auf dem Reichstag, obwohl mit Sicherheit die Verurteilungspapiere bereits längst vorbereitet waren: Am 17. April 1521 bat Martin Luther um einen Verhandlungsaufschub - und tatsächlich wurde dieser für 24 Stunden gewährt. Hier spürt man die Macht und die Mitsprache der anwesenden Kurfürsten sowie die Brisanz des Themas, das damals nahezu jeden zur persönlichen Entscheidung zwang. Am 18. April trat Luther dann erneut vor den Reichstag. Er entschuldigte sich zwar für den Ton einzelner Schriften, nicht aber für die Inhalte. - Der Rest ist Geschichte...


Sicherlich gibt es noch weitere Details, die staunen lassen und beinahe zwangsläufig die Frage aufwerfen: Liegt der damalige „Prozess“ - Ursprung der evangelischen Kirchenbewegung - in ferner Vergangenheit oder gibt es ein "Worms" noch heute? - Rigides, politisches Vorgehen gegen so genannte Störenfriede jedenfalls, stehen in Staaten mit geringer Meinungs- und Pressefreiheit auch 2021 auf der Agenda: Es ist bekannt, dass die chinesische Regierung Schriftstellern und Journalisten mit Hausarrest oder Gefängnis droht. Es ist bekannt, dass manche Staaten Publikationen zensieren und Internetseiten sperren. Es ist bekannt, wie Präsident Putin mit seinem politischen Gegner Alexei Nawalny umgegangen ist, nachdem dieser das „Schutzgebiet“ Deutschland verlassen hat. Auch in diesem Fall wurde schnellstmöglich ein Gerichtsurteil erwirkt, um die Opposition „mundtot“ zu machen und Nachahmer abzuschrecken.
Ja, „Worms“ existiert auch im Hier und heute. Mit Menschen, die den Mut haben ihrer Meinung und ihrem Gewissen öffentlich zu folgen. Mit Herrschern, die ihre Macht einsetzen, um keinen Widerspruch zu dulden.

Doch was kann das alles für die Erwachsenenbildung bedeuten? - So wie vor 500 Jahren in Worms wird auch der heutige Bürger mit zahlreichen Gewissensentscheidungen konfrontiert. - Wenn sich die Teilnehmer von Bildungsangeboten mit (lebens-)relevanten Themen wie Klimawandel, Flüchtlingspolitik oder Welthandel  befassen, fördert dies das Rückgrat in der Gesellschaft - unabhängig davon wie laut oder leise eine getroffene Entscheidung in die Tat umgesetzt wird!

 

Weitere interessante Infos zum Thema finden Sie unter:

https://www.ebw-ansbach.de/500-jahre-luther-in-worms/ 
www.luther-worms.de


Text:
Ulla Knauer; Sabine Löcker

Foto: Wikimedia Commons

Die AEEB sucht: pädagogische*n Mitarbeiter*in mit Freude an Erwachsenenbildung und Kommunikation

Wir suchen: Pädagogische*n Mitarbeiter*in für die Evangelische Erwachsenenbildung mit Schwerpunkt Kommunikation, Vernetzung, Gremienarbeit und Social Media (w/m/d) in Teilzeit.

(20 Stunden/Woche, zunächst befristet bis 31.12.2022 mit Verlängerungsoption)

Sind Sie auf der Suche nach einer flexiblen pädagogischen Tätigkeit im Bereich Erwachsenenbildung, haben Erfahrungen in Verbands- und Vereinsarbeit, lieben Vernetzungsarbeit, haben Ihre Stärken im Bereich Kommunikation, Prozess- und Projektbegleitung und sind Social Media erfahren?
Dann bewerben Sie sich bis zum 31. Mai 2021 bei:

Frau Vera Lohel (Geschäftsführung)

AEEB-Landesstelle München

Tel: (089) 5434477 – 0

Mailto: lohel@aeeb.de oder landesstelle@aeeb.de 

Web: www.aeeb.de

Herzog-Wilhelm-Straße 24, 80331 München


Nähere Infos zur aktuellen Stellenausschreibung finden Sie hier

NL Frau Geiger

Leiterin für Bildungsarbeit im Verband: Katharina Geiger

Nachdem im Herbst 2020 der "Deutscher Evangelischer Frauenbund Landesverband Bayern e.V." (kurz: DEF) seine Satzung geändert hat, wurde die bisherige Geschäftsführerin Katharina Geiger Anfang April als geschäftsführende Vorständin bestellt. Zu ihren Aufgabengebieten gehören u.a.: die Betreuung der vereinseigenen sozialen Einrichtung für alleinstehende Frauen, das frauenpolitische Engagement in Kirche und Zivilgesellschaft sowie die Leitung der Bildungsarbeit im Verband. Seit 2019 bündelt der DEF sowie seine 28 örtlichen Gruppen die gesamte Bildungsarbeit im "DEF.Forum.Bildung", das von Bildungsreferentin Dr. Bettina Marquis betreut wird.

"Lebenslanges Lernen gerade von Frauen ist Motivation und Grundlage unserer Bildungsangebote", erklärt die Leiterin. "Kompetenzen im Bereich Lebensführung, im Umgang mit Medien oder Verbraucherfragen sind nun mal nicht angeboren und werden auch im familiären Rahmen immer seltener vermittelt." Ein Kernthema beim DEF ist deshalb auch die Verbraucherbildung. Als zertifizierter Verbraucherstützpunkt bietet der Frauenbund diesbezüglich zahlreiche Veranstaltungen an. "Für die Zukunft", so Katharina Geiger, "wünsche ich mir (noch) mehr verantwortungsbewusste und aufgeklärte Verbraucherinnen - besonders im digitalen Bereich!"


Foto: privat

NL Güzel

Neue Mitarbeiterin im Bereich der Verwaltung: Emel Güzel

Das EBW Erlangen freut sich sehr, in Kürze eine neue Mitarbeiterin in seiner Einrichtung begrüßen zu können. Frau Emel Güzel wird ab 1. Mai 2021 mit einer halben Stelle für den Bereich Statistik in der Verwaltung des EBW tätig sein.

Nach ihrem Schulabschluss hat Emel Güzel zuerst eine Ausbildung zur staatlich geprüften Kinderpflegerin gemacht und ein paar Jahre später erfolgreich eine weitere Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation abgeschlossen. Anschließend war sie 16 Jahre in einer Digitaldruckerei angestellt, bis sie im vergangenen Jahr beschloss, sich eine vorübergehende Auszeit zu nehmen. "Ich wollte endlich mal Zeit haben, das zu machen, was bisher zu kurz kam", erzählt die gelernte Bürokauffrau. "Heißt: mehr Zeit mit der Familie und Freunden verbringen, ehrenamtlich tätig sein und verstärkt Sport treiben."

Jetzt ist Emel Güzel wieder bereit für neue Herausforderungen und freut sich sehr auf die netten Kolleginnen und Kollegen im EBW Erlangen, den neuen Job und die damit verbundenen Aufgaben. Sie selbst sagt: „Ich bin glücklich, gespannt und zugleich aufgeregt, was an neuen Aufgaben auf mich zukommen wird. Ich kann es kaum abwarten mit der Arbeit zu beginnen ...“


Foto: privat

NL grusswort

Guter Rat aus alten Zeiten...

„Drei Finger tun’s (sagt man von Schreibern), aber der ganze Leib und die Seele arbeiten daran.“ (Martin Luther, WA, 30 II, 574,5f.)


Bei meiner Recherche zu "500 Jahre Reichstag zu Worms" stoße ich auf dieses Zitat von Martin Luther und werde nachdenklich: Wie wahr! – Immer wieder in den letzten Monaten haben Politik und auch die Vernunft von uns gefordert, so viel wie möglich von zu Hause aus zu machen. Die Konsequenz für die meisten von uns: Homeoffice, Homeschooling, Hometraining...

Klingt eigentlich ganz einfach und bequem: zu Hause bleiben, zu Hause arbeiten - wer einen Bürojob hat, braucht nicht viel mehr als ein Laptop, ein aufgeladenes Handy und ja, vielleicht noch einen kleinen Tisch. - Neudeutsch übersetzt hieße es dann wohl bei Luther: "10 Finger -  und ein Laptop -  tun’s (sagt die IT), …"

Und doch ist das nicht alles. Luther hatte die Gabe genauer hinzusehen. Er erkennt, dass der Mensch nicht glücklich ist und nicht gut arbeiten kann, wenn er sich rein auf die notwendige Ausrüstung beschränkt. Klar, ein Schreiber braucht seine Finger, seinen Stift - um 1500 eher Federkiel und Tinte - „…aber der ganze Leib und die Seele arbeiten daran.
Nur wer also mit Leib und Seele dabei ist, mit sich selbst in Frieden lebt, der wird auch weiter gerne seinen Dienst tun - begeistert sein und andere begeistern können.
Je länger die "Home-Zeit" andauert, desto stärker vermisse ich die analoge Arbeitswelt. Nicht mit Blick auf die Qualität - die klappt auch mit Abstand und via zoom - , sondern die Atmosphäre. Leib und Seele brauchen Gemeinschaft, brauchen Teamsitzungen und auch das lockere Gespräch in der Kaffeeküche. Genau diese kleinen Schätze für Leib und Seele aber gehen in der Pandemie zunehmend verloren und viele Menschen leiden derzeit unter Einsamkeit.

„Drei Finger tun’s (sagt man von Schreibern), aber der ganze Leib und die Seele arbeiten daran.“ - Den ganzen Leib und die Seele im Fokus behalten. Da bin ich froh, dass sich die Evangelische Erwachsenenbildung diesen ganzheitlichen Blick auf ihr Programm geschrieben hat und beibehält – soweit wie möglich auch in der digitalen Welt. Denn Leib und Seele brauchen Fürsorge und „Futter“ - ein wirklich guter Rat aus alten Zeiten...

Ihre Ulla Knauer (AEEB-Landesstelle)


Foto
: Michal Jarmolok auf pixabay

Mai

ONLINE: Das bisschen Haushalt (Teil 1+2)

06.05.2021; 9.00 - 12.30 Uhr

Alle Jahre wieder steht die Aufstellung des Haushaltes vor der Tür. Bekannte Begrifflichkeiten müssen erneut sortiert und aufbereitet werden. Dazu gehören u. a. Einnahmen und Ausgaben, Aufwendungen und Erträge, Kosten und Leistungen …
Neben den Grundlagen zur Systematik der Kameralistik beinhaltet das Seminar auch Tools zur wirtschaftlichen Steuerung Ihrer Einrichtung im laufenden Kalenderjahr, Einführung in das Liquiditätscontrolling und einen Ausblick auf Veränderungen der Haushaltsaufstellung bei Einführung der Rechnungslegung nach dem Handelsgesetzbuch. Das Seminar räumt nicht nur im Kochtopf der Begrifflichkeiten auf, sondern zeigt Ihnen mit verschiedenen praktischen Werkzeugen, wie sich das "bisschen Haushalt" beinahe von alleine macht.

"Das bisschen Haushalt" Teil 2 findet am 23.09.2021 statt!

Referent: Roland Andert
Kosten: 60 Euro; Externe: 150 Euro

Anmeldungen hier 

Veranstalter: AEEB
Mai

ONLINE: QVB in der Praxis - Prozessmanagement

12.05.2021; 10.00 - 16.00 Uhr

Die Prozessorientierung ist ein zentraler Bestandteil von Qualitätsmanagement und wird immer stärker auch in QVB Stufe A als Hilfestellung für die Arbeit und Weiterentwicklung der Erwachsenenbildungseinrichtungen erfahren.
Der praxisorientierte Workshop soll Qualitätsbeauftragten und Einrichtungsleitungen eine Einführung in die Prozessorientierung, das Denken in Prozessen sowie das Arbeiten mit Prozessen bieten.

Workshopzeiten:
1. Block (10.00 bis 12.00 Uhr): Einführung in das Prozessmanagement, Grundlagen, Best-Practice
2. Block (13.00 bis 14.30 Uhr): 
Übung - Prozesslandkarte erstellen
3. Block (14.45 bis 16.00 Uhr):
Übung - Prozessbeschreibung

Referent: Karl-Heinz Bührer
Kosten: 35 Euro


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Veranstalter: AEEB

Mai

Tool Time: Padlet

20.05.2021; 9.00 - 10.00 Uhr

In unserer neuen Veranstaltungsreihe "Tool Time" wird jeweils ein anderes E-Learning Tool im Rahmen einer kleinen Gruppe (max. 6 TN) getestet und hinsichtlich seines Nutzens diskutiert.

Mit Padlet können Sie eine digitale Pinnwand erstellen, um Texte, Bilder, Videos, Links, etc. zu teilen und kollaboratives Arbeiten in Gruppen zu ermöglichen.


Referentin:
Alexandra Kohle
Kosten: kostenfrei


Anmeldungen hier


Veranstalter: AEEB

Juli

HEB-Tagung 2021

06. - 08.07.2021

Angesichts der weiterhin brisanten Coronalage sowie den damit verbundenen Auflagen und Risiken für die Teilnehmer ist ein persönlicher Austausch – wie wir von der AEEB und die Kollegen aus Württemberg es sich wünschen – leider nicht möglich!

Deshalb haben wir die für Juli 2021 geplante Präsenzveranstaltung "HEB-Tagung" abgesagt bzw. auf 2022 verschoben.

Wir bitten um Verständnis für diese Entscheidung, die aufgrund der durchgeführten Umfrage getroffen wurde.


Veranstalter: AEEB Landesstelle und EAEW

Ohne Termin

Weitere interessante Online-Angebote

Digitale Angebote von verschiedenen Veranstaltern finden Sie auf unserer AEEB-Homepage unter "Service / Bildung Digital".


Veranstalter: diverse