Cool und mutig – EBW Landshut punktet mit Eröffnung einer Pop-up Kirche

Cool und mutig – EBW Landshut punktet mit Eröffnung einer Pop-up Kirche

“Raus aus den Kirchenmauern, näher hin zu den Menschen!” – So lautet die Idee eines ungewöhnlichen Projekts, das das EBW Landshut gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus kirchlichen Gruppen (u.a. Diakonie, ev. Jugendwerk) auf die Beine gestellt hat. Cool und mutig! – Die erste bayrische Pop-up-Kirche, die Anfang Oktober plötzlich in einem Ladengeschäft im Stadtzentrum von Landshut aufgetaucht ist, punktet nicht nur bei den Bürgern vor Ort, sondern auch in den bayerischen Medien.

Geöffnet hat die erste bayerische Pop-up-Kirche in Landshut am zweiten Oktober 2021 und das mediale Interesse ist groß: Nicht nur in Zeitungen wie dem Sonntagsblatt oder der Süddeutschen sowie im BR-Rundfunk wird dieser Tage über den ungewöhnlichen Kirchenschauplatz berichtet, sondern auch das Bayerische Fernsehen will in Kürze die Pop-up-Kirche filmen. Doch was bedeutet eigentlich Pop-up bzw. Pop-up-Store? – Ursprünglich stammen der Begriff Pop-up (übersetzt: “plötzlich auftauchen”) sowie die dahinter steckende Geschäftsidee, die inzwischen auch in Deutschland viele Fans hat, aus den USA. So genannte Pop-up-Stores sind kurzfristige und provisorische Einzelhandelsgeschäfte, die vorübergehend in leerstehenden Geschäftsräumen betrieben werden. Verkauft werden in solchen Läden üblicherweise Markenware aus Lagerbeständen oder neue Labels, die durch das plötzliche, kurzfristige Auftauchen am Markt gepusht werden sollen.

Und was heißt das für die Landshuter Pop-up-Kirche? – Natürlich geht es hier – auch wenn im kleinen Kirchenladen originelle Vintage-Klamotten verkauft werden – nicht in erster Linie darum, Kleider an die Leute zu bringen, was hier ganz klar “gepusht” werden soll, ist: Kirchliches Gemeindeleben im weitesten Sinne, sprich kirchliche Gemeinschaft, Aktivitäten, Glauben und Offenheit. “Kirche will näher bei den Menschen sein und andere Orte erobern“, erläuterte die evangelische Dekanin Nina Lubomierski das Konzept in einem Sonntagsblatt-Interview. Und genau deshalb hat das EBW Landshut gemeinsam mit anderen kirchlichen Gruppen seine Pop-up-Kirche mitten im Stadtzentrum Landshut in der Neustadt platziert.

In dem kleinen Ladengeschäft stellt sich die Evangelische Kirche in und um Landshut vier Wochen lang vor und zeigt ein neues, höchst interessantes Gesicht: Im vorderen Teil des Geschäfts befindet sich ein Vintage-Verkaufsbereich, der gerade bei jungen, modebewussten Menschen gut ankommt. Dahinter bietet sich Raum für ein gemütliches Tässchen Kaffee an der AnsprechBAR, für Austausch, Gottesdienste (nur unter der Woche!) und für zahlreiche andere Veranstaltungen von Kirchengemeinden des Dekanats, der Diakonie und der evangelischen Jugend. – Kurzum ein toller Ort der Begegnung, unabhängig von Alter, Geschlecht und Konfession.

Das aktuelle Programm der Landshuter Pop-up-Kirche finden Sie hier

Ort: Stadtzentrum Landshut, im Haus Neustadt 528

Öffnungszeiten: bis Ende Oktober 2021Montag bis Samstag 11.00 bis 18.00 Uhr (im Vintage-Laden gilt Maskenpflicht, ansonsten gilt 3G)

“Pop-up-Kirche, we are open” – also einfach mal hingehen und reinschauen…

Helfende Hände gesucht:

Damit die Pop-Up-Kirche auch weiterhin ihre Pforten öffnen kann, sucht das EBW Landshut Helfer*innen, die anpacken wollen und Gemeinschaft lieben! Können Sie sich vorstellen, im Vintage-Laden hinter der Theke mit Leuten ins Gespräch zu kommen oder bei den Gemeindeveranstaltungen und Gottesdiensten tatkräftig mit anzupacken? – Dann melden Sie sich telefonisch oder per E-Mail (Nennen Sie Name, E-Mail-Adresse und Telefonnummer und verraten Sie, wo Sie unterstützen könnten) bei: 

Evang. Bildungswerk Landshut
Tel.: 0871 62030

info@ebwlandshut.de

Zur weiteren Info:

Finanzielle Unterstützung erhält das Projekt u.a. von der bayrischen Landeskirche, die seit Anfang des Jahres 2021 das Projekt “MUT” gestartet hat. Es steht für “missional, unkonventionell, tandem”. “Wir brauchten unglaublich viel Mut für dieses Projekt, weil es offen ist, weil wir zu den Menschen gehen – raus aus der Wohlfühlzone. Und es ist ein Tandemkonzept, weil so viele verschiedene Institutionen mitmachen“, so Dekanin Lubomierski zum Sonntagsblatt.

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