Titelgraphik AEEB

 

 

 

Was neu zu regeln war

 

Nach einem Generationswechsel an der Verbandsspitze im Jahr 1993 gehörte es zu den dringlichsten Aufgaben des neuen Vorsitzenden, Dekan Dr. Ludwig Markert (Fürth) und der neuen Verbandsgeschäftsführerin, Dipl.-Päd. Lieselotte Goldhammer, mit der Landeskirche einen „Entwicklungsplan für den Personaleinsatz in der Evangelischen Erwachsenenbildung in der Region“ zu erstellen. Dieser Plan wurde 1995 unterzeichnet. Ein Gruppenvergütungsplan für Angestellte in der Erwachsenenbildung mit überwiegend pädagogischen Aufgaben wurde ebenfalls 1995 eingeführt; eine Fortbildungsordnung für die ersten Berufs- bzw. Amtsjahre gewährleistet mittlerweile den qualifizierten Einstieg in den Arbeitsbereich der Evangelischen Erwachsenenbildung. Auf dem Hintergrund des neuen Anerkennungs- und Zuwendungsgesetzes der Evang.-Luth. Landeskirche galt es 1999 eine Vereinbarung zwischen der AEEB und Landeskirche abzuschließen. Die Evangelische Erwachsenenbildung wird darin als „Grundaufgabe“ der Kirche anerkannt. In die fachliche Diskussion über die Entwicklung und Sicherung von Qualität in der Erwachsenenbildung bringt sich für die AEEB seit 1994 als Pädagogische Leiterin Dipl.-Soz.päd. Dorathea Strichau ein. Besondere Beachtung fand ihr aus Mitteln des bayerischen Kulturfonds gefördertes Projekt „Qualitätssicherung durch Qualifizierung ehrenamtlicher Gruppenleiterinnen für die Wahrnehmung von begleitenden und beratenden Aufgaben in Eltern-/Mutter-Kind-Gruppen“. Für die Verabschiedung von „Theologischen Grundlagen für die Evangelische Erwachsenenbildung“ sorgte Pfr. Hans-Harald Willberg, der 1989 bis 1999 für den Landesverband tätig war. Sein Nachfolger, KR Waldemar Pisarski, der auch wieder die Funktion des Landeskirchlichen Beauftragten für Erwachsenenbildung ausübte, widmete sich vorrangig der religiösen und spirituellen Bildung, sowie der Öffentlichkeitsarbeit und der Vertretung der Erwachsenenbildung in der Landessynode. Seit 2008 setzt KR Dr. Jens Colditz zusätzlich neue Akzente im Bereich der Interkulturellen Bildung. Die Vereinsführung liegt seit 2005 in Händen von Pfr. Dr. Hans Jürgen Luibl (Erlangen).
Die AEEB kann - im Jahr 2010 - nach Umstrukturierungen auf der Dekanatsebene 83 Mitgliedseinrichtungen, von denen 71 staatlich gefördert werden können, verzeichnen.