Titelgraphik AEEB

 

 

 

Wie wir wurden, was wir sind: Aus der Geschichte der AEEB

Wie alles begann

Zu Beginn der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts zeichnete sich ab, dass es innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern einer eigenen Organisationsstruktur für die Erwachsenenbildung bedarf. Der wirtschaftliche Aufschwung der Nachkriegsjahre rückte die Frage nach „Lebenslangem Lernen“ in den Blickpunkt. Der spezifische Beitrag der Kirchen zur „Bildungsgesellschaft“ wurde diskutiert. Die zunehmenden Aktivitäten der kirchlichen Werke und Dienste auf dem Gebiet der Erwachsenenbildung führten zu dem Wunsch nach Koordinierung. In großen Städten wurden Bildungszentren gegründet; in die Regionen wurden Anliegen der Akademiearbeit getragen. Angesichts der Möglichkeit, für öffentlich relevante Bildungsangebote staatliche Zuschüsse zu erhalten, war die Vertretung der Interessen Evangelischer Erwachsenenbildung gegenüber anderen Trägern und Bayerischem Kultusministerium zu regeln. Akademiedirektor Gerhard Hildmann und OKR Hans Schmidt ergriffen die Initiative zur Konstituierung einer „Evangelischen Arbeitgemeinschaft für Erwachsenenbildung in Bayern“ am 17. Juli 1961. Es folgte am 18. Dezember 1964 in der Münchner Meiserstrasse die Gründung eines eingetragenen Vereins mit dem Namen „Arbeitsgemeinschaft für Evangelische Erwachsenenbildung in Bayern e. V.“ (AEEB). Gründungsmitglieder waren Vertreter/Vertreterinnen der Evangelischen Akademie Tutzing, der Evang.-Luth. Volkshochschulen Alexandersbad und Hesselberg, des Amtes für Gemeindedienst, des Bayerischen Mütterdienstes, der Dienststelle des Sozialpfarrers und des Landeskirchenrates. Die erste Mitgliederversammlung der AEEB fand am 16. Februar 1965 in Tutzing statt. Gerhard Hildmann (Evangelische Akademie) wurde zum Vorsitzenden, Dr. Antonie Nopitsch (Bayerischer Mütterdienst) zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Bei der zweiten Mitgliederversammlung am 3. November 1965 gehörten der AEEB bereits 30 Mitglieder an. Die ersten Ziele waren erreicht. Der kooperative Zusammenschluss von evangelischen Einrichtungen der Erwachsenenbildung war gelungen; als Dachverband konnte die AEEB staatliche Fördermittel in Empfang nehmen und verteilen.